The Pursuit of Happyness (2006)

The Pursuit of Happyness (2006)

Das Streben nach Glück
  1. ,
  2. 117 Minuten

DVD-Review: Lebe den amerikanischen Traum

Just the two of us
Just the two of us © Studio / Produzent

Willkommen in den 80er Jahren. In den Fingern der Bevölkerung dreht sich der Rubik-Würfel und im Weissen Haus sitzt Ronald Reagan. Wirtschaftlich geht's den USA so lala. Auch Chris Gardner (Will Smith) bekommt in San Francisco die Rezession zu spüren. Der Familienvater verkauft medizinische Scanner, "die nur leicht bessere Resultate als die herkömmlichen Röntgenbilder liefern, aber um einiges teurer sind", wie er selber sagt. Er verkauft deshalb immer weniger davon, und das Geld reicht nirgends hin. Seine Frau (Thandie Newton) läuft auch schon ziemlich auf den Felgen und zieht Leine, als sie in der Beiz der Schwester an der Ostküste einen Job bekommt.

Das hab ich in der RS gelernt!
Das hab ich in der RS gelernt! © Studio / Produzent

Chris Gardner bleibt als allein erziehender Vater zurück und schwört, seinen Sohn auch unter den widrigsten Umständen nie alleine zu lassen. Doch die bewahrheiten sich leider schon bald. Im Kinderhort muss der Fünfjährige Love Boat und Bonanza gucken. Und weil es für die Miete nicht reicht, werden Papa und Sohnemann auf die Strasse geschmissen. Den einzigen Strohhalm, nach dem sich Garner jetzt noch reckt, ist ein unbezahltes Praktikum in der Finanzbranche. Unter mehr als dreissig Bewerbern wird genau eine blendend bezahlte Festanstellung ausgekäst. Garner gibt alles, und mit ein wenig Glück verkauft er zwischendurch auch noch einen seiner Scanner, damit es für einen Teller Suppe reicht.

Wir wissens inzwischen. Die Geschichte des "echten" Chris Garner ist kein Fantasiegespinst irgendwelcher Drehbuchschreiber, sondern Realität. Vielleicht ein bisschen zusätzlich dramatisiert, aber der Mann soll es wirklich von ganz unten bis an die Spitze geschafft haben. Will Smith hat sich diesem Thema angenommen und hat seinen leiblichen Sohn Jaden Smith grad mitgenommen.

Im Amerika ist The Pursuit of Happyness hervorragend gelaufen und konnte über 160 Millionen Dollar einspielen. Ja, so Geschichten vom Underdog, der sich an die Spitze kämpft, kommen gut an. Das hat auch die Jury der Academy-Awards gedacht und Will Smith mit einer Nomination für die beste männliche Hauptrolle bedacht. Gewonnen hat dann zwar The Last King of Scotland, aber Will Smith darf sich attestieren lassen, selten einmal so gut über die Leinwand, respektive den TV-Bildschirm gespielt zu haben. Der Schritt vom Actionjungen mit grosser Klappe zum "ernsthaften" Schauspieler ist ihm hiermit definitiv gelungen.

Herzig ist Jaden Smith, der mit seiner Steckdosenfrisur den Erwachsenen fast die Show stiehlt. Den Jungen will man definitiv in den Arm nehmen und so richtig durchknuddeln. Unsympathisch ist dafür Thandie Newton, aber das liegt natürlich an ihrer Rolle, die sie überzeugend meistert. In einer Nebenrolle ist übrigens Dan Castellaneta zu sehen, den man wohl besser als Stimme von Homer Simpson kennt.

Wers gern etwas kitschig mag, sich dem amerikanischen Traum nicht verschliesst und auf gute Schauspiel-Leistungen steht, der macht mit dem Erwerb von Pursuit of Happyness auf DVD einen guten Zug. Zeitweise etwas gar dick aufgetragen, kämpft sich unser Mann mit Schnauz durch die Gesellschaft und trotzt allen Widerständen, die sich ihm in den Weg stellen. Aus diesem Material sind Helden gemacht. Das kann Chris Gardner bezeugen, wenn er in der letzten Szene des Films persönlich durchs Bild läuft.

Die Extras der DVD befassen sich natürlich mehrheitlich mit der Person Chris Gardner, der in einem Gespräch und in einem speziellen Feature mehr als genug zu Wort kommt. Das Vater/Sohn-Gespann Smith wird ebenfalls kurz beleuchtet und die Geheimnisse zur Lüftung des Rubik-Würfel werden ebenfalls vorgestellt. Respekt denjenigen, die das Teil innert Sekunden zusammendrehen können. Der Audiokommentar vom Regisseur ist angenehm und sicher eine Alternative für zusätzliche Infos. In Sachen Ton und Bild wird hohes Niveau geboten, obwohl das Dolby Digital 5.1 bei einem eher ruhigen Film nicht so richtig zur Geltung kommt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 13

Stella Nera

Mich hat dieser Film sehr berührt. Auch wenn er manchmal in die Länge gezogen scheint, so braucht es doch all diese Momente, um sich der Situation bewusst zu werden, in der Chris sich befindet. Besonders berührt hat mich die Szene in der Bahnhofstoilette und natürlich die Schlussszene im Chefbüro. Will Smith beweist mit diesem Streifen, dass er ein sagenhafter Schauspieler ist. Sein Sohn scheint ebenfalls auf dem richtigen Weg zu sein, ein toller Schauspieler zu werden. Bei den Special Features auf der DVD sah man, wie der echte Chris Gardner bei den Dreharbeiten dabei war. Will hat ihn mit seinen Szeneumsetzungen anscheinend immern wieder unheimlich berührt. Ein Beweis mehr, dass dieser Film das wirkliche Leben von Gardner darstellt, und keineswegs überspitzt daherkommt. Daumen hoch für einen tollen Film!

devante

Genialer Film. Hat mich tief berührt.
War klar der beste Film von Will Smit bis anhin!

Der kleine Knirps macht seine Sache wirklich mehr als nur gut, bedenkt man, dass Jaden Smith ja gar kein Schauspieler ist.

Klar, einige szenen sind gar langwierig und die überraschungsmomente bleiben aus, der film lebt einfach von den emotionen allein.

Deshalb gibts von mir ebenfalls die höchstwertung, da alle meine Erwartungen an den Film erfüllt, ja sogar übertroffen wurden.

muri

DVD-Review: Lebe den amerikanischen Traum

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Trailer Englisch, 02:23