Far Cry (2008)

Far Cry (2008)

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  3. 95 Minuten

DVD-Review: Die Insel, wo die wilden Kerle sind

Du, ich frage mich auch, was ich hier mache.
Du, ich frage mich auch, was ich hier mache.

Jack Carver (Til Schweiger) hat seine mysteriöse Vergangenheit hinter sich gelassen und sich aus der Zivilisation zurückgezogen. Er will einfach nur noch Ruhe haben und schlägt sich als Bootskapitän mehr schlecht als recht durchs Leben, in dem er seine Dienste Touristen anbietet. Diese träge Ruhe aus Bier, Boot und zwischendurch etwas Arbeiten nimmt jedoch ein jähes Ende, als die ehrgeizige Journalistin Valerie Cardinal (Emmanuelle Vaugier) sein Boot chartert und sich zu einer der vielen Inseln fahren lässt. Diese Insel ist nämlich verbotenes Territorium und streng von Soldaten bewacht. Valerie lässt aber nicht locker und besticht Jack schliesslich mit einer grossen Summe.

General Hammond, hat das SGC sie gehen lassen?
General Hammond, hat das SGC sie gehen lassen?

Was jedoch als routinierte Ausfahrt begonnen hat, gerät sehr schnell ausser Kontrolle, als Valerie bereits am Strand von Soldaten abgefangen wird und Jacks Boot durch eine Lenkrakete zerstört wird. Jetzt bleibt Jack nichts anderes übrig, als ans Ufer zu schwimmen und den Kampf gegen die Soldaten aufzunehmen, die Valerie entführen wollen. Schon bald wird aber deutlich, dass noch viel schlimmere Gefahren lauern als Soldaten, denn auf der idyllischen Insel züchtet ein wahnsinniger Wissenschaftler (Udo Kier) tödliche Übersoldaten, die nur darauf warten, jedes Lebewesen zu ermorden...

Im Jahre 2004 kam ein Ego-Shooter mit dem Titel Far Cry auf den Markt, von dem seither nicht nur über drei Millionen Kopien verkauft wurden, es gab dazu auch mehrere Sequels und ebenfalls die hier getestete Kinoadaption. Far Cry wurde vom deutschen Regisseur Uwe Boll (Bloodrayne, Postal) realisiert, der sich schon sehr früh die Filmrechte gesichert hat und jetzt endlich das fertige Resultat abliefert. Wie bei seinen vorherigen Produktionen bietet Boll mit Til Schweiger, Udo Kier, Emmanuelle Vaugier, Natalia Avelon und Ralf Moeller einen durchaus respektablen Cast, doch wie schon zuvor reicht es nicht, um den Film zu retten.

Wer Far Cry gespielt hat, der weiss, dass sich das Game vor allem durch die reissende Story, die idyllische Inselatmosphäre und später durch den brutalen Kampf gegen die hässlichen Monster auszeichnete. Ein Spion innerhalb der Laboratorien sowie die Rettung von Val waren noch ein zusätzlichen Faktor in der sowieso schon spannenden Handlung. Also ein gelungenes Gesamtpaket. Hat es Uwe Boll geschafft, wenigstens annähernd der Vorlage gerecht zu werden? Nein. Selbst wenn die von ihm gebotene Rahmenhandlung an einigen Stellen mit der Vorlage übereinstimmt, liefert er lediglich einen Film ab, der kaum einem Low-Budget-Action-Film aus den 80er Jahre gerrecht wird. So zeigt Far Cry in den ersten Minuten zwar durchaus noch Potential und kann mit brutaler Action und ordentlicher Kameraführung überraschen, wird dann aber sehr bald ein planloses Stück Ballerkino.

