Stargate: The Ark of Truth (2008)

Stargate: The Ark of Truth - Die Quelle der Wahrheit

Stargate: The Ark of Truth (2008) Stargate: The Ark of Truth - Die Quelle der Wahrheit

Oder: Die Suche geht weiter

Lächeln verboten!

Lächeln verboten!

Die Bedrohung der Ori und deren Priore ist noch immer allgegenwärtig. Das SG-1-Team um Colonel Cameron Mitchell (Ben Browder) ist zwar stets dran, die Suche nach dem mysteriösen Hilfsmittel gegen die Feinde zu suchen, aber bislang war diese erfolglos. Bis Daniel Jackson (Michael Shanks) in den Ruinen von Dakara scheinbar die vermisste Truhe gefunden hat. Zusammen mit Samantha Carter (Amanda Tapping) und Vala (Claudia Black) soll sie geöffnet werden, was aber von anstürmenden Kriegern der Priore, angeführt von Valas Ehemann Tomin (Tim Guinee) verhindert wird.

Der auftauchende Prior will, dass Tomin die Erdlinge tötet, worauf die versuchen, Tomin zu überzeugen, dass die Oris keine Götter sind. Ein Blick in Valas Augen, ein bisschen Vertrauen und schon steht Tomin auf der Seite der Menschen, tötet den Prior und schliesst sich der Gruppe an, die gegen die Ori vorgehen wollen.

Stargate XXL

Stargate XXL

Auf der Erde wird inzwischen ein Plan geschmiedet, wie man diese Ark of Truth ausfindig machen kann. Denn nur mit dem Inhalt dieser Lade sollen die Oris ausgelöscht werden können. Und diese Kiste liegt, natürlich, in mitten der Ori-Galaxie, worauf sich auch Teal'C (Christopher Judge) dafür ausspricht, das Raumschiff "Odyssey" zu starten und den Oris in den Hintern zu treten.

Das Feuerwerk ist in Position

Das Feuerwerk ist in Position

Ebenfalls an Bord ist James Marrick (Currie Graham), der von der IOA geschickt wurde, um die Mission zu überwachen. Und während unser SG-1-Team weiterhin der Truhe mit der Geheimwaffe immer näher kommt, hat eben dieser Marrick noch was ganz spezielles vor. Denn das IOA denkt nicht im Traum daran, die ganze Verantwortung Colonel Mitchell und seinen Schergen zu überlassen. Darum schliesst sich Marrick auch bald mal in den Asgard-Raum ein und präsentiert "seine" Geheimwaffe: Einen Replikator.

Dass man diese Viecher nicht einfach so auf ein Raumschiff bringen sollte, steht eigentlich in jedem guten Handbuch. Marrick hat scheinbar kein solches gelesen, denn der Replikator beginnt natürlich sofort, sich zu replizieren und das SG-1-Team muss nun den Krieg an zwei Fronten schlagen. Einmal gegen die brandgefährlichen Ori und ihre Priore und zusätzlich auf dem Raumschiff, auf dem die Replikatoren sich in windeseile zur tödlichen Gefahr entwickeln.


DVD-Rating

Am Anfang war Stargate, der Film mit Kurt Russell. Dann kam die TV-Serie, der man keine lange Lebenszeit bescherte. Nun, zehn Jahre später ist Stargate SG-1 als die Sci-Fi-Serie bekannt, die am längsten im TV lief und satte zehn Staffeln vorzuweisen hat. Dazu gibts einen Ableger und jetzt auch "Direct-to-DVD"-Filme, von denen The Ark of Truth der erste ist.

Die Serie endete für viele Fans ungenügend. Die einstige Bedrohung der "Goa'Uld" wurde zwar bekämpft und schlussendlich abgewehrt, aber am Anfang der letzten Staffel kamen tatsächlich neue Bösewichte aus dem Nichts ans Tageslicht. Die Ori. Diese Wesen, die ihren Glauben durch die Priore den Menschen einhämmern wollen, schafften es aber nie wirklich, einen richtigen Platz in den Geschichten zu finden und so plätscherte dann die letzte Staffel der Serie ein wenig vor sich hin. Nun wird dieser Storybogen aufgelöst und hoffentlich ein für alle Mal abgeschlossen.

