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Grilled (2006)

Verbraten & verkauft

Grilled (2006) Verbraten & verkauft

Oder: Jeder mag Fleisch

"Glaub mir, das ist ein Tiger!"

"Glaub mir, das ist ein Tiger!"

Maurice (Ray Romano) und Dave (Kevin James) verkaufen Fleisch als Lebensunterhalt. Sie tingeln durch die Wohngebiete, klingeln an der Tür und sind scharf auf Abschlüsse, die sie meist mit immensen Gratis-Kühlschränken noch versüssen. Doch den beiden läuft die Zeit davon, denn schon lange sagen die Kunden lieber "nein" und das wirkt sich auch auf den Rang der Verkäufer im Geschäft aus.

*staun*

*staun*

Eine letzte Chance bekommen sie noch. Sie sollen Abschlüsse bringen und zwar so viele wie möglich. Dazu bekommen sie Zettelchen mit potenziellen Kunden, denen sie theoretisch nur noch den Vertrag unter die Nase halten müssen. Doch als der Erste es sich anders überlegt und das Zettelchen vom Zweiten aus dem Auto gewindet wird, hängt das berufliche Überleben unserer Verkäufer an der dritten, letzten Adresse. Es ist diejenige von Loridonna (Sofia Vergara).

Die schöne Frau lädt die beiden verschwitzten Männer auch sofort ins Haus und zeigt sich am Fleischkauf interessiert. Als ihre Freundin Suzanne (Juliette Lewis) allerdings anruft und Dave sie von einem Selbstmordversuch abhalten soll, entwickelt sich ein einfacher Vertragsabschluss mit verführerischem Nachspiel zu einer Begegnung mit Gangstern, die bei ihrer Arbeit keine (fleischverkaufenden) Zeugen brauchen können.


DVD-Rating

Lange hats gedauert, bis sich die Kumpels Ray Romano (Everybody loves Raymond, Mammutstimme in Ice Age) und der King of Queens, Kevin James, endlich auf ein gemeinsames Filmprojekt einigen konnten. Im TV sind beide im realen Leben gut befreundeten Schauspieler bereits feste Grössen und vereinzelt gabs schon Auftritte in grösseren Kinoproduktionen (Hitch). Aber auf einen gemeinsamen Film hatte man bislang vergebens gewartet.

Mit Grilled haben sie sich auf eine Komödie geeinigt, die beide Darsteller aus ihren angestammten TV-Rollen ausbrechen lässt und teilweise wirklich komisch ist. Das liegt natürlich am Zusammenspiel der Hauptfiguren, die sich kumpelhaft und beissend gegenseitig auf den Arm nehmen und so die einfache Handlung gut vorantreiben. Sobald sich die Szenerie ins schöne Haus verlegt, kommt eine extrem nervende aber trotzdem süsse Juliette Lewis dazu. Dort werden die Positionen eingenommen, die dann im finalen Showdown im Club ausgespielt werden.

Natürlich ist der Fokus auf die zwei bekannten Darsteller gesetzt. Und sie machen ihre Sache auch ordentlich, ohne jedoch so lustig zu sein, wie man es von ihnen kennt. Burt Reynolds darf auch noch kurz sein Gesicht in die Kamera halten und mit den beiden Dumpfbacken-Killer wurden typische Comedy-Elemente verpflichtet.

Fazit: Grilled ist wie ein Stück Fleisch, das nur halb durch ist. Grundsätzlich mag man es schon essen, aber es wäre besser, wenns ein bisschen länger auf dem Grill gelegen hätte. Der Film ist glatt und regt zum Schmunzeln an - leider nicht mehr.

Komisches dann auf der DVD. Der Bericht über die Freundschaft der beiden Hauptdarsteller ist fast interessanter als der Film selber, hat aber mächtig mit Tonproblemen zu kämpfen. Die Szene, die es nicht in den Film geschafft hat, ist unnötig und das Making-Of insofern interessant, dass wenn man die Comedians einfach mal machen lassen würde, der Film besser geworden wäre. Bildtechnisch werden ebenfalls keine Bäume ausgerissen, sondern man bewegt sich auf durchschnittlichem Niveau.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

15.11.2006 / muri

Community:

Bewertung: 2.9 (8 Bewertungen)

 

 

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