Die wilden Kerle 5 (2008)

Die wilden Kerle 5 (2008)

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  2. 107 Minuten

Filmkritik: Jungs, es reicht!

Hinschauen verboten!
Hinschauen verboten!

Leon (Jimi Ochsenknecht) ist weg! Erst hat er sich im Wald neben Vanessa (Sarah Kim Griess) gelegt, ihr den Himmel auf Erden versprochen und *schwupps* haben ihn die Vampire geholt. Jawohl, richtig gehört. Die Vampire. Darkside (Marvin Unger) und Blossom (Paula Schramm) haben sich den Anführer der "Wilden Kerle" gekrallt und wollen so auch den Rest der Bande zu ihrem Versteck führen. Und das liegt "hinter dem Horizont".

Gleich gehts zum Sändelen
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Zehn Monate dauert die Suche der Jungs, bei denen nun Vanessa und Maxi (Marlon Wessel) die Führung übernommen haben. Dann treffen sie erstmal auf ein mysteriöses "Steinkind" und auf das Versteck der Vampire. Dort wollen sie ihren Chef wieder befreien, doch das erste Fussballspiel geht in die Hosen.

Die einst so wilden Kerle müssen sich nun mit Kindervampiren rumärgern, schwafeln von ewig währender Liebe und sehen sich schon selber als Vampire. Aber da gibts noch einen Weg, das alles wieder gut wird. Doch bis Vanessa, Maxi, Nerv oder Klette diesen finden, wird noch einige Zeit vergehen.

Bereits zum fünften Mal dürfen Die wilden Kerle ihre Abenteuer auf der grossen Leinwand bestreiten. Und jeder ihrer Filme hat schlussendlich weniger etwas mit Fussball zu tun. Anfänglich bolzten sie auf dem grünen Rasen, dann gings gegen Mädchen und schlussendlich noch in einen Match, in dem "Freestyle-Soccer" gespielt wurde. Nun kommen also die Vampire. Und der Fussball rückt einmal mehr in den Hintergrund.

Klar, die Zielgruppe dieser vor allem in Deutschland enorm erfolgreichen Filme sind Kids zwischen 6 und 12 Jahren. Alle diejenigen, die sich ausserhalb dieser Gruppe befinden, denen stehen 90 Minuten lang eine Mischung aus Unverständnis, Langeweile und Peinlichkeiten bevor. Denn Die wilden Kerle 5 ist weder interessant, noch spannend, geschweige denn witzig und cool. Wenn die Truppe im Mad Max-Stil auf ihren Töffs daherkommt, ihre Kleider wohl selber näht und so nervige Charaktere mit sich bringt, wie es der namenstypische "Nerv" ist, dann tränen die Augen und der Blick auf die Uhr folgt schon bald nach dem Vorspann.

Ausserdem ist Die wilden Kerle 5 eine waschechte Mogelpackung. Jimi Ochsenknecht, seines Zeichens seit neuestem auch Hitparadenstürmer, hat im ganzen Film eine Präsenzzeit von etwa 8 Minuten. Dabei wird doch mit ihm als grosser Name auf den Plakaten geworben... Ja, so veräppelt man die kleinen Mädchen...

Fazit: Die wilden Kerle 5 ist nur für Fans. Und auch diese haben nach dem Kinobesucht ein paar verärgerte Kommentare abgegeben, was darauf hinweist, dass diese neueste Auflage doch ganz am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Es fehlt, wie angesprochen, der Witz, die Spannung und die Action. Die Vampire sind peinlich, was aber auch die meisten Figuren des Films zutrifft. Wenn sie wenigstens noch anständig bolzen würden, hätte ich sogar was Interessantes zu sehen bekommen, aber noch nicht mal das machen sie mehr. Jungs, es reicht. Bitte keine Fortsetzung mehr. Bitte!

/ muri

Kommentare Total: 4

kosova

nummer 1

Kiriranschero

oioioi, doch so schlimm?
der trailer, der ich per zufall mal im fernseher gesehen habe, fand ich eigentlich garnicht mal soo schlimm. klar, gegen vampire zu kicken ist ein bisschen sehr unrealistisch aber es sah (von der aufmachung her) intressant aus. sieht wohl so aus als müsste ich ihn mir doch mal anschauen 😏

mülltonne

Aber jetzt reichts mal, zum Glück. Teil 5 markiert das Ende einer doofen Kickerfilmserie, deren Niveau auf dem vom BB und anderen Soaps lag. Die Produzenten haben trotzdem fett Kohle gescheffelt und tonnenweise unnützes Merchandisezeug an die Kiddies, ähm Eltern gebracht. Nachden unterbelichteten Silberfunzeln, kommen nun böse Vampire, die mich unfreiwillig an eine wirklich tolle Kinderserie meiner Kindheit erinnert haben, "Der kleine Vampir". Die Substanz dieser Gattung, haben die lustig angemalten Kinderschauspieler ohne Talent überhaupt nicht. Ab Teil 3 hat die Serie sowieso jeglich reale Bodenhaftung verloren. Die Augen der kleinen Zuschauer, werden diesmal mit schauerlich bekloppten Pappkulissen und billigen Zeitlupeneffekten gequält oder gar zum Weinen gebracht. Ich dachte ja seit langem, das nur die Amis in Sachen Sequels einen Manch bis zur Bewusstlosigkeit quälen können, doch die doofen Kerle im "Mad Max - Bram Stoker" für arme Look übertrifft dies bei weitem. Soviel ist sicher auch Nummer 5, der ein erbarmungslos schlechter Film ist, wird viel Geld machen und dann uns vielleicht noch im TV mit ner Serie malträtieren. Aber da hat man zum Glück, die Chance wenn es öde werden sollte, sofort umzuschalten.😴

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