Wer die Serie verfolgt hat, der kennt natürlich all die Figuren und die Vorkommnisse. Ben Browder (der die Nachfolge von McGuyver Richard Dean Anderson übernommen hat) darf auch im Film seine Actionsequenzen abspulen und ein paar blöde Sprüche von sich geben. Michael Shanks gräbt, erklärt und leidet noch immer herrlich schön und hat mit Claudia Black eine Nervensäge gefunden, die ihm so richtig auf die Nüsse gehen kann.

Ein wenig enttäuschend sind die Rollen von Amanda Tapping und Christopher Judge. Erstere hat jetzt zwar längere Haare, lässt aber meist ihr Technogeschwafel auf den Zuschauer los und kann sich nicht richtig in die Geschichte einbringen. Noch schlimmer ergehts unserem Lieblings-Alien "Teal'C". Der steht meistens im Hintergrund oder muss dann auch mal durch die Gegend marschieren. Da helfen auch die grauen Schläfen nicht, die sich der Mann hat machen lassen.

Positiv zu erwähnen sind die Spezialeffekte, die sich gegenüber der TV-Serie doch recht aufwändig präsentieren. Weltraumschlachten wie wir sie gerne haben. Auch schön, dass all die bekannten Gesichter auch für diese Filme zur Verfügung stehen, auch wenn ich Robert Piccardo gerne nochmals als Mr. Woolsey gesehen hätte.

Dass der Storybogen um die Oris und die Priore nicht so richtig packen mag, bezeugt auch die Tatsache, dass aus dem Nichts auf einmal die coolen Replikatoren wieder auftauchen. Und wenn deren Gekrabbel losgeht, dann ist die Bedrohung doch um einiges höher, als wenn ein bleicher Mann mit Stock weise Worte von sich gibt.

Fazit: Stargate - The Ark of Truth ist ein schöner, aber keinesfalls überragender Abschluss der Ori-Geschichte. Am Schluss wird ein bisschen gar schnell das Ende der Story gesucht, aber bis dahin ist es eine schöne und ansprechende TV-Doppelfolge geworden, die aber definitiv Lust auf mehr macht. Und Stargate: Continuum steht ja auch schon in den Startlöchern. Dort gehts um Zeitreisen, und auch Ba'al, der frechste der Goa'Uld, kehrt wieder zurück.

Die Extras dieser DVD sind pure Geschenke an die Fans. Um auf dem Laufenden im Bezug auf die Story zu sein, kann man sich vor dem eigentlichen Film eine knapp neun Minuten lange Einführung in die Ori-Geschichte der letzten Fernsehstaffel angucken. Sozusagen eine Zusammenfassung, die als direkte Vorbereitung auf den Film gilt. Dann gibts ein recht ausführliches Making-Of, das in einer knappen halben Stunde viel an Zusatzinfos preis gibt und auch die Darsteller zu Wort kommen lässt. Das Highlight, neben dem lustigen Audiokommentar, ist aber ganz klar der Auftritt der Stars an einer Comic-Con. Dort werden kurrlige Fanfragen beantworten, rumgewitzelt und einmal mehr bewiesen, dass derjenige, der in der Serie nie lachen darf, eigentlich ein verdammt lustiger Kerl ist. Am Schluss rufen sie auch noch Michael Shanks zuhause an, erwischen aber nur seine Frau. Denn unser Doktor Jackson ist grad auf dem Klo....

Bild- und tontechnisch wird überzeugender Standard geliefert, wie wir es uns aus dem TV gewohnt sind. Der Ton ist klar und deutlich, die Schiessereien beanspruchen das heimische Surroundsystem anständig und das Bild ist sauber und hinterlässt ebenfalls einen sehr guten Eindruck.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

25.04.2008 / muri

Community:

Bewertung: 4.1 (13 Bewertungen)

 

 

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