The Orphanage - El orfanato (2007)

The Orphanage - El orfanato (2007)

Das Waisenhaus
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  2. 105 Minuten

DVD-Review: Gruselgarantie!

Wo ist das Piano, Mami?
Wo ist das Piano, Mami?

Laura (Belén Rueda) hat ihre Kindheit in einem abgelegenen Waisenhaus verbracht. Dreissig Jahre später kehrt sie zusammen mit ihrem Ehemann Carlos (Fernando Cayo) und Adoptivsohn Simón (Roger Príncep) an den mittlerweilen verlassenen Ort zurück, der mit so vielen positiven Erinnerungen verbunden ist. Sie beabsichtigt, darin ein Heim für behinderte Kinder einzurichten.

Bald schon ereignen sich aber besorgniserregende Dinge: Eine unheimliche alte Dame (Montserrat Carulla), die sich als Haushälterin ausgibt, taucht auf dem Gelände auf und scheint etwas zu suchen. Und die "unsichtbaren Freunde", mit denen der kleine Simón seit einiger Zeit spielt, scheinen mehr zu sein als einfach Hirngespinste. Eines Tages verschwindet Simón spurlos. Um ihn wieder zu finden, muss Laura eine Reise in die Vergangenheit des Waisenhauses antreten, die auch ihre eigene ist. Dabei kommt sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

The Others versprühte vor ein paar Jahren ein wohliges Geisterbahnfeeling durch die Kinosäle und mit Mirrors steht ein ähnlicher Film vor der Kino-Haustür. Dunkle Gänge, undefinierbare Töne, erschreckte Gesichter und wenns geht, noch ein bisschen mysteriöses Kinderlachen obendrein. El Orfanato sticht genau in diese Nische und schlägt sich wacker gegen die Konkurrenz aus Amerika.

Der Film, eine Gemeinschaftsproduktion aus Spanien und Mexico, hat sich einen schönen Namen auf diversen Festivals gemacht und dass Guillermo del Toro (Hellboy 2, El Laberinto del Fauno) seine Produktionsfinger im Spiel hatte, dürfte auch seinen Teil dazu beigetragen haben, dass El Orfanato inzwischen einen schönen Bekanntheitsgrad hat.

Die Geschichte fängt recht abstrus an. Bis der Zuschauer merkt, um was es überhaupt geht und wer welchen Bezug zu wem hat, dauerts eine Weile. Dann aber, sobald das Waisenhaus in den Mittelpunkt gerät, fängt die Geistershow richtig schön an. Da knarrts , die Schnitte werden schneller, die Musik spielt hervorragend mit und auch Belen Rueda fängt an, richtig intensiv zu spielen. Gegen Ende nimmt die Geschichte sogar richtig dramatische Züge an und endet mit einer Auflösung, die sich absolut sehen lassen kann.

Fazit: El Orfanato erfindet das Genre sicher nicht neu und wer sich hin und wieder mit einem solchen Geisterfilm beschäftigt, der weiss bald mal, wie der Hase läuft. Dennoch versprüht die Geschichte mitsamt ihrer Darsteller einen schön gruseligen Hauch und lässt mehr als einmal Gänsehautfeeling aufkommen. So halt, wie es in einer richtig guten Geisterbahn sein soll.

Als Bonusmaterial hat man den Filmhistoriker Mark van der Kooij engagiert, der in einem kleinen Feature über den Film, die Hintergründe und die Machart referiert. Ein Blick ists sicher wert, mehr aber auch nicht. Dazu gibts den Trailer und das wars auch schon. Die deutsche Synchro kommt auch mal wieder recht steif und dumpf daher, während der richtige Genuss halt nur im spanischen Original voll zur Geltung kommt. Deshalb auch hier die Empfehlung, sich den Originaltton anzuhören. Der kommt klar und sauber durch die Boxen und dabei lässts sich herrlich gruseln.

/ muri

Kommentare Total: 16

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El Orfanato ist ein guter Misteryfilm. Der Film zeichnet sich nicht durch rasantes Tempo oder brutalen Szenen aus, sondern mit einer dichten Atmosphäre, verspielter Story und guten Akteuren. Die Story ist spannend erzählt, jedoch zieht es sich gegen das Ende zu sehr in die Längen.

[Editiert von ()=() am 2010-05-18 18:50:02]

sj

Gibt es sonst noch jemand der vom Score begeistert ist?

sj

Das hatte ich nicht erwartet, echt stark der Film. Die ganze Zeit war ich extrem angespannt.

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Das Ende finde ich stark, kein Hokuspokus sondern bittere Realität. Ich hätte es jedoch besser gefunden wenn der Film im Keller geendet hätte als die Mutter schreiend die kleine Leiche in den Händen hielt.

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