Command Performance (2009)

Command Performance (2009)

Oder: Crashe nie ein Rockkonzert!

Eskimos sagen Hallo

Eskimos sagen Hallo

Die Welt schaut nach Moskau. Dort hat sich der Präsident angekündigt und will mit seinen Töchtern das Konzert des US-Teenie-Idols Venus (Melissa Ann Smith) besuchen. Als Vorgruppe wurde eine russische Band engagiert, deren Drummer Joe (Dolph Lundgren) nicht nur ein Meister der Trommeln ist, sondern auch ein attraktiver Kerl. So erstaunt es nicht, dass der schöne Popstar Venus bald auf ein Date mit ihm besteht. Aber vorher soll die Halle noch gerockt werden.

Prügel gefällig?

Prügel gefällig?

Gleichzeitig machen sich im Keller der Konzerthalle ein paar böse Buben parat. Sie wollen den russischen Präsidenten entführen, der in ihren Augen ein Landesverräter ist und bestraft gehört. Die Attacke startet erfolgreich, die Bodyguards des Präsidenten werden erschossen und der mächtigste Mann Russlands als Geisel genommen. Eigentlich steht einem erfolgreichen Erpressungsversuch nichts mehr im Weg. Wenn da nur nicht dieser Drummer wäre, der so viel mehr ist, als nur einer, der ein bisschen rumtrommelt und eine coole Sonnenbrille trägt. Joe weiss, was zu tun ist. Und das zieht er mit aller Macht durch.


DVD-Rating

Seit er mit seinem Auftritt als russischer Boxer Ivan Drago in Rocky IV den Titelhelden an den Rand einer Niederlage gebracht hat und ein paar Jahre später als "He-Man" (Masters of the Universe) zum Helden wurde, ist Dolph Lundgren nicht mehr aus dem Filmgeschäft weg zu denken. Gut, die Filme wurden billiger, Kinoauswertungen seltener und seine gespielten Charaktere immer ähnlicher. In der Ecke von Steven Seagal steht auch Dolph Lundgren. Mit Command Performance zeigt er, dass er sein Metier sogar noch ein bisschen besser versteht.

Die Story von Command Performance kennen wir bereits. Spätestens seit Sudden Death oder Under Siege wissen wir, dass Terroristen noch so böse und durchorganisiert sein können, wenn der Held (sei es Koch, Abwart oder hier Drummer) loslegt, dann bleibt das Böse chancenlos. Genau das geschieht nun auch hier, in einzelnen Szenen sogar recht brutal und blutig. Aber Dolph Lundgren trägt seine Coolness selbst durch die dunklen Momente, und wer sich mit ihm anlegt, ist selber schuld.

Der Anfang des Films kommt richtig gut. Toller Rocksound aus Russland (ja, die können das wirklich), schöne Konzertvorbereitungen und kleine Ausblicke auf künftige Ereignisse machen neugierig und versprechen einen spannenden Thriller. Auch wenn Command Performance dieses Niveau nicht bis zum Schluss halten kann und unterwegs auf Automatik schaltet, wenn's darum geht, unter den Bösewichten aufzuräumen und dem Helden einen Hintergrund zu geben, so gefällt das dem Actionfan trotzdem. Mehr oder weniger.

Fazit: Dolph Lundgren hat ja schon ein paar seiner Filme selber inszeniert und liefert mit Command Performance einen soliden und kräftigen Actionfilm ab. Zwar verläuft sich die Story immer mal wieder in Nebensächlichkeiten, aber wenn der blonde Hüne ins Bild kommt, dann scheppert's. Und genau das wird von einem Film wie diesem hier erwartet.

Ein kleines Making-of sowie die Trailers zum Film und eine Bildergalerie sind als Bonusmaterial anzuklicken. Der Bericht über die Dreharbeiten lässt die Darsteller und Macher zu Wort kommen und über die Produktion erzählen. Nicht besonders interessant, aber immerhin sieht man Lundgren auch mal lächeln...

Technisch macht Command Performance eine durchschnittliche Falle. Das Bild ist vielfach dunkel und dann auch entsprechend undeutlich, was das Zuschauen erschwert. Tonmässig kriegen wir eine recht blecherne deutsche Fassung geboten, was einmal mehr zeigt, dass die Originalversion halt noch immer die Beste ist. Die ist zwar auch nicht über alle Boxenzweifel erhaben, erledigt ihre Arbeit aber zufriedenstellend.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

20.02.2010 / muri

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