Knallhart (2006)

Knallhart (2006)

Michael (David Kross), den alle nur Polischka nennen, wird gerade 15, als ein stinkreicher Anwalt genug von seiner Mutter als Bettgespielin hat. Er fliegt aus der Villa und statt Geburtstag feiern im Berliner Nobelquartier Zehlendorf, heisst es für Polischka und seine Mama (Jenny Elvers-Elbertzhagen) Umziehen ins Ausländerviertel Neukölln.

Das Quartier ist krass mies. Der Unterricht in Polischkas neuer Heimat ist ein JeKaMi, bei dem der Lehrer als Autoritätsperson schon lange ausgedient hat. Die Schule wird von Erols Türkengang terrorisiert, die sich den Tag mit "Happy Slapping" um die Ohren schlägt. Da kommt ein vermeintlicher Schnösel aus Zehlendorf gerade recht als neues Opfer. Handy und Turnschuhe sind bald weg, und die Mutter ist keine Hilfe, weil die damit beschäftigt ist, wochenweise neue Lovers zu testen.

Polischka findet aber zwei Kumpels, die sich die Birne mit Bier volldröhnen lassen und auch vor Einbrüchen nicht zurück schrecken. Einer davon geht auf Kosten vom Herrn Anwalt, dem ehemaligen Papi auf Zeit. Als Polischka den Mut fasst seinem Hauptpeiniger Erol (Oktay Özdemir) mal richtig eine reinzubuttern, imponiert das dem Drogendealer Hamal (Erhan Emre). Er heuert in seiner "dicken Eier" wegen an als Kurier. Die Menge Stoff wird immer grösser und Polischkas Karriereleiter als Drogendealer steiler, bis mal ein hübsches Sümmchen Euros, für das Polischka verantwortlich ist, verloren geht... [rm/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
,
Laufzeit
98 Minuten
Produktion
2006
Kinostart
- Verleiher: Filmcoopi
Links
IMDb, TMDb
Thema
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Kommentare Total: 3

filmchefchen

Der Film zeigt sehr gut auf, wie kalt, brutal aber auch in gewisser Weise primitiv das Klima in Vierteln wie dem berliner "Neukölln" ist. Für mich unbegreiflich ist die Lola für die Musik, denn diese und die Soundeffekte sind der einzige Minuspunkt. Die Schauspieler überzeugen auch, für mich überraschend gut gespielt hat Jenny Elvers-Elbertzhagen. Der Film ist jedenfalls sehr sehenswert.

koma.

Na aso, fünf Sterne? Ich weiss ja nicht, aber mir kam die Geschichte viel zu unglaubwürdig vor. Ich glaube nicht, dass jemand bei der Hau den Lukas mit Baseballschläger Szene nicht ohne eine grobe Gehirnerschütterung und/oder Bewusstlosigkeit davon kommen würde. Und desweiteren: wieso kam Polischka ungestraft davon (Diebstahl)? Viel zu zufällig befindet sich der dann auch bei den Dealern. Wieso in aller Welt wirft Michaels Erzfeind den Sack voller Kohle «über Bord», obwohl dieser genau weiss, dass ein Vermögen drin steckt? Wieso findet der «Künstler» Polischkas Geld? Ich könnte noch zig weitere Fragen stellen.
Tatsächlich überraschend gut ist Elvers. Sonst war mir der Film entweder zu überfliegend und trotzdem ? oder gerade deshalb? ? teilweise sogar langweilig. Mir geht der Film nicht auf, würde ich nicht weiterempfehlen.

[Editiert von koma. am 2006-11-21 19:04:04]

rm

Filmkritik: Verpiss dich, du Opfer!

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