Freedom Writers (2007)

Freedom Writers (2007)

In den 90-er Jahren war in Amerika (und speziell in Los Angeles) die Hölle los. Rodney King erlangte traurige Berühmtheit, als der farbige Mann von Polizisten zusammengeschlagen und die Tat gefilmt wurde. Zu dieser Zeit spalteten sich die Gebiete rund um Los Angeles in Gang-Territorien. Der Hass zwischen Schwarz, Weiss, Latinos, Asiaten und anderen Gruppen wurde stärker, Gewalt und Schiessereien waren an der Tagesordnung. Zu dieser Zeit trat die junge Lehrerin Erin Gruwell (Hilary Swank) ihren Job an einer High School in Long Beach an.

Ihre Klasse setzt sich aus jungen Menschen verschiedener Herkunft zusammen. Und die hassen sich bis aufs Blut. So wird auch während des vermeintlichen Unterrichts geprügelt und die unerfahrene, aber engagierte Lehrerin muss sich bald überlegen, ob die Sache ihr nicht über den Kopf wächst. Zuhause wartet Ehemann Scott (Patrick Dempsey), der sie natürlich in ihrem Vorhaben unterstützt, jedoch selber mit seinem Leben zu hadern hat.

Als eines Tages in der Schule eine Karikatur die Runde macht, beginnt Erin vom Holocaust und der damaligen Zeit zu erzählen. Und siehe da, die Geschichtslektion macht Eindruck. Die Horde Schüler ist zum ersten Mal aufmerksam und gibt der Lehrerin die Möglichkeit, ein paar Pluspunkte zu sammeln. Doch Berufskollegin Margaret (Imelda Staunton) schafft es immer wieder, aufkommenden Optimismus der Klasse im Keim zu ersticken. Sie will nicht, dass diese Jugendlichen am "normalen" Schulunterricht teilnehmen. Sollen sie doch in ihrem Zimmer 203 bleiben. Dort stören sie niemanden.

Erin gibt nicht auf. Sie hat eine spezielle Idee. Sie verteilt Tagebücher mit der Aufgabe, dass die Schüler jeden Tag etwas reinschreiben müssen. Gedanken, Songs, Poesie, egal. Und wenn sie wollen, wird Erin die Bücher lesen. Das gibt ihr die Möglichkeit, die Lebensweise der Schüler näher kennen zu lernen. Und siehe da, nach dem ersten Tag sind alle Hefte beschrieben, die Schüler lassen die Lehrerin (die längst mehr ist als eine Schulkraft) an ihrem Leben teilhaben. Das bringt Erin zwar ihren Schülern näher, entfernt sie aber immer mehr von ihrem eigenen Leben. [muri/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
123 Minuten
Produktion
, 2007
Kinostart
, - Verleiher: Universal
Links
IMDb, TMDb
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Trailer Englisch, 02:29

Hot or not?

Patrick Dempsey findet sich nicht schön. Ist der Mann blind geworden? Oder stimmts?

Kommentare Total: 3

tam

DVD-Review: Liebes Tagebuch....

Granunaile

Die Geschichte von der Lehrerin oder vom Lehrer, welche/r mit viel Energie vor eine hoffnungslose Slum-Klasse tritt und den Schülern Motivation. Freude am Lernen und am Gestalten des eigenen Lebens nahe bringt, ist nicht neu. Dasselbe gilt für das mangelnde Verständnis seitens der Lehrerkollegen und Vorgesetzten, welche von ihrem Beruf enttäuscht und desillusioniert sind. Auch wenn "Freedom Writers" auf einer wahren Begebenheit beruhen soll, scheinen mir doch die Versatzstücke früherer US-Schulfilme weitgehend als aufbereitet und neu zusammengemixt. Originelles fand ich praktisch nichts. Hilary Swank spielt die Rolle der Lehrerin allerdings sehr gut, Körperhaltung und Gesichtsausdruck in den einzelnen Szenen sind jeweils durch und durch überzeugend. Die übrigen Schauspieler erscheinen dem gegenüber als Statisten in Rollen ohne Eigenleben. Der Film ist im Moment des Anguckens rührend, bleibt aber kaum lange im Gedächtnis und wird kaum mehr als eine Randbemerkung in der Filmgeschichte bleiben.

muri

Filmkritik: Welcome to the Neighbourhood

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