A Sound of Thunder (2005)

A Sound of Thunder (2005)

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  3. 110 Minuten

DVD-Review: Ausgerechnet ein Schmetterling

Stargate?
Stargate? © Studio / Produzent

Im Jahr 2055 macht ein Mann mächtig Kohle mit der Vergangenheit. Die Firma "Time Safari" bietet betuchten Gästen eine unvergessliche Reise in eine längst vergangene Zeit, in der Dinosaurer die Erde beherrschten. Charles Hatton (Ben Kingsley) verdient sich mit diesem Geschäft eine goldene Nase und kennt entsprechend wenig Skrupel.

Der Leiter dieser Expeditionen, die theoretisch immer gleich ablaufen und zeitlich vom Computer "Tammy" gesteuert sind, heisst Dr. Travis Ryer (Edward Burns). Er legt enormen Wert auf die goldenen Regeln, von denen eine heisst: "Mach nichts kaputt".

*fauch*
*fauch* © Studio / Produzent

Als bei einem Ausflug allerdings ein Gewehr klemmt muss die Gruppe improvisieren und die Gäste kriegen Panik. Kein Wunder, so Aug in Aug mit einem T-Rex. Da passiert das Unvermeidliche. Ein Schmetterling wird zertrampelt und was auf den ersten Blick ein harmloses Insekt ist, entwickelt sich zum katastrophalen Welleneffekt, der die Zukunft gewaltig verändern wird.

Zusammen mit der Erfinderin des Zeitcomputers, Sonia Rand (Catherine McCormack), muss sich nun Dr. Ryer auf machen, die Veränderungen rückgängig zu machen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn bei jeder neuen Zeitwelle entwickelt sich die Erde in eine vollkommen falsche Richtung. Und da tauchen Viecher auf, denen unsere vermeintlichen Retter besser aus dem Weg gehen sollten.

Einst als "Höhepunkt des Kinojahres" in den Kinoheftlis angekündigt, wurde an A Sound of Thunder rumgewerkelt, geschnippelt und verändert, dass der Film immer wieder ein neues Startdatum bekam und schliesslich gar nie bei uns in den Kinos lief. Verdient oder nicht?

Die Ausgangslage schien vielversprechend. Zeitreisen sind seit je her ein beliebtes Thema für Sci-Fi-Filme und wenn man sich die Filmbilder der verschiedenen, "neuen" Arten von Tieren so betrachtet, dann durfte man sich durchaus auf einen coolen, spannenden und vor Special-Effekten nur so strotzenden Film freuen. Nach Ansicht der Geschichte um den verkorksten Trip in die Vergangenheit sind dann aber die Gefühle zweischneidig.

Absolut Positiv zu bewerten ist die Grundidee, die Geschichte an sich und die Idee der coolen Figuren. Man kommt einfach nicht drum rum, die "Affenwesen" zu bestaunen und auch die Erwartung, was denn jetzt mit dem nächsten Evolutionssprung passiert, treibt die Geschichte gut voran.

Was dummerweise grad gar und überhaupt nicht passt, sind die Special-Effekte an sich. Grad bei einem Film der vollgestopft voll exotischen Kreaturen ist, sollte man sich beim Drehen speziell auf deren Animaton achten. Hier sieht es mehrfach leider so aus, als ob sich ein paar Buben am neuesten Grafikprogramm versuchten. Heraus kommen altbackene Aufnahmen, langweilige Greenscreen-Shots und versaute Animationen (Szenen unter Wasser).

Die Schauspieler kurbeln ihr Programm solide runter und sogar die lachhafte Frisur von Ben Kingsley ist Gewöhnungssache. Auch die Auftritte der Deutschen Heike Makatsch und Armin Rohde sind glücklicherweise recht kurz gehalten. Und auch die Perücke aus Love Actually feiert ihr Comeback. Remember?

Fazit: A Sound of Thunder hätte ein ganz geiler Film werden können. Vorausgesetzt man hätte an den Computern nicht so gestümpert. So fristet er nun ein Dasein als Mischung zwischen Jumanji und Jurassic Park 3, der versucht ein bisschen mehr zu sein, es aber leider nicht schafft.

Die DVD kommt in guter Bildqualität daher und hat auch Soundtechnisch ein akzeptables Niveau. Was allerdings verboten gehört, sind Untertitel in der Farbe ROT! Hallo? Augenschmerzen sind vorprogrammiert. Als Bonusmaterial ist eigentlich nur die Bildergalerie einen Blick wert. Die Star-Infos sind Texttafeln und der Trailer (zu)viel versprechend. Schade, hier wurde eine riesige Chance vertan, ein Päckli abzuliefern, das die DVD-Welt von den Sitzen hätte reissen können.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

pb

eieiei, das war ja gar nichts. altmeister peter hyams hätte es noch drauf, aber die story, die story. und dann die effekte, oje (ein gummidino und lustige spielzeugautos). heike makatsch gross auf der dvd, 5 minuten im film... 😴

muri

DVD-Review: Ausgerechnet ein Schmetterling

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