Scary Movie 4 (2006)

Scary Movie 4 (2006)

  1. 83 Minuten

DVD-Review: Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Er wollte das Dreirad einfach nicht tauschen...
Er wollte das Dreirad einfach nicht tauschen... © Studio / Produzent

Cindy Campbell (Anna Faris) fängt einen neuen Job an. Dieses Mal probiert sies im Gesundheitswesen und wird zur Betreuung einer alten Dame in ein grusliges Haus geschickt, in dem scheinbar ein bleicher kleiner Junge als Geist sein Unwesen treibt und einen Grudge gegen jemanden hegt. Ihr Nachbar ist Tom Ryan (Craig Bierko), der mit ihr eine zarte Bande knüpft und gerade seine Kinder zu Besuch hat, als plötzlich die Hölle losbricht. Ausserirdische attackieren die Erde! Man könnte fast meinen, der War of the Worlds sei ausgebrochen.

Die beiden frisch Verliebten müssen sich trennen. Während Tom versucht, sich und seine Kinder in Sicherheit zu bringen, ist Cindy noch immer daran, das Rätsel dieses ominösen Hauses zu lösen. Der kleine und bleiche Bub hat ihr (per Yahoo-Map-Blutspur an der Tür) Hinweise gegeben, wie die Aliens zu stoppen sind. Als Cindy auf dem Weg zur Lösung des Problems ihre alte und noch immer sexbesessene Freundin Brenda (Regina Hall) trifft, hat sie wenigstens Verstärkung, wenns in Richtung The Village geht. Denn dort ist des Rätsels Lösung. Auch wenn das natürlich momentan noch keiner weiss.

Mein IQ war doch grad noch da!
Mein IQ war doch grad noch da! © Studio / Produzent

Gleichzeitig wird der amerikanische Präsident (Leslie Nielsen) im Schulzimmer über die Lage der Nation unterrichtet, möchte aber zuerst wissen, wie die Geschichte mit der Ente jetzt ausgeht. Erst dann wird, wie in Fahrenheit 9/11, gehandelt. Und die Aliens? Ja, die sitzen auch nicht untätig herum, sondern foltern in herrlicher Saw-Manier ihre Gefangenen.

Cindy und Tom müssen durch die Hölle und zurück, bis sie schlussendlich vor des Rätsels Lösung stehen. Doch was für Auswirkungen hat diese auf den Fortbestand ihrer Liebe? Oder gar auf die Mitmenschen? Werden die beiden netten Barkumpels von Tom weiterhin auf den Brokeback Mountain fahren können? Ist Cindys Erfahrung als Million Dollar Baby (im Kampf gegen Fräulein Tyson) entscheidend?

Humor ist bekanntlich Geschmacksache. Während die einen losprusten, wenn jemand gegen eine Laterne läuft, bringen andere kaum ein Schmunzeln raus, wenn Filme wie Scary Movie 4 laufen. Denn, obwohl die Filmreihe an den Kinokassen ansehnliche Erfolge feiern kann, sind die "lustigen" Szenen weiterhin Mangelware. Vorausgesetzt man hat Filme wie War of the Worlds oder The Village überhaupt gesehen. Dann könnte man durchaus ein paar Mal grinsen. Aber so richtig laut rauslachen musste ich während des ganzen Filmes nicht.

Sicher, die Anspielungen auf die verschiedenen Filme haben insofern Unterhaltungswert, als dass man aufhorcht, wenn Mike Tyson dem Million Dollar Baby gegenübersteht oder ein bekannter Basketballer im Keller unten mit Ankettungen à la Saw kämpft. Aber nicht wenige witzige Anfangsideen werden durch permanentes "Drauf-Herumreiten" kurz danach zum Ärgernis. Ein gebrochenes Genick mag ja noch witzig sein. Von mir aus auch Zwei. Aber kein minutenlanges Geknacke. Und nochmal eins. Und nochmal eins.....

Von den Schauspielern sind viele natürlich aus den vorangegangenen Veräppelungsfilmen bekannt. Anna Faris wird allerdings von Mal zu Mal bedepperter und fängt schon bald an, dem Zuschauer erfolgreich auf den Keks zu gehen. Craig Bierko hingegen macht seine Sache als Tom Cruise recht gut. Vor allem die Szene in der Talkshow ist richtig gut gelungen. Leider hat man aber auch da den Absprung zur rechten Zeit verpasst.

Fazit: Scary Movie 4 ist extreme Geschmacksfrage. Wer die durch den Wolf gezogenen Fime kennt, wird sich mehrheitlich belustigen, während andere sich Fragen, was das jetzt für ein Kerl mit Clownmaske ist oder was der kleine bleiche Bub wirklich im Film zu suchen hat. Ich fands blöd.

Die auf dem Filmposter angedeutete Veräppelung von King Kong bleibt auch nach Ansicht der Deleted Scenes unberührt. Bei den Bloopers gibt es, wie immer, einiges zu schmunzeln und Regisseur David Zucker wird als Person und als Lachsack kurz vorgestellt. Dass auch Persiflagen mit Special-Effects arbeiten, wird in einem eigenen Feature vorgestellt. Rapper in Filmen (besonders die "Youngbloodz") lernen wir ebenfalls näher kennen und wer Lust hat, auch über Kommentare zu grinsen, der darf sich ruhig den Audiokommentar einschalten. Nicht übel, diese DVD-Extras. Aber wem der Film schon nicht gefallen hat, der wird auch an diesen Berichten nur bedingt seine Freude haben.

/ tam

Kommentare Total: 29

mülltonne

"Scary Movie 4" ist wirklich total scary. Naja sowas von daneben gegangen. Der Erfolg des einzig wirklich lustigen "Scary Movie" hat zu einer ganzen Horde dieser teils unlustigen und überflüssig langweiligen Spoof - Movies gesorgt. Teil 4 ist zwar gut ausgestattet, aber statt lustig nur platt und peinlich. Leslie Nielsen darf die immer selben blöden Uraltgags bringen und die Szenen wurden so sinnfrei, ohne jeden Zusammenhang aneinandergeklebt. Der King Kong ist eine Mogelpackung, denn in der längeren, noch blöden Version ist er auch nicht dabei. Ist halt ein Mogeltrick, um noch mehr in ein Stück Scheisse zu locken.

CodyMaverick

Sind natürlich nicht die besten Filme, aber für einen guten Lacher sind die immer gut.

Sponge

Kann mir jemand sagen, wo denn da "Dark Water" verarscht wird - hab echt keine Idee welche Szene das sein soll 😴

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Trailer Englisch, 02:23