Eight Below (2006)

Eight Below (2006)

Antarctica - Gefangen im Eis
  1. , ,
  2. 120 Minuten

DVD-Review: Ice Ice Baby

Voll die Kälte, Bro!
Voll die Kälte, Bro!

Mitten drin in der Antarktis, dort wos ausser Schnee und Eis kaum was anderes gibt, steht eine Forschungsstation, in der ein paar Einsiedler, Abenteurer, Entdecker und Mutige ausharren, die Landschaft erforschen und Forschern aus der Wärme bei deren Reisen zur Seite stehen. Jerry (Paul Walker) ist verantwortlich für die Schlittenhunde, die er ins Herz geschlossen hat und "bemuttert". Sein Kumpel Cooper (Jason Biggs) ist Kartograph und kennt die Gegend inzwischen wie seine Westentasche. Zwar ist er ein schusseliger Kerl, aber mögen tun ihn alle.

Eines Tages kreuzt der Geologe David McClaren (Bruce Greenwood) auf und will vom Mount Melbourne ein Stückchen Meteorit bergen, damit die Forschung dieses Gesteins fortschreiten und des Doktors Name als Entdecker aufgeschrieben werden kann. Der einbrechende Winter und die Tatsache, dass die Strecke von der Station zum Berg doppelt so weit ist, wie geplant, lässt Scout Jerry an der Aktion zweifeln. Und trotzdem erklärt er sich bereit, den Doc dahin zu begleiten. Allerdings nicht wie geplant mit dem Schneemobil, sondern mit seinen Schlittenhunden.

I'm Beautiful, its true!
I'm Beautiful, its true!

Und siehe da. Die Aktion gelingt und beide Männer kommen retour. Allerdings mit Blessuren. Mehr als einmal haben die Schlittenhunde dem Doc das Leben gerettet. Das letzte Mal als er abrutschte und in einem Eissee einbrach. Auch Scout Jerry hat Erfrierungen an den Händen und muss umsorgt werden. Da der Winter und der grosse Sturm immer näher rücken, muss die Crew evakuiert werden. Pilotin Katie (what a name: Moon Bloodgood) hat jedoch zuwenig Platz im Flugzeug und so müssen die Schlittenhunde schweren Herzens zurückgelassen werden.

Den antarktischen Winter überstehen und ums nackte Überleben kämpfen. Das müssen die Hunde unter der Leitung von Chef-Huskie Maya bewerkstelligen. Und Hunde-Vater Jerry fängt an verzweifelt nach einer Möglichkeit zu suchen, "seine" Babies aus der ewigen Kälte zu retten. Doch ohne Geld scheint dieses Vorhaben fast unmöglich. Zumal niemand freiwillig in den antarktischen Winter fliegt.

Paul Walker, seines Zeichens durchtrainierter Surfer-Dude, Frauenbetörer und Hauptdarsteller in Flops wie Timeline oder 2 Fast 2 Furious, kommt also nun mit tierischer Unterstützung ins Heimkino. Basierend auf einer *ächz* wahren Geschichte, hat sich der gute "Bro" dieses Mal in die Kälte der Antarktis gewagt. Was dort geboten wird ist visuell atemberaubend und wunderschön. Inhaltlich jedoch ab der Stange.

Produzent und Gelegenheitsregisseur Frank Marshall zeigt die Geschichte einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier, die über das normale Haustierhalten hinaus geht. Im ewigen Eis wachsen die Gefährten, seien sie nun Mann oder Hund, zu einer Einheit zusammen und bestehen jedes noch so schwere Abenteuer. So will es uns auf alle Fälle Eight Below nahe bringen. Da draussen, bei zweistelligen Minustemperaturen, verlässt man sich auf den Partner. Und da kann der (wie Jason Biggs) noch so ein Tölpel sein.

Die Geschichte bringt kaum Überraschungen. Die Hunde sind wunderschön, die Gegend atemberaubend und die Aufnahmen ebenso. Das ganze Drama, das sich zwischen Eisberg und Gletscherspalte abspielt, ist so vorhersehbar, wie es sich für einen Familienfilm gehört. Und als die Hunde auf sich allein gestellt gegen den sicheren Tod ankämpfen müssen, kommt sogar so etwas ähnliches wie Spannung auf. Dagegen wirken die Versuche von Paul Walker, eine Rettungsmission auf die Beine zu stellen, schlichtweg langweilig. "Sie schaffens sicher".....

Fazit: Eight Below ist ein schöner Unterhaltungsfilm geworden, in dem die tierischen Darsteller ihren menschlichen Kollegen locker und aus dem Hüftgelenk die Show stehlen. Landschaft, Gegend und Bilder sind wirklich lohnenswert, die Hunde schnusig und herzig und die Menschen halt vom Format eines Paul Walker oder Jason Biggs. Der Versuch, ein fleischfressendes Ungetüm (dessen Art mir jetzt grad enfallen ist) via Animation auf die Hunde los zu lassen, ärgert aber extrem.

Ein schön bebildertes, dafür mässig interessantes Making-of ist das Wichtigste unter den raren Extras. Dort kriegt man unter anderem auch den wahren Drehort zu sehen, der überraschenderweise nicht in der Antarktis liegt. Der Audiokommentar (u.a. von *schnarch* Paul Walker) ist passabel. Und wenn man bei den "Deleted Scenes" solche wie "Cooper throws up" sieht, weiss man auch, warum diese nicht den finalen Film gekommen sind.

/ muri

Kommentare Total: 4

UniversimAc

Eight Below oder "Leise rieselt der Schnee..."

Wie soll ich anfangen? Eigentlich eine schöne Geschichte und zudem angeblich "nach einer wahren Begebenheit", bzw "inspiriert" wie man sich jetzt ausdrückt.
Der Film lebt vorallem durch seine schönen Bilder, diese kommen zwar nicht allzu oft, aber durchaus immer wieder. Diese Schneemassen sind einfach überwältigend. Und dann im Kontarst dazu der absolut blaue Himmel, da freut man sich dann, dass der Farbfilm erfunden wurde.
Klar, die Story ist ein bisschen klischehaft. Man weiss bei vielem, was als nächstes passieren wird. Auch die schauspielerischen Leistungen sind zwar gut, aber nicht überragend.
Der Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen ist gelungen, zudem durch die sich wiederholdende Datumseinblendung ein besseres Gefühl für die
bereits vergangene Zeit bekommt. Was mir hier jedoch nicht so gut gefallen hat ist, dass mir die Hunde zu menschlich dargestellt wurden. Ok, was will man bei einem Disney Film auch anderes erwarten, aber dennoch, das hätte man vielleicht auch anders lösen können.
Insgesamt:
Viel Klischee, typische Handlung ohne viele Überraschungen aber mit schönen Bildern und interessanten Ideen

3 von 6 Sternen

muri

DVD-Review: Ice Ice Baby

rm

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