U-Carmen e-Khayelitsha (2005)

U-Carmen e-Khayelitsha (2005)

In Khayelitsha, einem der grössten Townships Südafrikas, arbeitet Carmen in einer Zigarettenfabrik. Während der Mittagspause kokettiert sie mit ein paar Polizisten, die sich an den Arbeiterinnen ergötzen wollen. Carmen hat es aber nur auf einen abgesehen: Jongikhya, da der sie am meisten ignoriert.

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
120 Minuten
Produktion
2005
Kinostart
,
Links
IMDb, TMDb
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Trailer Englisch, 01:43

Carmen im Township

In Khayelitsha, einem der grössten Townships Südafrikas, arbeitet Carmen in einer Zigarettenfabrik. Während der Mittagspause kokettiert sie mit ein paar Polizisten, die sich an den Arbeiterinnen ergötzen wollen. Carmen hat es aber nur auf einen abgesehen: Jongikhya, da der sie am meisten ignoriert.

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rm

Hintergrundinfos aus dem Presseheft zum Film.

Wie alles begann
Am Anfang gab es nichts, keine Darsteller, keine Regisseure, kein Orchester, kein Ensemble. Nur eine Idee im Kopf von Richard "Dick" Enthoven. Der 1937 in Südafrika geborene erfolgreiche Geschäftsmann und Politiker, träumte davon, Spier, eine Weinfarm 50km von Cape Town gelegen, die er 1993 erstanden hatte, in eine benutzerfreundliche Destination und einen Schatz für alle Südafrikaner zu verwandeln. Er fand, ein Art-Festival würde den Zweck erfüllen, und liess ein 1000 plätziges Amphitheater aus Erde aufschichten, in dem sich 5 Jahre lang weisse
Südafrikaner Opern, Musicals und Konzerte zu Gemüte führten.

Doch nach der Zeit des damaligen australischen Intendanten Brad Jarrett besann sich Enthoven auf sein ursprüngliches Ziel, eine Plattform für südafrikanische Darsteller zu schaffen. Er suchte sich mit Mark Dornford-May und Charles Hazlewood, damals Künstlerischer und Musikalischer Leiter an der Broomhill Opera in London, ein Intendanten-Team aus, das ein sehr erfolgreiches Ensemble im hart umkämpften Markt von London führte und an Südafrika interessiert war. Doch die beiden wollten neue Wege gehen, keine Intendanz antreten. Sie wollten ein eigenes Ensemble schaffen.

So entwarfen Dornford-May und Hazlewood Pläne um Auditions zu halten, wie es sie noch nie gab. Statt die Sänger zu den Regisseuren zu holen, zogen die Regisseure aus um die Sänger zu finden.Sie hielten Vorsprechen in Johannesburg, Durban, East London, Umtata, Queenstown, Port Elizabeth und Cape Town ab, waren jedoch mit den Resultaten nicht zufrieden. Sie realisierten, dass untrainierte Sänger nie in die exklusiven kulturellen Zentren, in denen die Vorsprechen abgehalten wurden, kommen würden, schon alleine wegen der Transportschwierigkeiten nicht. Da dachten sie komplett um: In einem nie dagewesenen Auswahlprozess fuhren sie die verschiedenen Townships des Landes ab und casteten junge aufstrebende Künstler, von denen viele noch nie in einem Theater aufgetreten waren. Sie suchten nach ihnen in winzigen Gemeindehallen und Klassenräumen und hörten sich dabei alles von Zulu-Kriegsliedern über christliche Hymnen und Frank Sinatra bis zu italienischen Opern an.Wochenlang. Nach 2000 Auditions kristallisierte sich aus dem enormen Talentspektrum, das präsentiert wurde, eine Gruppe von 35 hinreissenden Künstlern und Sängern heraus und die South African Academy of Performing Arts war gegründet.

Mittlerweile hat sich die Gruppe in Dimpho Di Kopane umbenannt, was in Sotho soviel wie ?Truppe verschiedener Talente' bedeutet. Die Grundidee und damit auch namensgebend ist, bei jedem einzelnen Mitglied das mitgebrachte Talent bestmöglich zu entwickeln und so ein optimales Zusammenspiel aller Künstler der Gruppe zu schaffen.

Diese zogen nun aus, um zuerst Südafrika und dann die Welt mit der musikalischen Selbstverständlichkeit Südafrikas zu erobern. Dimpho Di Kopane feierte grosse internationale Erfolge mit ihren Aufführungen von "Carmen", "Yiimimangaliso -The Mysteries", "Ibali looTsotsi - Die Betteloper" und "lkumkanikazi yeKhephu - Die Schneekönigin". Mit über 200 internationalen Aufführungen in ausverkauften Häusern ist dies eine einmalige Erfolgsgeschichte.

DDKs Kennzeichen ist der moderne Blick auf Klassiker aus dem Opernrepertoire verschiedener Länder. Sie bringen diese nicht nur in einer der südafrikanischen Landessprachen auf die Bühne, sondern verknüpfen die Stücke immer auch mit Aspekten des südafrikanischen Lebens.

Wieder zurück nach dem Erfolg an der Berlinale
Die südafrikanische Kinopremiere von U-CARMEN fand In Khayelitsha statt, in Anwesenheit von Präsident Thabo Mbeki, Schauspielerin und Sängerin Queen Latifah, Rapper Mos Def und Comedian Danny Glover. Der Film wurde im ganzen Land zuerst in den Townships gezeigt, mit einem auf die jeweiligen Verhältnisse abgestimmten Konzept: gabs irgendwo kein Kino, dann wurde der Film in einem mobilen Kino gezeigt. Damit erreichten sie ein Publikum, das mit Film bisher kaum etwas zu tun hatte. Daneben gab diese Aktion zahlreichen Menschen Arbeit.

rm

Filmkritik: Carmen im Township

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