Tsotsi (2005)

Die Slums der südafrikanischen Stadt Johannesburg sind das Zuhause von Tsotsi (Presley Chweneyagae). Das Leben auf der Strasse hat Tsotsi abgestumpft, nur Instinkt und Impuls leiten ihn. Mit dem Recht des Stärkeren hat er gelernt sich durchzusetzen. Längst hat er seine Vergangenheit und selbst seinen richtigen Namen vergessen. "Tsotsi" bedeutet im Strassenslang des Ghettos einfach "Schläger" oder "Gangster".

Tagtäglich ziehen er und seine Gang für ihre Raubzüge in die grosse Metropole, wo sie betuchte Metropassagiere ausnehmen, in Luxusvillas einsteigen oder Autos klauen. Eines Nachts lässt sich die Gang vollaufen. Der betrunkene Boston (Mothusi Magano) setzt dabei Tsotsi unter Druck etwas aus seiner Vergangenheit zu enthüllen, sei es auch nur seinen Namen. Dies weckt bei Tsotsi lang unterdrückte, schmerzliche Erinnerungen und als Boston immer weiter bohrt, dreht er durch und gibt ihm heftig aufs Auge. Tsotsi läuft blindlings davon und versucht den schmerzhaften Erinnerungen an seine Kindheit zu entkommen.

Als er zu Laufen aufhört, hat Tsotsi die Slums weit hinter sich zurückgelassen und befindet sich mitten in einem noblen Villenquartier. Dort beobachtet er eine Frau, die das elektrische Garagentor nicht aufkriegen kann. Und da ja bekanntlich Gelegenheit Diebe macht, zieht Tsotsi seine Knarre und klaut kurzerhand den schicken BMW. Als er jedoch davonbraust, stellt er mit Schrecken fest, dass auf dem Rücksitz ein dreimonatiges Kind liegt. Er verliert die Kontrolle über den Wagen und baut einen Totalschaden. Schnell rafft Tsotsi alles Wertvolle zusammen und will sich aus dem Staube machen, doch da fängt das Baby zu schreien an und ein unbekanntes Gefühl hält den Gangster ab, das Kind alleine zurückzulassen. Er packt schliesslich das Baby in eine Einkaufstüte und flieht zu Fuss.

Tsotsi erzählt niemandem etwas seinem "Vaterwerden", und er glaubt, sich alleine um das Baby kümmern zu können. Doch schon bald muss er feststellen, dass Zeitungspapier keine Pampers ersetzen und Kleinkinder noch kein Brot essen. Tsotsi ist total überfordert und zwingt darauf die junge Mutter Miriam (Terry Pheto) sich um das Baby zu kümmern. Zaghaft beginnt sich zwischen den beiden eine Beziehung aufzubauen und Tsotsi sieht sich gezwungen, sich seiner Vergangenheit und seinem gewalttätigen Wesen zu stellen. [romate/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
,
Laufzeit
94 Minuten
Produktion
, 2005
Kinostart
, ,
Links
IMDb, TMDb
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Trailer Englisch, 01:58

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Kommentare Total: 8

Markus

Zitat Ghost_Dog (2007-02-11 21:59:48)
Zitat Markus (2007-02-11 21:41:37)

In Sachen Ghetto-Filme gibt es weitaus besseres.

interessiert mi jetz aber, an welche streifen konkret hassu da gedacht?

- City of God
- The Corner
- City of Men
- The Wire

Alles weitaus besser. Sind zwar nicht alles Filme, aber ich bin der Meinung, dass das Thema 'Überleben in den Slums' nicht in 90 Minuten vom Tisch sein muss/kann.

Ghost_Dog

Zitat Markus (2007-02-11 21:41:37)

In Sachen Ghetto-Filme gibt es weitaus besseres.

interessiert mi jetz aber, an welche streifen konkret hassu da gedacht?

Markus

Ganz okay der Film. Aber doch etwas zu flach um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

In Sachen Ghetto-Filme gibt es weitaus besseres.

Man hätte sehr viel mehr daraus machen können. Schade, sehr schade.

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