After Sex (2007)

After Sex (2007)

Sexgeflüster
  1. , ,
  2. 77 Minuten

DVD-Review: Die Scheibe danach

"Was guckst du so verschwommen?"
"Was guckst du so verschwommen?"

Verschiedenste Paare unterhalten sich nach dem Sex gemeinsam im Bett, auf der Wiese oder dem Balkon. Egal, ob homosexuelles Paar, alternde Swinger oder Teenies beim ersten Mal: Nach dem Sex sind sie alle emotionsgeladen, und so entstehen die unterschiedlichsten Gespräche. In acht Episoden kann der Zuschauer Einblick in komplexe Beziehungsgefilde bekommen und mit den Protagonisten weinen, lachen oder sich auch ärgern. Sex ist nun mal nicht einfach die schönste Nebensache der Welt, sondern dient oft auch als Katalysator aufgestauter Emotionen und kann sowohl Schmerz als auch unbändige Freude mit sich bringen.

Von der ersten Szene an ist klar: After Sex möchte wichtig sein. Es ist aber auch klar, dass Eric Amadios episodisches Machwerk unwichtiger und vor allem unnötiger nicht sein könnte. Da plagen sich, bis auf wenige Ausnahmen, Laienschauspieler mit stümperhaftem Dialog in langweiligen Sets vor einer Kamera, hinter der ein offenbar unfähiger Kameramann das Geschehen möglichst einfängt. Heraus kommt ein Ärgernis, das mit 78 Minuten genau 78 Minuten zu lange geraten ist.

Gross beworben wird der bereits 2007 gedrehte Film, der erst dieses Jahr ein Zuhause auf DVD gefunden hat, mit Mila Kunis und Zoe Saldana. 7 Minuten und 40 Sekunden sind die beiden Schönheiten als lesbisches Paar zu sehen und die einzigen (nun) bekannten Namen des Filmes. Und obwohl die zwei mittlerweile Karriere gemacht haben, wird auch ihnen ein schmerzlichst unnatürlicher Dialog in die Münder gelegt, mit dem sie sich sichtlich herumkämpfen müssen.

Vom ersten Mal über die Probleme einer Schwulenbeziehung bis hin zum Sex im Alter möchte der Film über viele Themen reden, ohne dass es ihm gelingt, überhaupt etwas zu sagen. Das wirkt alles wie Theater und ist in etwa so tiefgründig wie eine Folge Gute Zeiten, schlechte Zeiten. So besteht der Film lediglich aus einem interessanten Konzept, das man tiefer in den Sand nicht hätte setzen können.

Das Bild der DVD ist ganz gut, Extras muss man sich zum Glück keine anschauen, und der Ton erfüllt seinen Zweck, auch wenn man ihn bei diesem Film besser ausschalten sollte.

/ ma