The Dark Knight (2008)

The Dark Knight (2008)

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  3. 152 Minuten

Filmkritik: Why so serious?

Ja, kommt der Typ denn bald?
Ja, kommt der Typ denn bald? © 2008 Warner Bros. Ent. / TM & © DC Comics

Bruce Wayne (Christian Bale) sorgt noch immer als "Batman" in den Strassen von Gotham City für Ordnung, bekommt aber inzwischen Unterstützung in Person von Polizeichef Jim Gordon (Gary Oldman) und dem neuen "weissen Ritter" der Stadt, dem Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhardt). Der macht sich dann auch einen Namen, indem er Mitglieder der Mafia der Stadt ans Messer liefert und vor Gericht seine Stärken ausspielen kann.

Da die Mafia ihren Einfluss schwinden sieht, greift sie zu einem Mittel, dessen Auswirkung sie total unterschätzt: Sie engagiert einen wilden, chaotischen und scheinbar durchgeknallen Kerl namens "Joker" (Heath Ledger), der ihr den Staatsanwalt und den Flattermann sowie die Cops aus dem Weg räumen soll. Und der weiss bemalte Mann mit den Narben im Gesicht macht sich an die Arbeit, indem er die Anarchie einläutet und die "guten" Jungs vor praktisch unlösbare Probleme stellt.

Ich und verrückt? Dass ich nicht lache...
Ich und verrückt? Dass ich nicht lache... © 2008 Warner Bros. Ent. / TM & © DC Comics

Ausserdem klappt die Zusammenarbeit zwischen Batman und Dent nur bedingt, da sich Ersterer in Person von Bruce Wayne weiterhin für Rachel Dewes (Maggie Gyllenhaal) interessiert, die nun aber mit dem Staatsanwalt liiert ist. Dieser wiederum traut dem Flattermann nicht über den Weg und sieht sich zusammen mit dem Polizeichef dem Problem der gekauften Polizisten gegenüber.

Und während der Joker seinen Plan des absoluten Chaos in die Tat umsetzt, wahllos Leute umbringt und sich zum heimlichen Herrscher der Stadt empor arbeitet, muss Batman einmal mehr alle seine Fähigkeiten und technischen Hilfsmittel aktivieren, um auch nur die geringste Chance gegen diesen verrückten Clown und dessen Aktionen zu haben.

Nachdem Christopher Nolan 2005 mit Batman begins einen Neustart der Abenteuer um den DC-Superhelden gewagt hat und dieser immens erfolgreich wurde, wartete nun die Welt auf den nächsten Streich. Bereits in Batman begins wurde zu Ende ja angedeutet, dass der "Joker" seine Hände im neuen Film im Spiel haben würde. In der Person des leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger (Brokeback Mountain) macht dann auch dieser wahnsinnige und irre Superbösewicht in The Dark Knight seine Aufwartung. Und zeigt dem Helden "Batman" auch gleich, wo der Hammer hängt.

Bereits in den ersten Minuten werden wir Zeuge, was für ein Kerl dieser "Joker" überhaupt ist. Er kümmert sich einen Dreck um Pläne, Komplizen oder Erfolge. Er sucht das Chaos, lebt die Anarchie. Er ist wie ein Hund, der einem Auto nachrennt. Er muss es einfach tun. Keine Ahnung, was er macht, wenn er das Auto eingeholt hat, aber bis dahin ists ein Heidenspass. So erklärt es immerhin der geschminkte Bösewicht seinen Widersachern, bevor er zum nächsten Schlag ausholt.

Christian Bale hat in The Dark Knight alle Hände voll zu tun, kämpft an diversen Fronten und liefert sich mit dem wirklich genial aufspielenden Heath Ledger ein Duell für die Ewigkeit. Was Jack Nicholson für den ersten Batman-Film war, ist der Australier für The Dark Knight. Und der Held ist eh nur so gut, wie es der Bösewicht erlaubt. Hier treffen zwei Schwergewichte aufeinander, und der Ausgang dieses Duells ist lange unklar.

Im Schatten dieser Konfrontation, über die inzwischen die ganze (Film-)Welt spricht, entpuppt sich Aaron Eckhardt als Harvey Dent als weiterer Glücksfall. Sein langsamer Zerfall bis hin zur bekannten Transformation in "Two-Face" ist optimal aufgebaut und wird vom Schauspieler aus Thank you for Smoking hervorragend dargestellt. Sein Spiel mit Gary Oldman, der als Polizeichef Gordon überraschend viel Screentime erhält, überzeugt auf der ganzen Linie.

Michael Caine als Butler Alfred hat die besten One-Liner, Maggie Gyllenhaal ist Eye-Candy, der "Tumbler" (das Batmobil) hat schöne Auftritte und die Spezialeffekte sind grandios. Ausserdem ist der Film bis in die kleinen Nebenrollen sehr gut besetzt, so dass beispielsweise Fans von Prison Break darauf achten sollten, pünktlich zum Filmbeginn in ihren Sesseln zu sitzen.

Fazit: The Dark Knight ist mit 150 Minuten ein bisschen lang geraten, hat aber praktisch keine Schwächen. Der "Joker" ist genial, der dunkle Ritter nah am Abgrund und sogar die "Scarecrow" darf nochmals ihr Gesicht in die Kamera halten. Wenn Batman begins eine tolle Comicverfilmung war, dann setzt The Dark Knight dem Ganzen noch eine Schippe obendrauf. Nicht umsonst wird der Film bereits als Godfather 2 der Comicverfilmungen gehandelt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 118

daw

Zitat farossi (2009-12-14 12:50:25)

yep, eine klasse-bd! wobei ich zu der kategorie gehöre, die sich an der bildformatumschaltung stören... 😕

Ja, ich hatte zuerst auch meine Zweifel. Aber wirklich aufgefallen ist es mir dann nicht. Meist wechselt es von dunklen Szenen gleich zu Vollbild, so fällt's (meiner Meinung nach) nicht ganz auf... 😉

farossi

yep, eine klasse-bd! wobei ich zu der kategorie gehöre, die sich an der bildformatumschaltung stören... 😕

daw

Hab das Teil gestern auf Blu-ray geguckt. So macht's natürlich gleich noch mehr Spass: Das Bild ist einfach nur geil. Eine klare Referenz! Die IMAX-Sequenzen sind 1A. Und auch der Ton kommt in Dolby TrueHD richtig geil rüber. Da investiert man gerne 2.5h für einen so hervorragenden Film! Wird schwierig diesen Streifen zu toppen...

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