Unser täglich Brot (2005)

Unser täglich Brot (2005)

Das Schweinefleisch bruzzelt saftig in der Pfanne und das Poulebrüstchen für morgen ist auch schon im Kühlschrank. Zum Dessert ein paar Früchte, ach wie ist das Leben doch reichhaltig und schön. Doch was sich auf unseren Tellern befindet, stammt keineswegs immer von fröhlich gackernden, muhenden und grunzenden Viechern und natürlich gereiftem Obst. Da hilft der Mensch nach. Er verwurstet brutal, sprüht Mittel an unsere "sonnengereiften" Äpfel und mischt sich auch sonst rege in den Lauf der Natur ein.

Ohne Untersützung eines Kommentators, ohne musikalische Untermalung machen sich die Verantwortlichen von Unser täglich Brot auf die Reise durch das Land und berichten furchtbares. Legehennen in Tausendfacher Ausführung, kleine Küken werden wie Ware über die Laufbänder getrieben, Schweine zusammengepfercht und auseinandergenommen. Und was fühlen die Menschen, die täglich stundenlang Schweinsfüsse abzwacken?

Zwischen Mensch und Maschine sind Tiere, Pflanzen und Getreide zum einfachen und gewinnbringenden Produkt geworden, das keinerlei Anrecht auf anständiges Leben hat. Denn im stetigen Fortschritt der Nahrungsindustrie ist für Herz und Gefühl kein Platz mehr. Und am Ende vom Tag kommt die Putztruppe mit dem Wasserschlauch und stellt sicher, dass am nächsten Morgen die Schlachterei wieder von vorn beginnen kann. Aber was kümmerts uns. Hauptsache das Rindsfilet schmeckt. Oder etwa doch nicht? [muri/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
Laufzeit
92 Minuten
Produktion
, 2005
Kinostart
, , - Verleiher: MovieBiz
Links
IMDb, TMDb
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Trailer Deutsch, 01:42

Kommentare Total: 5

lutzefutz

Für mich sind diese Fakten nichts neues, es ist grausam, traurig und zeigen den Menschen von seiner verrohten, dunklen Seite und seinem Streben nach Reichtum bzw. einer rentablen Vermarktung, koste es was es wollen!

Dazu gibts nur eins zu sagen: Man sollte Fleischprodukte und Allgemein (Qualität vor Quantität) in Massen geniessen und der "Es lebe billig" Politik aus dem Weg gehen, welche genau diese Konsequenzen (Massenproduktion etc.) zufolge hat, wie sie im Film gezeigt werden!

euros

Sorry war ein älterer Kommentar in nem "Bauernforum", die Jungs sahen den Film als persönliche Attacke auf "Beruf und Ehre".
Denke was jeder von diesem Film davontragen sollte ist, Lebenshaltungskosten unter 10% des Einkommens (wie jetzt in der EU) sind kaum mit ländlicher Klischeeidylle, Biobauerntum und Produktionsmethoden ala 19th Jahrhundert möglich.Worauf der Film kaum eingeht ist die sanitäre Verbesserung dieser Industrieprodukte gegenüber dem was uns als "heile Welt von früher" verkauft wird.

muri

Zitat euros (2008-03-22 19:36:11)

Wieso der Film jetzt gerade "Pro-Vegetarier" sein soll, erschliesst sich mir nicht.Von den Bildern her grossartig, verlangt er ein trotzdem gewisses Grundwissen, das einfach bei grossen Bevölkerungsteilen, nicht oder nicht mehr vorhanden ist. Ein Begleitkommentar, so schulmeisterisch er auch gewirkt hätte, wäre nicht von Nachteil gewesen.
Letzendlich zeigt der Film sonst nichts als die Realität und gewisse Reaktionen zeigen eigentlich nur wie katastrophal es mit Information und Bildung steht.

[Editiert von euros am 2008-03-22 19:51:45]

Welche "Reaktionen" meinst du?

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