So werden, sobald sie auf der Insel sind, anstatt packenden Rettungsaktionen oder brutalen Kämpfen gegen alptraumhafte Monster lediglich chaotische Ballerszenen mit einer aufgesetzten Lovestory und gesuchten Verfolgungsjagden geboten. Dazwischen gibt es massenhaft unterirdische Dialoge und eine Handlung, die immer mehr an einen müden Abklatsch von Universal Soldier und Soldier erinnert. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommt mit "The Food Guy" - alias Chris Coppola - eine penetrante Nervensäge hinzu, und nach einem äusserst unspektakulären Finale wird der Film auch schon abgewürgt. Äusserst enttäuschend, wie wenig aus der guten Vorlage gemacht wurde. Da kann selbst Udo Kier als Klischeedoktor, Schweiger als kämpferischer Bootskapitän oder Vaugier als Eye-Candy nicht darüber hinwegtäuschen.

Fazit: Far Cry nutzt zwar einige Storyeckpunkte der Vorlage, hat aber ansonsten kaum etwas mit dem Game zu tun. Boll hat ein weiteres Mal einen grossartigen Titel zu einem fragwürdigen Film verwurstet, der zwar handwerklich ordentlich gemacht ist, aber ansonsten bei allen anderen Punkten auf Grund geht und die Fans des Games mehr als enttäuschen wird.

Die DVD bietet den Film in einer längeren Fassung als die Kinoversion und in einer ganz guten Qualität. Das Bonusmaterial setzt sich aus einem Audiokommentar und mehreren Dokumentationen zusammen, die einen guten Blick hinter die Kulissen bieten. Das hässliche FSK-Logo kann man zudem mit dem Wende-Cover verstecken.

/ db

Kommentare Total: 5

Ghost_Dog

Zitat muri (2009-04-29 19:46:34)

Schwacher Film, tumbe Darsteller (Udo Kier, Ralf Möller) und ein Til Schweiger der sich in schlechtem Englisch mit einem Essenslieferanten rumschlagen muss, bevors an die Mutanten geht.

Echt zu blöd, auch wenn die Action nicht schlecht ist. Aber Story und Umsetzung sind peinlich.

stimmt genau, das ganze taugt ned viel, die dialoge sind hölzern, zudem nervt der unlustige sidekick gewaltig. aber es hat n paar gute action szenen, die imo nett inszeniert worden sind, zudem wenigstens noch n brauchbares eye-candy in form der guten miss vaugier (Mia aus 2 1/2 Men 😊).

die lovestory war irgendwie ned der brenner, die chemie zwischen den beiden hat ned wirklich gestimmt, fand ich. zudem sollten möller und schweiger maln vocal coach aufsuchen, wennse englisch sprechen sollen...

o0chFIREFIGHTERch0o

Einfach Scheisse. Far Cry ist ein geiles Game, dann muss man auch einen geilen Film machen !!!

Aber dieser hier, war enttäuschend 😠

Frank sallerie

Höhöhöhöhöhö ich liebe filme die sich am laufendem Meter selbst wiedersprechen und dabei dermassen auf Wichtig machen und doch absolut peinliches D Movie Niveau haben.

Spoiler zum Lesen Text markieren

Alleine Schon die Nummer bei dem Mutanten.?Oh ja seine Haut ist schier Undurchdrinlich? ...Joah geile Sache das die Schwache Wurst von Laborassi dann mit ner Spritze OHNE Nadel und nem durchsichtigem Gartenschlauch am anderen ende durch den man sehen konnte das gar nix gespritzt wurde Komischerweise durch die Haut des Mutanten kam den man eben noch beschossen hatte ohne ne Delle zu hinterlassen.

Das einzige was ich mir beim anschauen des Filmes immer wieder als Frage stellte war folgendes als ich mir diese tollen Superkrieger angesehen hatte. ?Kommt gleich noch Boris Karloff um die Ecke??

Leute spart euch die Kohle für den Film damit schont ihr eure Nerven so wie euren Geldbeutel.
Der Film ist Beleidigend mies und Lächerlich wie man es von einem Boll Film kaum anders gewohnt ist. Damit topt er sogar noch Alone in the Dark um Längen was Schundwerke betrifft.

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Teaser Deutsch, 01:02