The Chronicles of Narnia: Prince Caspian (2008)

The Chronicles of Narnia: Prince Caspian (2008)

Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia
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  3. 150 Minuten

DVD-Review: Es rappelt im Märchenland

Mister Schweiz?
Mister Schweiz?

Es ist nun schon ein Jahr her, seit die vier Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) aus der wunderbaren Welt von Narnia wieder als Kinder in die reale Welt von England während des zweiten Weltkrieges zurückgekehrt sind. Noch immer haben sie Mühe, sich in dieser realen Welt zurechtzufinden und fragen sich, ob sie je wieder nach Narnia zurückkehren werden. Vollkommen unerwartet öffnet sich eines Tages das Tor zur Märchenwelt in einer Londoner Underground-Station. Und bevor sie es sich recht versehen, befinden sie sich an einem Strand in Narnia und können sich nicht genug über die Rückkehr freuen.

"Ich bin KEIN Gartenzwerg, klar?"
"Ich bin KEIN Gartenzwerg, klar?"

Doch in Narnia sind 1300 Jahre vergangen, seit die vier Kinder das Land regiert haben. Die Telmarer, angeführt vom Tyrannen Miraz (Sergio Castellitto), haben die Narnianer aus ihrem Land vertrieben und glauben sie nun ausgerottet zu haben. Prinz Caspian (Ben Barnes), auch ein Telmarer, vom eigenen Staat verfolgt, flüchtet in die Tiefen des Waldes, wo er auf Trumpkin (Peter Dinklage) trifft, einen der totglaubten Narnianer, die sich über Jahrzehnte im Wald versteckt gehalten haben. Prinz Caspian kann die heruntergekommenen Narnianer davon überzeugen, unter seiner Führung gegen die Telmarer zu kämpfen, um ihn auf den Thron zu bringen und somit ihre Freiheit zurück zu gewinnen.

Als schliesslich auch die vier Pevensie-Geschwister die Narnianer finden und Peter sich immer noch als deren König betrachtet, entstehen sofort Konflikte zwischen ihm und Caspian - welche bitter gebüsst werden müssen ...

2005 machten sich ein paar Geschwister in The Chronicles of Narnia auf den Weg durch einen Wandscharnk in eine fantastische Welt voller Zwerge, sprechenden Biber und gefährlichen Eisköniginnen. Die erste Gefahr wurde damals abgewehrt und nun folgt die nächste Reise ins Märchenland. The Chronicles of Narnia: Prince Caspian schaffte Einnahmen von fast 150 Millionen Dollar, blieb aber deutlich hinter dem Erstling zurück.

Wir begleiten also die vier Pevensies bei ihrem nächsten Ausflug nach Narnia und stellen fest, dass sich einiges verändert hat. Immerhin sind ja auch schon über 1000 Jahre dort vergangen, während in der normalen Welt gerade mal ein Jahr vorüberzog. Bald schon sind wir mitten in der Geschichte um einen schönen Prinz mit langem Haar, der sich vor seinem bösen Onkel verstecken muss und die ganze Märchenwelt mobilisiert. Darunter auch sprechende Mäuse mit Degen und andere Freaks.

Nein, The Chronicles of Narnia: Prince Caspian schafft es ebenfalls nicht, aus dem übergrossen Schatten von Mittelerde zu treten und präsentiert eine (nicht mehr so) kindgerechte Story über Freundschaft, nette Figuren, streitende Zwerge und packt das alles in wunderbare Bilder. Nur der Inhalt, der lässt halt schon ein bisschen zu wünschen übrig. Dazu kommen enttäuschend steife Darsteller, die hoffentlich in den nächsten Jahren noch ein bisschen was dazu lernen und ein bisschen mehr zeigen dürfen, als ungläubige Blicke direkt in die Kamera.

Alte Bekannte sehen wir übrigens auch wieder. Liam Neeson brüllt uns als Löwe Aslan einmal mehr die Ohren voll und auch Tilda Swinton wird als Eishexe so ziemlich verbraten. Warum man die Dame überhaupt nochmals in die Handlung einbaut, dürfte wohl nur den eingefleischsten Fans klar sein. Der Rest des Casts ist schön klar gezeichnet, so dass auch die Kleinsten die Bösen von den Guten unterscheiden können. Und Peter Dinklage (Death at a Funeral) hätte definitiv eine bessere Rolle verdient, als einen weinerlichen Zwerg zu mimen.

Fazit: The Chronicles of Narnia: Prince Caspian vermag, wie leider auch schon der erste Teil, nicht zu überzeugen und entpuppt sich als ein in die Länge gezogenes Stück Film, das seine schönen Momente hat und tolle Dekors bietet, aber inhaltlich mit zunehmender Filmdauer immer langweiliger wird. Für den nächsten Film der Serie (The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader) erhoffen wir uns ein bisschen mehr Pepp und Speed. Sonst geht Narnia, an den Kinokassen, definitiv unter.

