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Breathing Room (2008)

Breathing Room (2008)

Oder: Ooch ich will nicht spielen

Hallo, ich will ein Spiel spielen...

Hallo, ich will ein Spiel spielen...

Langsam öffnet Tonya (Ailsa Marshall) ihre Augen. Rund um sie ist es schwarz, nur unregelmässige Lichtblitze erhellen die Nacht. Erst erkennt sie überhaupt nichts, doch dann gewöhnen sich ihre Augen an die Dunkelheit. Zu ihrem grossen Entsetzen entdeckt sie mehrere Leichen mit tiefen Wunden, welche neben ihr in der dunklen Kammer aufgestapelt worden sind. Schockiert stolpert sie nach vorne und erreicht eine grell erleuchtete Lagerhalle, wo bereits elf andere Personen auf sie warten. Bevor Tonya die Situation wirklich realisiert, drückt ihr eine Frau einen Kleidersack in die Hände und schickt sie in eine Kammer. Kaum hat sie die Kleider angezogen, wird Tonya auch schon von zwei Männern in die Mangel genommen und mit Fragen bombardiert: Wie ist sie hierher gekommen, was macht und wie heisst sie? Sie kann jedoch nur die Fragen zu ihrer Person beantworten. Erst nach dem Verhör stellt sich dann heraus, dass selbst die anderen, welche sich schon länger in der Lagerhalle befinden, nicht beantworten können, wie genau sie hierher gekommen sind.

HÖ, hast du meine Kontaktlinsen gesehen?

HÖ, hast du meine Kontaktlinsen gesehen?

Diese wichtigen Fragen klärt kurz darauf ein Mann, der auf einem Monitor erscheint, welcher an der Wand befestigt ist. Jeder einzelne der insgesamt vierzehn Teilnehmer wurde sehr sorgfältig für ein Experiment ausgewählt, in dem der Gewinner das Leben geschenkt bekommt, die anderen aber sterben werden. Kaum ist dies bekannt, gehen die Emotionen hoch, denn mit dem Halsband, welches die Teilnehmer um den Hals tragen, können sie jederzeit umgebracht werden. Als wäre das nicht schon schlimm genug, geht regelmässig das Licht aus, und kaum geht es wieder an, liegt einer der Kandidaten zerfleischt am Boden. Doch wer ist der Mörder, wie kommen sie aus dem Gefängnis heraus, und wie können sie das Experiment überhaupt überleben?


DVD-Rating

Filme wie The Cube oder Saw haben bewiesen, dass man kein grosses Budget benötigt, um ein gutes Szenario abzuliefern und einen Film zu bieten, der mitreisst und packt. Leider gibt es nach so erfolgreichen Produktionen viele Kopien und Nachäffer. Filme wie Complexx, House of 9 oder eben Breathing Room sind klassische Beispiele für Kandidaten, die im Windschatten der Grossen schwimmen wollen, aber ansonsten kaum Eigenleistung bringen.

Breathing Room ist eine klare Lowbudget Produktion und kombiniert ein klassisches Experiment-Szenario mit einigen Puzzleelementen und unbekannten Schauspielern. Während The Cube das kleine Budget jedoch sehr gut kaschieren konnte, wird bei Breathing Room schon nach den ersten Minuten klar, dass hier nicht viel Geld zur Verfügung stand. Die Qualität der Bilder sowie die Kameraführung sind grottig und werden eigentlich nur noch von dem holprigen Schnitt getoppt. Dazu kommt noch der unpassende Soundtrack und da die meisten Schauspieler wegen ihrer Reissbrettfiguren und schlechten Leistungen kaum Sympathiepunkte sammeln, interessiert man sich auch nicht für ihr Schicksal.

Von der Handlung her reisst Breathing Room ebenfalls keine Bäume aus: Unbekannte wacht in dunklem Raum auf, lernt ihre anderen Kandidaten kennen, und ab da beginnt sich das übliche Rad der Verdächtigungen und der Psychospiele zu drehen. Leider macht dies den Film nicht interessanter. Auch wenn in die lineare Handlung regelmässig irgendwelche mässig interessanten Rätsel eingeflochten werden, wer sich etwas im Genre auskennt, wird kaum überrascht sein und nach recht kurzer Zeit die Auflösung selber zusammenreimen können. So dümpelt die Handlung spannungslos dahin und die Teilnehmer tun genau das, was man von ihren Figuren erwartet.

Fazit: Breathing Room kann ohne viel Schönreden als müde Saw-Kopie, mit einem Schuss Battle Royale, bezeichnet werden. Er kann sein kleines Budget in keiner Minute verbergen und über die ganze Laufzeit kaum Spannung aufbauen. Wer sich im Genre weniger auskennt, wird sich noch mit "wer ist der Täter" beschäftigen können, alle andere werden sich nur noch langweilen.

Die DVD bietet zwar ein schön gestaltetes Menu, die gelieferten Bilder sind unscharf, überbelichtet und das Bonusmaterial ist spärlich. Neben ein paar "deletet scenes" gibt es nur einen Rückblick auf das Casting und einen Audiokommentar. Kaum etwas Besonderes und nicht wirklich sehenswert.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.0

 

28.08.2008 / db

Community:

Bewertung: 1.8 (3 Bewertungen)

 

 

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