Manhunt - Rovdyr (2008)

Manhunt - Rovdyr (2008)

Manhunt - Backwoods Massacre

Sommer 1974: Vier junge Leute begeben sich in einem gemütlichen VW-Bus auf einen Ausflug im ländlichen Norwegen. Allerdings ist die Stimmung alles andere als gut: Der Fahrer des Wagens, Roger (Lasse Valdal), kommandiert seine Freundin Camilla (Henriette Bruusgaard) herum, wie es ihm gerade passt. Zudem macht er sich wiederholt über den Comicfan Jørgen (Jørn Bjørn Fuller Gee) lustig. Dies passt wiederum Jørgens Schweste Mia (Nini Bull Robsahm) nicht in den Kram, und so nimmt das Gezanke seinen Lauf.

Bei einem Zwischenstopp in einem kleinen, abgelegenen Restaurant gabeln sie eine angsterfüllte Autostopperin auf, die allerdings nichts über sich erzählen will. Auf der Weiterfahrt will plötzlich das Auto nicht mehr, und so fragt man bei einigen Leuten nach, die zufälligerweise vorbeikommen. Eine schlechte Idee: Sowohl Mia als auch die Autostopperin werden sofort getötet - Jørgen, Camilla und Roger werden niedergeschlagen. Als die drei schliesslich gefesselt in einer Waldlichtung erwachen, erklingt plötzlich ein Jagdhorn. Die drei Freunde erkennen, dass die Jagd begonnen hat und sie die Opfer sind. [yle/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
78 Minuten
Produktion
2008
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IMDb, TMDb
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Horror 101

Kommentare Total: 3

jb666

Manchmal fehlen mir die geeigneten Worte, um dermassen schlechte Filme ins "richtige Licht" zu rücken. Im Grunde gebe ich nicht einmal dem Film die Schuld, sondern mir selbst. Denn auf so etwas wie Bauchgefühl und Intuition zu hören, wäre hier wirklich praktisch gewesen. Dieses sagte mir, bereits nach 2 Minuten die DVD in den Müll zu kloppen. Der Film besticht zugegeben mit bemerkenswert vielen Höhepunkten - an Peinlichkeit. Dies setzt am Anfang an, bei dem so schwachsinnige und triviale Dialoge ihren Verlauf nehmen, dass man denkt, man hätte sich die Schauspieler bei den Castings zu "2 bei Kallwas" herausgepickt. Der Film bietet zudem so sagenhaft viele Klischees, dass man oft ratlos ist, ob man lachen soll, oder sich ärgern, ob der verlorenen Zeit.

Eins der bedeutenden Höhepunkte an schlechter Schauspielerei bietet die Szene, in der die "Heldin" den ersten Hinterwäldler abschlachtet. Bis dahin eine Heulsuse und Panikerin, der man alle 2 Minuten den Mund zuhalten musste. Sie krallt sich das Messer des Mörders, der dies einfach so hinnimmt (nachdem ihr Panikfreund dies im Hintergrund noch lautstark verrät) und sticht ihn ab. Danach folgt die wohl lachhafteste Heul-Kreisch-Nummer die die Filmwelt je gesehen hat. Ich glaube, 99% aller Schauspieler würden trotz bestem Willen und ausreichend Zeit nicht so unglaubwürdig schauspielern können. Gefolgt wird diese "emotionale" Szene von der Tatsache, dass sie ihren Freund einfach zurück lässt, nachdem sie bis dato keine Möglichkeit ungenutzt liess, um mit ihrem lautstarken Stimmorgan ihrer Sorge um ihn Luft zu machen und dabei alle in gefahr zu bringen.

So geht das immer weiter. Waffen liegen zu Hauf rum, mit denen man natürlich sofort zurecht kommt (die lächerlichste Szene mit einem Pfeil und Bogen, bei dem sie auf unrealistischer Entfernung mit völlig schwachsinniger Bogenhaltung direkt ins Herz des Mörders trifft). Man kommt sich vor wie bei "Unreal Tournament" oder "Quake 3 Arena", bei all der Waffenvielfalt.

Alles in allem kann ich bei diesem Film nur einen Nutzen sehen: Die DVD liesse sich gut als Wanddeko verwenden. Der Film ist so schlecht, dass man nicht mal drüber lachen kann sondern sich nur fragt, warum solche Zumutungen im Jahre 2008 noch ihren Weg in die Geschäfte auf einem DVD-Medium finden, der mit 80 Cent haushoch wertvoller ist, als sein Inhalt.

db

Es ist eine Sache, einen Film zu drehen, den es schon hundert mal gibt, doch es ist eine ganz andere Sache, dies so völlig überraschungslos und einfallslos zu tun, wie bei Rovdyr. Von Anfang an folgt er dem Schema F und weicht über die ganze Dauer keinen Millimeter davon ab und bemüht sich nicht einmal den Peiniger ein Motiv zu geben oder diese ansatzweise zu beleuchten. Wenigstens gibt es ein paar äusserst saftige Splatterszenen, doch das sind die letzten Pluspunkte, denn die Schauspieler sind absolut grottig und schon nach wenigen Minuten absolut egal.

yle

Filmkritik: Horror 101

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