The Forbidden Kingdom (2008)

The Forbidden Kingdom (2008)

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  3. 104 Minuten

DVD-Review: Prügeln in alten Zeiten

Breakdance mal anders
Breakdance mal anders

Jason (Michael Angarano) ist angefressen von alten Martial-Arts-Filmen und holt sich seine wöchentliche Ration an Videos und DVDs bei einem alten Chinesen. Eines Tages erblickt der Jüngling dort einen goldenen Stab, dessen Geschichte ihn fasziniert. Dieser Stab gehörte einst dem berühmten und legendären "Monkey King", der sich gegen die Armee eines bösen Generals zur Wehr setzte und unbezwingbar war. Durch einen Trick wurde ihm sein Stab entzogen, und seither steht der Krieger in versteinerter Form in einer versteckten Stadt.

Jetzt nur noch drücken!
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Als Jason von einem Schlägertrupp gezwungen wird, in eben dieses Geschäft einzubrechen, kriegt er diesen Stab zu fassen und findet sich kurze Zeit später in einer längst vergangenen Zeit wieder. Und das erst noch mitten in China! Die Kommunikation mit den dort lebenden Menschen scheint unmöglich, und als eine Kriegstruppe über das Dörfchen einfällt, erblickt Jason einen einzelnen Reiter, der scheinbar betrunken auf einem Esel reitet. Doch dieser Mann setzt die halbe Soldatentruppe mit Kung-Fu ausser Gefecht und stellt sich als Lu Yan (Jackie Chan) vor. Seines Zeichens "Unsterblicher".

Drunken Monkey
Drunken Monkey

Jason wird in die Geschichte um den Affenkönig eingeweiht und fasst nun die Aufgabe, den goldenen Stab in die geheimnisvolle Stadt zu bringen und dort den legendären Krieger zu befreien. Auf dem Weg dorthin stösst ein stiller Mönch (Jet Li) zur Gruppe, zu der auch eine geheimnisvolle Schöne (Liu Yifei) gehört. Um seinen Task zu vollbringen, muss Jason in Kung-Fu unterrichtet werden. Das übernehmen Lu Yan und der Mönch zu gleichen Teilen, auch wenn sie sich über die Art des Unterrichts nicht immer einig sind.

Der Zeitreisende muss seine theoretische Kampfkunst (DVDs und Videos sei Dank) nun in praktischen Übungen trainieren, denn der böse General (Collin Chou) hat seine Kopfgeldjäger bereits ausgesandt, diesen jungen und scheinbar gefährlichen Reisenden auszuschalten.

Wenn die beiden Kampfhelden Jet Li und Jackie Chan zum ersten Mal gemeinsame Sache machen, darf man als Zuschauer damit rechnen, dass viel geprügelt wird, die Story diejenige eines Abenteuers ist, und wenn man Glück hat, gibt es auch was zu lachen. Und genau das bietet nun The Forbidden Kingdom. Nicht mehr, aber auch bestimmt nicht weniger.

Die Geschichte des Films geht zügig voran, und schon bald befinden wir uns im alten China, wo unser amerikanischer Held erst mal nicht weiss, was ihm passiert ist. Glücklicherweise taucht Jackie Chan auf und erklärt uns allen, was es denn mit dem geheimnisvollen Stab auf sich hat und was für eine Aufgabe unseren Amerikaner nun erwartet. Damit er die nicht ganz alleine bestreiten muss (und weil Chan ja immer was zum Prügeln braucht) geht's als Grüppchen auf die Reise, zu dem sich dann auch noch Jet Li gesellt. Nun haben die bösen Buben eh keine Chance mehr, verkaufen ihre Haut aber so teuer und unterhaltsam wie möglich.

Nein, The Forbidden Kingdom hat nicht den Anspruch, besonders originell oder gar tiefschürfend zu sein. Es ist ein witziger Actionfilm geworden, der vor allem von der Tatsache lebt, dass die beiden Hauptfiguren sich gegenseitig hochnehmen, windelweich prügeln oder halt einfach zusammen auf dem Bildschirm zu sehen sind. Da kann der US-Boy Michael Angarano noch so versuchen mitzuhalten, er fällt, wie auch der grosse Teil des restlichen Casts, ziemlich ab.

Fazit: The Forbidden Kingdom macht meistens Spass, bringt schön choreographierte Kampfszenen und einen eher mühsamen "Affenkönig". Trotzdem, der Unterhaltungsfaktor ist angenehm hoch, und wer Jackie Chan eh cool findet, der dürfte diesen Film sowieso bald im heimischen Regal haben.

The Forbidden Kingdom kommt als Doppel-DVD-Edition in den Handel und hat neben der tollen Bild- und Tonqualität des Filmes eine Fülle an Extras zu bieten. Die sind zwar mehrheitlich etwas kurz geraten, machen aber gute Laune beim Angucken. Sei es der Blick nach China zu den Drehorten oder auch das Feature über Li/Chan. Interessant, aber werbetechnisch natürlich nicht ganz ungewollt. Auch die Patzer vom Dreh und die Story über den Affenkönig dürfen sich sehen lassen. Leider sind die Berichte wie erwähnt relativ kurz gehalten und variieren zwischen sechs und elf Minuten.

/ tam

Kommentare Total: 4

farossi

prächtige bilder, toll choreographierte fights, stimmiger score - hat mir gut gefallen! abzüge gibt's für ein paar hänger, unpassendes pathos-geschwurbel und schon fast 1:1 abgekupferte szenen (lotr und narnia lassen grüssen...).

[Editiert von farossi am 2010-08-20 23:28:58]

tam

Filmkritik: Prügeln in alten Zeiten

Jugulator

Tut mir leid, da kann ich leider nicht ganz einverstanden sein. Dieser Film (kommt der jetzt etwa noch ins Kino ???) hab ich auf DVD gesehen und fand ihn eigentlich ziemlich schwach und zum Teil auch etwas langweilig. Von den beiden Leinwandlegenden hätte man einen momentaleren Film gewünscht mit 1A Kampszenen. Jedenfalls mehr als dieser moderate Klamauk. Die Fight Szenen hat man in vielen anderen Filmen tausend Mal besser gesehen. Das Zielpublikum hier sind eindeutig amerkanische Teenager.

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