Urban Justice (2007)

Urban Justice (2007)

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  2. 96 Minuten

Filmkritik: Besuche Los Angeles! Es lohnt sich!

Hallo Hollywood?
Hallo Hollywood? © SONY PICTURES ENTERTAINMENT DEUTSCHLAND GMBH

Simon Ballister (Steven Seagal) ist ein schweigsamer, aber kampftechnisch höchst ausbebildeter Mann, den man nicht als Feind haben möchte. Nun muss er nach Los Angeles reisen, um seinen Sohn Max (Cory Hart) zu begraben, der auf offener Strasse erschossen wurde. Ballisters Nachforschungen in diesem Fall lassen ihn bald mitten in den Gang-Krieg der Stadt auftreten. Zwei rivalisierende Gruppen können sich auf den Tod nicht ausstehen und beanspruchen ihren Besitz mit Knarren und Messern. Nachdem Ballister erstmal ein paar Schläger kleingemacht hat, macht er sich auf, die Hintermänner des Mordes an seinem Sohn in den obersten Führungsetagen der Gangs zu suchen.

Jagd auf Seagal!
Jagd auf Seagal! © SONY PICTURES ENTERTAINMENT DEUTSCHLAND GMBH

El Chivo (Danny Trejo mit ultrakurzem Auftritt) und Armand Tucker (Eddie Griffin) sind nun das Ziel von Ballisters Vorgehen. Während der eine aber bald schon als Auftraggeber ausfällt, geht die Reise in die andere Richtung. Inmitten der gefährlichsten Gegend des Landes muss Simon Ballister nicht nur an jeder Ecke um sein Leben fürchten, sondern er kriegt auch genübend Gelegenheit, seine überragenden Kampfkünste zu beweisen. Denn der eigentliche böse Bube ist natürlich genau dort zu suchen, wo ihn keiner vermutet.

Urban Justice hat eine einfache Story, ein paar nette Aufeinandertreffen von Gesichtern mit Steven Seagals Fäusten und ganz viel Coolness zu bieten. Der Film ist ein stetiges Cruisen durch die gefährliche Gegend, untermalt von Hip-Hop-Beats und Seagal mit Sonnenbrille. Was will der Fan denn noch mehr? Immerhin gehört Urban Justice nicht ganz zu den Nieten in Seagals CV. Aber gross erwähnen würden wir ihn dort trotzdem nicht...

Was hat der gute Steven Seagal schon für geile Filme gemacht. Hard to Kill, The Glimmer Man oder den kommerziell sogar erfolgreichen Under Siege, wobei man sich ja streiten mag, ob das nicht an Tommy Lee Jones oder Erika Eleniaks blanken Brüsten lag. Anyway, der Weg von Seagal ging nach dem kleineren Höhenflug in den Neunzigern wieder in Richtung der (damaligen) Videotheken. So reihte er zwar weiterhin Film an Film, aber so richtig grosse Dinger gab's nicht zu entdecken. Einer dieser «typischen» Seagal-Filme ist auch Urban Justice, in dem sich der Star immerhin nicht doubeln lässt und versucht, eine Rachestory in gefährlicher Umgebung an den Fan zu bringen.

Unter der Regie von Don E. Fauntleroy (er war 2008 für Anaconda 3: Offspring mit David Hasselhoff verantwortlich) wird Steven Seagal nach kurzem Einstieg in die Story sofort ins Getümmel geschickt. Inmitten von fluchenden und ausschliesslich im klischierten Ghetto-Slang parlierenden Gangstern verteilt unser Star Handkantenschläge und Fusstritte, die er gerne noch mit saucoolen One-Linern unterlegt. Dass dabei zwar jedes zweite Wort in Seagals Murmeln untergeht und man ihm den überlegenen Kämpfer nicht so recht abnimmt, ist nebensächlich. Der Kerl will ermitteln, verprügeln und den bösen Buben zeigen, dass man auch mit wenig Text und viel Technik durchs Leben kommen kann.

Neben Seagal, der selbstverständlich keine anderen Stars neben sich dulden mag, stechen vor allem zwei Namen im Cast heraus. Einmal der stets auf Bösewichte abonnierte Danny Trejo, welcher in seinen bis heute fast 400 Movie-Credits so manchen Schlingel drunter hatte und aktuell als Kultstar verehrt wird. Sein Auftritt in Urban Justice besteht aber nur daraus, Damen zu kraulen, Tequila zu saufen und bös in die Kamera zu blicken. Das ist immerhin interessanter als die Rolle, die Komiker Eddie Griffin (Norbit, Date Movie) zu spielen hat. Den Gangsterboss nimmt ihm nämlich keiner ab, und somit haben wir es hier mit verschwendetem Talent zu tun. In einem Seagal-Film ist das ja aber nichts Neues.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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