Tinker Bell (2008)

Tinker Bell (2008)

Tinkerbell
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  2. 78 Minuten

DVD-Review: Die Kleine mit dem Stieregrind

Love is in the Air
Love is in the Air

Die kleinen Wunder dieser Erde, die Schönheiten, die Jahreszeiten oder auch die Glühwürmchen, sind nicht einfach so Gott gegeben, sondern werden in Nimmerland von einem Haufen eifriger Feen veranstaltet. Und immer wenn in der Menschenwelt ein Babylachen ertönt, erwacht dort auf der Insel eine neue Fee zum Leben. Die Letzte, die angekommen ist, wird Bell getauft.

Das Mädel freut sich auf ihre Tätigkeiten, auf die Wunder die sie vollbringen kann und natürlich die grossen Reisen ins Land der Menschen. Dumm nur, dass sie den "Tinker-Feen" zugeteilt wird. Die basteln allerlei Zeugs, reparieren und sind dadurch natürlich den Jahreszeiten-Feen im Nachteil. Denn die "Tinkers" gehen eh nie auf die grosse Reise zu den Menschen.

Frisch geschlüpft
Frisch geschlüpft

Natürlich lässt sich "Tinker Bell" das alles nicht gefallen und beweist schon früh ihren sturen Kopf, in dem sie sich in die Vorbereitungen für den kommenden Jahreswechsel einmischt, das Feenreich durcheinander bringt und dieses immer näher in eine Katastrophe schlittern lässt. Denn wenn die Feen die Jahreszeiten nicht im Griff haben, wirds für die Menschen ungemütlich...

Deswegen muss Bell erstmal ihren Platz in der Feengesellschaft finden. Dabei helfen ihr kurrlige (und mit starkem irischen Akzent sprechende) Männer-Feen. Doch auch die sind machtlos gegen eine neidische Frau. Und die stellt sich unserer Bell schon bald in den Weg.

Die Geschichte von Peter Pan ist natürlich weltbekannt und die diversen Verfilmungen mehrheitlich überzeugend. Diejenige, die den verlorenen Jungs in Nimmerland allerdings den Kopf verdreht hatte, war eine kleine Fee, die meist nur als ein Licht erkennbar war. Nun hat diese Dame, Tinker Bell, ihren eigenen Film bekommen. Eigentlich ist das erst der Anfang, denn bereits im nächsten Jahr schon soll Tinker Bell and the Lost Treasure veröffentlicht werden und somit die hübsche Fee weiterhin auf DVD in den Kinderzimmern präsent sein lassen.

Doch zuerst wird das ganze Feenreich vorgestellt. Die verschiedenen Gruppen, Charaktere, Figuren und komischen Geschöpfe kriegen genügend Zeit, um sich zu präsentieren. Die Maus, die "Cheese" heisst und mit Vorliebe Karren zieht. Oder die irren Disteln, die chaotisch durch die Gegend düsen. Die eingebildeten Feen, die tumben Feen-Männchen. Platz haben alle in Tinker Bell. Und das ist gut so. Denn die Geschichte ist einfach gehalten, die Charaktere dürfen lustig sein und gesungen wird am Ende auch noch. Apropos, wir kriegen zwar keinen Peter Pan zu sehen und die "Lost Boys" werden nur angedeutet, aber trotzdem kriegen wir eine bekannte Figur aus der klassischen Geschichte geboten. Wers wohl ist?

Animiert ist Tinker Bell kindgerecht und modern. Das mag nicht so richtig zu dieser bekannten Figur passen, dürfte wohl aber bei der Zielgruppe mehr ziehen, als ein klassisch animierter Film. Auch wenn ich das persönlich lieber gesehen hätte.

Fazit: Es ist ein schöner Kleine-Mädchen-Film geworden, dieses Tinker Bell. Ein bisschen lustig, schön bunt und aber als Geschichte an sich nicht sehr prickelnd. Aber für diejenigen, die für Sex and the City noch zu klein sind, passt das Angebot sehr gut.

Natürlich wird die angesprochene Zielgruppe auch mit den Features ihren Spass haben. Denn da gehts *juhee* ab ins Feenreich, wo die verschiedenen Völker auskundschaftet werden können und auch ein kleiner Spot über die "Wunder der Natur" (die ja keine sind, wie wir jetzt wissen) bietet luftige Unterhaltung. Dazu gibt es zwei Musikvideos, über deren Qualität man geteilter Meinung sein darf. Wems gefällt....

Technisch hingegen ist die DVD sauber ausgestattet und bietet vier Sprachversionen an. Dazu gibt es ebenso viele Untertitel, die man aber auch optional einfach mal weglassen kann. Der Ton ist klar und ohne Störungen übertragen worden und das Bild punktet mit satten Farben und dem nötigen "Pixie Dust", der das Gucken recht angenehm macht.

/ muri