The Entrance (2006)

The Entrance (2006)

Paranormal Entrance
  1. ,
  2. 81 Minuten

DVD-Review: Let's play a game

Also Missster Anderson...
Also Missster Anderson... © Studio / Produzent

Seit Jahrhunderten gibt es regelmässig Berichte von Menschen, die angeblich von Dämonen besessen waren. Im 16. Jahrhundert ist es einem Priester sogar gelungen, einige Worte mit dem Dämon zu wechseln und dieses niederzuschreiben. In diesem Bericht erläuterte der Priester, dass der Dämon dafür verantwortlich war, Sünder zu bestrafen und Unschuldige in Versuchung zu bringen, um mit seinen tödlichen Spielen den Teufel zu unterhalten.

Ob die gerade Popstars gesehen hat?
Ob die gerade Popstars gesehen hat? © Studio / Produzent

Heute, 400 Jahre später, glaubt man kaum noch an Dämonen oder ähnliches Gesindel und geht eher nüchtern und wissenschaftlich durch die Welt. Deshalb glaubt auch die Polizistin Jen Porhowski (Sarah-Jane Redmond) dem ausgeflippten Drogendealer (Michael Eklund) kein Wort und hört sich nur seine abgefahrene Geschichte an. Angeblich sind er und drei andere von einem unbekannten entführt und dann dann gezwungen worden, mehrere Spiele gegeneinander auszutragen, bei denen der Verlierer umgebacht wurde. Als Porhowski nach einem längeren Interview etwas Wasser für den Dealer holt, ist dieser jedoch bei ihrer Rückkehr verschwunden. Später, auf dem Weg nach Hause, wird Porhowski dann plötzlich von eben diesem Dealer überfallen, und ehe sie sichs versieht, steckt sie mitten in einem Spiel aus Intrigen und Psychoterror, aus dem es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt.

The Entrance gehört zu den Filmen, die es in den Regalen schwer haben, man sieht ihm den B-Movie-Stempel einfach an. Schon beim Durchlesen der Inhaltsangabe wird klar, dass hier mit einigen sehr bekannten Elementen gearbeitet wurde. Düstere, verdreckte Keller, tödliche Spiele, Sünder, die bestraft werden und ein Teufelskreis aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt, bilden auch hier die Kernpunkte. Einigen sollte dies bekannt vorkommen, denn Saw hat so gearbeitet und wer Hellraiser: Inferno gesehen hat, der kann sich etwa vorstellen, was The Entrance bieten kann: Ein düsterer Thriller mit übernatürlichen Dämonen, die ihre tödlichen Spiele mit den Menschen spielen und dabei ihre Opfer genau so physisch wie psychisch fertig machen.

The Entrance beginnt gleich von Anfang an sehr düster. Auch wenn man das geringe Budget schon wegen des teilweise recht billigen Looks schnell bemerkt, kann Regisseur Damon Vignale mit einfachen Mitteln bereits in den Anfangsminuten eine Spannung aufbauen. Dabei kommt es regelmässig zu tückischen Herzinfarktmomenten, welche nach den bewährten Regeln der Kunst den Zuschauer kräftig unter Druck setzen. So wird mit mystischen und undurchsichtigen Psychospielen gleich ein hohes Tempo angelegt, und neben einigen überraschenden Wendungen werden auch einige halbwegs nachvollziehbare Auflösungen geboten. Über den Verlauf der Spielzeit, besonders in den düsteren Szenen, erreicht The Entrance auch eine sehr gute Qualität, welche mit einfachen und meistens unblutigen Mitteln ein gutes Horrorerlebnis beschehrt.

Letztendlich bleibt The Entrance aber eine Low-Budget-Produktion, was sich auch in der Auswahl der Schauspieler zeigt. Diese sind nämlich durchwegs mässige TV-Darsteller. Besonders die Hauptdarstellerin glänzt eher mit kühler Ausdruckslosigkeit als mit Intensität, was einigen Szenen natürlich den Wind aus den Segeln nimmt. Wenigstens können die Dämonen hinter dem tödlichen Spiel überzeugen und geben den düsteren Szenen noch das gewisse Etwas.

Fazit: The Entrance hat viel aus wenig gemacht und bietet ganz im Hellraiser meets Jigsaw-Stil ein solider Psychothriller mit einem hohen Spannungsbogen und kann bis zum Schluss mit überraschenden Wendungen durchaus unterhalten. Allerdings hat man alles bereits in irgendeiner Form um einiges besser gesehen.

Die DVD zweigt wiederum das kleine Budget und bietet den Film in einer sehr dürftigen Bildqualität und ist auch in Sachen Ton mehr dumpf als klar. Wenigstens sind die Soundeffekte gut abgemischt. Englische Untertitel gibt es keine, man muss sich mit deutschen begnügen. Das Bonusmaterial setzt sich lediglich aus einem Trailer und einem kurzen Making Of zusammen.

/ db