Die DVD kommt in einer vollgepackten 2-Disc-Special-Edition daher. Auf der ersten Disc ist ein angenehm zurückhaltender Audiokommentar vorhanden, während die zweite DVD einige längere Blicke hinter die Kulissen der Produktion wirft. Die Sets werden genau erklärt, das Buch zum Film näher erläutert oder Pannen und zusätzliche Szenen geboten. Ausserdem wird die kleine Stadt in den Mittelpunkt gerückt, in der das Team gedreht hat und mit ihren Crewleuten den Ort überrannt hat. Zudem kriegen wir Einblicke in das schöne Schloss, das natürlich auch noch entsprechend aufwändig hergerichtet werden musste. Warwick Davis und Peter Dinklage kriegen eigene kurze Features, welche die beiden kleinwüchsigen Schauspieler bei der Verwandlung in ihre Zwergenrollen zeigen. Berichte über das grosse Duell und die sprechenden Tiere schliessen die Extras ab.Tolle Infos und schöne Blicke hinter diese grosse Produktion sind hier garantiert.

Technisch macht die DVD einen ebenso tollen Eindruck. Die Bildqualität ist toll gelungen, was vor allem bei den grossen Landschaftsaufnahmen sichtbar wird. Wer dann noch den entsprechenden TV zuhause hat, darf hier schon mal ins Schwärmen kommen. Auch der Ton ist in gewohnt hoher Qualität abrufbar und satte vier Sprachversionen werden geboten. Sehr schöne DVD, die einen besseren Film verdient hätte.

/ muri

Kommentare Total: 63

HomerSimpson

Zitat kaepten (2010-01-25 12:51:38)

Zu den überaus positiven Voten muss ich doch zum Ausgleich noch eine ziemlich negative einbringen:
1. Für Kinder nicht geeignet!

3. Warum ums himmelswillen muss der Prinz Kasper (sorry Caspian und dieses Volk) gebrochen Deutsch reden? Es ist einfach lächerlich und unnötig.

Och, also jetzt übertreibst du mal. Ab 10 Jahren ist der Film sehr gut zumutbar, da kenn ich 9 Jährige Mädchen die als Lieblingsfilm Zombieland haben...

Und Deutsch reden die doch überhaupt nicht...Achso, Synchronversion. 😉
Die Telmariner (oder wie sie auch immer heissen) haben Spanisch als Muttersprache. Wer die Bücher gelsen hat ist darüber aufgeklärt worden...

kaepten

Zu den überaus positiven Voten muss ich doch zum Ausgleich noch eine ziemlich negative einbringen:
1. Für Kinder nicht geeignet!
2. Das ist ja wohl extrem Brutal, wenn Mäuse rumspringen und Männern die Kehle aufschlitzen! Da spielt es keine Rolle, ob noch Blut spritzt oder nicht. Wenn zweiteres noch der Fall wäre, würde es wenigstens glaubwürdig daherkommen.
3. Warum ums himmelswillen muss der Prinz Kasper (sorry Caspian und dieses Volk) gebrochen Deutsch reden? Es ist einfach lächerlich und unnötig.
4. Die Story wiederum ist nur Kindern zuzumuten, dem wiederspricht aber die Brutalität.

Ich kann den Film also wirklich keinem weiterempfehlen, ich wüsste nicht welcher Zielgruppe.

Und das mich hier jeder versteht: Ich fand Narnia 1 fantastisch schön und die Geschichte himmlisch, deshalb waren die Erwartungen auch entsprechend. 2 kommt aber nicht an 1 heran.

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Mit dem ersten Streich der Narnia Macher konnte ich mich nicht sonderlich anfreunden. Zu kindisch, zu langweilig, zu zäh. Ich hoffte mit einem mulmigen Gefühl, dass ich mich doch noch mit der Fantasywelt Narnia's begeistern könnte. Trotzdem scheitert der Film daran. Ich fand den zweiten Teil ähnlich schwach wie der erste.

Ich hatte von den Trailers her mir erhofft, dass das ganze ein bisschen erwachsener zugeht als im extrem kindischen Vorgänger. Dies gelingt dem Streifen aber überhaupt nicht. Die Schauspieler haben meiner Meinung nach keine Fortschritte geleistet. Sie kommen hier sehr hölzern und zäh rüber. Des Weitern mangelt es an der Story. Die ganze Geschichte wird recht langweilig erzählt. Dazu schmückt man diese überlangen 2 1/2 Stunden mit sinnlosen Handlungen zusammen.

Spoiler zum Lesen Text markieren

-Was sollte der Auftritt der weissen Hexe.
-Die Taschenlampe war lächerlich.

Natürlich war nicht alles Negativ. Von der Machart her hat man sich sichtlich Mühe gegeben. Die Effekte sin in Ordnung, die Landschaftsbilder ein Genuss und die aufwändigen Kampfszenen machen Spass.

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