Paranormal Activity (2007)

Paranormal Activity (2007)

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  2. 86 Minuten

DVD-Review: Da helfen auch die Ghostbusters nicht...

Vor dem Schrecken
Vor dem Schrecken © Studio / Produzent

Katie (Katie Featherston) und ihr Freund Micah (Micah Sloat) haben sich endlich einen Traum erfüllt: Sie haben sich ein kleines, aber schmuckes Häuschen in einem Vorort gekauft und freuen sich nun, da ihre Familienplanung voranzutreiben. Während Katie sich von Zimmer zu Zimmer gluckert, filmt Micah jeden ihrer Schritte mit der Videokamera. Man will ja schliesslich was zu zeigen haben, wenn man älter ist.

In der Nacht allerdings findet das Pärchen nicht so richtig in den Schlaf. Seltsame Geräusche und knorrende Töne lassen die beiden immer wieder aufschrecken und kaum richtig zum Schlafen kommen. Als diese Störungen auch nach weiteren Nächten nicht stoppen, wird ein Parapsychologe herbeigezogen, der Micah in seiner Idee unterstützt, doch auch während des Schlafes die Videokamera laufen zu lassen. Mal schauen was passiert...

Bald kommt der Böhlimaa!
Bald kommt der Böhlimaa! © Studio / Produzent

Und es passiert einiges. Anfänglich sind's die zu hörenden Schritte, dann die Fussabdrücke in der Mehlfalle, und damit ist der Albtraum noch nicht zu Ende. Der Herr Doktor schwafelt was von einem Dämon, der gefälligst in Ruhe gelassen werden soll, um ihn nicht zu verärgern, und auch Katie verhält sich immer komischer. Auch als Micah ein altes, längst vergessenes Foto von ihr findet, bessert sich ihr Zustand nicht.

Was passiert in diesem schönen Häuschen? Im Schlafzimmer? Wie kann man diesen Störungen entfliehen? Das alles muss beantwortet werden, jedoch birgt diese Absicht eine tödliche Gefahr....

Filme wie Paranormal Activity sind genau die Produktionen, welche man als Reviewer sucht, denn mit seinem Erstlingswerk hat Regisseur Oren Peli nicht nur etwas Neues probiert, sondern auch ein überraschendes Resultat geliefert. Gedreht wurde der Film mit einem Budget von 15'000 Dollar, und wie schon [REC] oder Diary of the Dead, wird Paranormal Activity als gefundenes Filmmaterial verkauft, das aufbereitet und bereinigt wurde. Da zudem auf grosse Special Effects oder Gore-Orgien verzichtet wurde, gibt das dem Film auch einen sehr realistischen Touch, weshalb er auch fasziniert.

Schon rein von der Entstehung her hat Paranormal Activity eine sehr interessante Geschichte zu erzählen. Nachdem Oren Peli den Film im Jahre 2007 abgeschlossen hatte, wurde er erst auf einigen Festivals gezeigt und auch ohne Pelis Zustimmung ins Netz geladen. Trotzdem oder wohl gerade deswegen entwickelte sich ein richtiger Kult um den Film. Schliesslich erhielt Steven Spielberg eine Kopie des Filmes und machte sich bei Paramount stark, den Film in grossem Massstab in die Kinos zu bringen. Da der Film jedoch bereits längere Zeit als eine Art "Festival-Version" auf dem Markt war, wurde er nochmals in eine Kinoversion umgeschnitten. Dabei wurde der Film um etwa zehn Minuten gekürzt, die paranormalen Aktivitäten früher integriert und ein neues Ende eingefügt, was den Film um einiges kompakter macht als die deutlich trägere Festival-Version. Neben diesen beiden gibt es auch noch eine Unrated-Version, welche neben den genannten Änderungen noch ein drittes Ende bietet, wobei beide neuen Enden nicht besser als das Original sind.

Wie schon erwähnt liefert Paranormal Activity das bearbeitete Rohmaterial dessen, was Katie und ihr Freund Micah aufgenommen haben. Wobei der Film natürlich auch oft die Frage aufwirft, warum jetzt überhaupt noch gefilmt wird. Einiges am Bildmaterial ist sehr statisch, weshalb der Film auch nie die Intensität eines [REC] oder The Fourth Kind erreichen kann. Doch gerade, weil die beiden Schauspieler - ja, in dem Fall ist es sicher ein Fake - so eine überzeugende Leistung bieten, kann Paranormal Activity eine zuerst unterschwellige Spannung aufbauen, sich immer mehr steigern und, auch weil er mit sehr alltäglichen Ängsten spielt, eine sehr reale Wirkung erzielen.

Fazit: Paranormal Activity ist ein Geheimtipp für alle Gruselfans, welche experimentierfreudig sind und einmal einen etwas anderen Film sehen wollen, der selbst mit unspektakulären Mitteln eine stetig wachsende Spannung aufbauen und dank der grossartigen Leistungen der Schauspieler auch überzeugen kann. Selbst wenn er nicht ganz so intensiv ist wie ähnliche Produktionen, zeigt es aufs Neue, das es kein grosses Budget benötigt um einen innovativen und gelungenen Film zu drehen.

Die DVD liefert den Film in der Kinoversion und bietet als Bonus als Alternative das Unrated-Ende. Bildqualität lassen wie auch der Ton zu wünschen übrig, doch dies liegt nicht an der DVD, sondern am Quellmaterial. Als Bonusmaterial findet sich ausser dem bereits erwähnten alternative Ende nur ein Trailer.

/ db

Kommentare Total: 18

Victorymon

heute war mir langweilig und hab mir den Film mal angesehen...

ja, dem Film merkt man sofort seine Low Budget-Herkunft an. Und dafür sind die Schauspieler echt gut
ok, ich wusste nicht wie dieses Brett heisst, das so gerne bei Partys benutzt wird... und hab jetzt auch wieder den Namen vergessen...
auch einige Logikschlüsse sind mir nicht nachvollziehbar

aber die Enden sind Interessant. Die Computereffekte sind spärlich und echt gut gemacht.
also ich kenne nun alle 3 Enden. Das von der Web-Version ist für mich das lahmste
das alternative Ende ist brauchbar
aber bei der Kinofassung hab ich mich beinahe erschrocken, auch wenn damit zu rechnen war

einmal ansehen und dann wegpacken. definitiv kein kauftipp

db

DVD-Review: Da helfen auch die Ghostbusters nicht...

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Bis zu den letzten 15min ist das ganze doch recht eine durchschnittliche Angelegenheit. Die ewigs langen Gespräche bremsen den Film gewaltig ab. Immerhin bleibt das Geheimnis rund um den Dämon stehts spannend. Schade hätte mir da viel mehr versprochen.

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