Marmorera (2007)

Marmorera (2007)

Marmorera - ein Stausee, ein neues Dorf. Das alte Dorf liegt in den Wassermassen versunken, musste der Elektrizität weichen. In genau diesem Stausee taucht auf misteriöse Weise eine junge Frau (Eva Dewaele) mit langen, roten Haaren auf, von der man weder Herkunft, Name noch sonst etwas weiss. Redselig ist die Gefundene ebenfalls nicht. Die Namenlose wird in eine Psychiatrie in Zürich eingewiesen.

Der junge Zürcher Psychiater Simon Cavegn (Anatole Taubman) gibt ihr den Namen "Julia" entsprechend dem Namen des Bergbaches, der in den Marmorera Stausee führt. Je länger sich Simon Cavegn mit seiner Patientin befasst, desto häufiger treten unerklärliche Phänomene auf, die nur er zu sehen und hören scheint. Zudem kommen immer mehr Einwohner von Marmorera, einer nach dem anderen, auf ganz sonderbare, erschreckende Weise ums Leben. Simon zieht schon bald den Schluss, dass die "Unfälle" mit seiner Patientin Julia zusammenhängen. Je mehr er sich dem sorgfältig gehüteten Geheimnis des Dorfes am Grund des Marmorera-Stausees nähert, desto mehr entfremdet er sich von seiner Frau und seiner Umwelt...

Immer tiefer gräbt Simon in der Vergangenheit des Dorfes Marmorera und deckt so manche verdrängte Geschichte wieder auf. Doch als harmlos kann das, was dabei zum Vorschein kommt, nicht die Rede sein. Im Gegenteil: die Gefahr rückt immer näher. [nd/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
,
Produktion
2007
Kinostart
- Verleiher: Rialto
Links
IMDb, TMDb
Thema
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Trailer Schweizerdeutsch, 01:54

NIFFF 2007: Interview mit Olivier Müller

NIFFF 2007

Olivier Müller ist der Präsident des NIFFF. Zusammen mit anderen Filmfans konzipierte er 1998 den einzigartigen Schweizer Filmanlass, der seit 2005 auch von Bundesamt für Kultur unterstützt wird.

Kommentare Total: 8

ebe

So übel fand ich den Streifen gar nicht. Kein Meisterwerk - auch nicht heruntergeschraubt auf helvetische Ansprüche - aber doch eine hübsch zu einem kontemporären Mystery-Krimi verquirlte Bergsage. Der Film vermittelt eine wohlig unheimliche Stimmung, ähnlich derjenigen, die man als Kind empfand, wenn einem Opa eine Schauergeschichte aus alten Tagen erzählte. Als kleinen Bonus gibt's zudem einen Lerneffekt für all diejenigen, die noch nicht wussten, woher Zürich einen Grossteil seines Stroms bezieht.

Bezüglich der Leistung Anatole Taubmans - derzeit in der Schweiz ja Mann der Stunde - gehe ich allerdings mit der Review einig: er wirkt so hölzern wie ein Schaukelpferd und scheitert vor allem wie schon so mancher vor ihm am tückischen Schweizerdeutsch. Marc Forster dürfte ihn wohl kaum aufgrund dieses Filmes als Bond-Bösewicht gecastet haben. Als grimmig dreinblickender 007-Gegenspieler wird er aber bestimmt einen besseren Job machen. Schliesslich ist er da schon erfahren, hat er doch kürzlich schon einen Bin-Laden-ähnlichen Topterroristen gespielt.

Was die zahlreichen Gastauftritte betrifft, kann man geteilter Meinung sein, ob es z.B. einen Bündnerdeutsch sprechenden Patrick Frey wirklich braucht. Ich fand's ganz witzig, aber vielleicht wäre seine Gage doch lieber anderweitig investiert worden. Ins Drehbuch beispielsweise, das bezüglich Löchrigkeit doch noch gewisse Ähnlichkeiten mit einem Schweizer Käse aufweist.

[Editiert von ebe am 2008-01-06 12:28:26]

nwe

DVD-Review: Der Tod kommt in Wellen

WideScreen03608

War heute in dem Film und bin gespalten. Was am Anfang noch ziemlich spannend war, wird zwar mit der Zeit immer mystischer, aber die Auflösung hat mich dann doch ziemlich enttäuscht. Was zu Beginn noch geradlinig inszeniert ist, verkommt am Schluss zu einem holprigen Zickzack-Kurs, irgendwie musste das Ganze noch zu einem Schluss gebracht werden. Der ist zwar nicht ganz unlogisch, aber löst die Geschichte auch nicht zufriedenstellend auf. Und etwas habe ich dann überhaupt nicht begriffen:

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Als Simon auf der psyichiatrischen landet, weil er in Halluzination in den See gesprungen ist um den jungen Romano(?) zu retten, wird vom Anstaltsleiter erklärt (zu Paula, seiner Frau), dass er aus Gründen der weiteren Suizidgefahr nicht entlassen werden kann. Trotzdem kommt dann später einfach sein Grossvater vorbei und nimmt ihn einfach mit. Da gehts dann ohne wenn und aber. Ich meine, Paula (seine Frau) durfte ihn nicht einmal für einen Tag mit nach hause nehmen.

Ausserdem bin ich der Meinung, dass etliche Stars in diesem Film verheizt wurden. Gnädinger, Gubser, Frei hatten keine Chance zu Höchstform aufzulaufen. Jeder andere mittelmässige Darsteller hätte diese Rollen übernehmen können, das wäre sogar noch besser gewesen (wahrscheinlich auch billiger). So wird man einfach abgelenkt und man sucht förmlich, wo wohl der nächste bekannte Schauspieler versteckt ist.

Und noch was ist wirklich schade. Ich finde, dass Eva Dewaele ihre Sache so lange gut gemacht hat, bis sie angefangen hat zu sprechen. Diese Stimme passte jetzt aber überhaupt nicht zu ihrem Charakter. Da hätten die Macher doch eher mal nach Herr der Ringe geschaut, um zu hören, wie solche Wesen sprechen. Der ganze mystische Reiz war sofort weg. Und das nur wegen der dämlichen Stimme.


[Editiert von WideScreen03608 am 2007-02-26 22:51:15]

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