The Meerkats (2008)

The Meerkats (2008)

Wächter der Wüste
  1. 83 Minuten

DVD-Review: Jöö, wie herzig!

Ja guckt mal!
Ja guckt mal!

In der Wüste Südafrikas, der Kalahari, lebt eine Vielzahl von Tieren. Giraffen schauen sich die Welt aus grossen Höhen an, die Löwen liegen in der Mittagssonne auf der faulen Haut und Adler fliegen in schwindelerregender Höhe und sind trotzdem immer auf der Suche nach Nahrung. Mitten in dieser heissen Einöde lebt auch eine Familie von Erdmännchen. Die haben gerade Nachwuchs gekriegt, und wie meistens ist eins der Jungen ein bisschen frecher und mutiger als der Rest. Sein Name ist "Kolo".

Eine unbeschwerte Jugend hat der Kleine nicht, denn wann immer er am Rumtollen ist, läuft er Gefahr, für ein grössers Tier als Mittagessen zu enden. Zwischen brennender Sonne und knapper Nahrung muss Kolo tagtäglich um sein Überleben kämpfen. Anfänglich in behüteter Obhut seiner Mutter, wird der kleine Herzige bald lernen, wie es ist, selber für sich zu sorgen und sogar Chef eines Clans zu werden.

Das tödliche Ballett
Das tödliche Ballett

So erleben wir den neugierigen Kolo beim Jagen eines Käfers, bei Begegnungen mit schnappenden Schildkröten oder dem gefährlichen Alltag, in dem auch Kampfadler und Skorpione ihr Unwesen treiben. Und als dann auch noch das Schicksal unbarmherzig zuschlägt, muss er beweisen, dass er trotz allem schon bereit für die harte Realität und den Kampf ums nackte Überleben ist. Vor allem, wenn die gefährlichste Kobra des Landes auf dem Baum liegt und geduldig wartet, bis eines der Erdmännchen einen verhängnisvollen Fehler macht.

Inzwischen gibt es immer öfter tolle Tier- und Naturdokumentationen (meist von BBC), die uns eine Welt zeigen, die wir längst nicht mehr kennen, und uns somit regelmässig zum Staunen bringen. So auch dieser Film über die extrem herzigen und niedlichen Meerkats. Die sind nicht erst seit "Timon" aus The Lion King beliebt, zeigen hier aber auf interessante und lehrreiche Weise, wie sie in der Öde der Wüste zu Recht kommen.

In der deutschen Version, gesprochen von Rufus Beck (im englischen Original gibt sich Altmeister Paul Newman die Ehre), wird uns diese kecke Spezies vorgestellt, wir gucken den Tieren in den Bau, begleiten sie bei ihren Kämpfen, und der sehr sympathische Kommentar erzählt dazu die schöne Geschichte von Kolo. Untermalt wird das Ganze von passender, afrikanisch angehauchter Musik und tollen, atemberaubenden Aufnahmen der Wüste sowie natürlich der verschiedensten Viecher.

Regisseur James Honeyborne schafft es, mit der schönen Geschichte und der immer wieder aufkeimenden Spannung und Dramatik dieser Dokumentation einen guten Unterhaltungswert zu verleihen, auch wenn natürlich die Erdmännchen an sich schon recht witzig sind. Der "Jöö-Effekt" ist garantiert.

Fazit: Meerkats gibt's auch in unseren zoologischen Gärten, und man verweilt auch dort gerne für ein paar Minuten. Hier werden sie in einer tollen Geschichte näher betrachtet und wir kriegen einen Einblick in die zwar schöne, aber halt doch recht brutale Welt der Tiere in den heissen Wüsten Afrikas. Drum sei gesagt, dass dieser Film für Fans solcher Dokus ein sicherer Wert ist, während die kleineren Zuschauer schon die eine oder andere Erklärung benötigen.

Die DVD überzeugt mit hervorragendem Bild und Ton, die den Zuschauer nah ans Geschehen bringen und dabei eine tolle Qualität liefern. In den Bonusfeatures kriegen wir zudem interessante Interviews mit den Machern des Films geboten, die auf die anstrengenden, aber schönen, Dreharbeiten hinweisen. Wir kriegen sogar einen Bericht geboten, der die Filmer bei der Arbeit zeigt. Die "Geräusche der Wüste" laden zum Mitraten ein, und der Trailer des Films schliesst das gute Angebot an Bonusmaterial ab.

/ muri

Kommentare Total: 2

daw

Herziger aber kurzweiliger Film der viele Geschichten dieser niedlichen Tiere aufzeigt, aber irgendwie keine wirklich fertig macht. Die vielen Schnitte scheinen nicht optimal und trügen ein bisschen das Gesamtbild der farbenfrohen Welt. Die Blu-ray hinterlässt optisch aber einen tollen Eindruck, wenn auch nicht immer ganz scharf. Der unkomprimierte Ton kommt vor allem bei den Blitzgewittern zur Geltung, sonst ist der Sound meist recht frontlastig.

Für einen netten Dokuabend sicher geeignet. Aber einmal gesehen reicht allemal.

muri

DVD-Review: Jöö, wie herzig!

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