Beverly Hills Chihuahua (2008)

Beverly Hills Chihuahua (2008)

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  2. 91 Minuten

Filmkritik: Wuffito!

*Schlabber*
*Schlabber*

In Beverly Hills ist alles ein bisschen anders. Hier wird mit Geld nur so um sich geworfen, die Shoppingtouren sind ausgiebiger und die Hündchen kleiner. Eins davon, eine kleine Chihuahua-Dame namens Chloe (Stimme von Drew Barrymore) lebt bei Tante Vivian (Jamie Lee Curtis) und wird nach Strich und Faden verwöhnt. Das Viech kriegt Coiffeurtermine, Massagen, teure Klunker und hat einen eigenen Sonnenstuhl. So lässts sich leben, oder?

Als Vivian aber kurzfristig das Land verlassen muss, wird das Hündchen in die Obhut von Rachel (Piper Perabo) gegeben, die natürlich schon bald mal überfordert ist. Als sie dann auch noch nach Mexico an eine Party reist und Chloe verliert, ist das Chaos perfekt. Denn der kleine Kläffer kennt bloss Designerboutiquen und First-Class-Hotels, aber nicht das Leben auf der Strasse. Und in Mexico gibts zudem noch einige zusätzliche, finstere Gesellen auf der Strasse, die das verwöhnte Hündchen nun ins Visier nehmen.

Der Hunde-Spa
Der Hunde-Spa

Mit dem Schäferhund Delgado (Stimme von Andy Garcia) freundet sich Chloe zwar an, aber auch er kann sie nicht in jeder Situation beschützen. Zumal der böse "El Diablo" (Stimme von Edward James Olmos) persönlich Ausschau nach dem Chihuahua hält. Und da wäre noch Rachel, die mit dem Gärtner Sam (Manolo Cardona) und dessen Hund Papi (Stimme von George Lopez) auf der Suche nach ihrem Hündchen ist. Denn die Reaktion von Tante Vivian wird furios sein, wenn sie herausfindet, dass ihr grösstes Schätzchen alleine in den Strassen von Mexico rumläuft.

Überraschendes kam Anfang Oktober 2008 an den amerikanischen Kinokassen ans Tageslicht. Eine wilde Hundemeute stürmte die US-Kinocharts und setzte sich an der ersten Position fest, spielte über 80 Millionen Dollar ein und irgendwie weiss niemand, warum dem so ist. Denn schon der Trailer zu Beverly Hills Chihuahua machte klar, dass sprechende Hunde nicht jedermanns Sache sind. Und wenn sie dann noch in eine klischeehafte Story eingebettet sind, darf man sich gerne mal fragen, was das Ganze überhaupt soll.

Die Geschichte des armen, reichen, Hündchens, dass sich in der "normalen" Welt verläuft und auf die Hilfe von Strassenkötern angewiesen ist, kennen wir bereits aus diversen Filmen, wovon eindeutige Parallelen vor allem auf den Disneyklassiker The Lady and the Tramp nicht von der Hand zu weisen sind. Das heisst aber auch, dass die einfache Story perfekt auf die Zielgruppe passt, die da kaum älter als 12 Jahre sein dürfte.

So schön es ist, Jamie Lee Curtis mal wieder auf der grossen Leinwand zu sehen, so albern gibt sie sich in ihrer Rolle als Hundeliebhaberin. Ihr Telefongespräch (oder -Gebell?) mit Piper Perabo ist schon sehr tragisch für eine Schauspielerin ihres Kalibers. Auch dass sich die, bereits in der ersten Szene offensichtliche, Lovestory dann auch bald mal in die richtige Richtung entwickelt, nimmt dem Film jegliche Spannung.

Es ist also an den vielen bekannten Hundesprechern und deren Sprüchen, die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Und während Drew Barrymore dabei recht enttäuscht, kann Andy Garcia als Schäferhund punkten. Allerdings hat auch er gegen die Plappermäuler von George Lopez und Cheech Marin (der spricht eine Ratte, die mit einem Leguan auf Räubertour geht....) auch keine richtige Chance. Gerade deshalb lohnt sich hier definitiv ein Besuch in der Originalfassung des Films. Die Akzente sind cool und die Sprüche sitzen. Das kann in der deutschen Synchro ja nur in die Hosen gehen...

Fazit: Beverly Hills Chihuahua ist natürlich absoluter Chabis, wenn man den Film aufgrund der Story, der Animationen und der Figuren bewerten muss. Allerdings schafft es das Teil durch die Qualität der Hundesprecher, deren Sprüche und die schönen Sonnenbilder aus Beverly Hills wenigstens teilweise gut zu unterhalten.

/ muri