Les poupées russes (2005)

Les poupées russes (2005)

L'Auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg

Xavier (Romain Duris) ist nach seinem Studentenjahr in Barcelona und einem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium nun Schriftsteller und kann sich mit uninteressanten und schlecht bezahlten Aufträgen gerade mal so eben über Wasser halten. Das scheint sich allerdings zu ändern, als er die Chance erhält, für einen Fernsehsender die Fortsetzung eines Kassenschlagers zu schreiben. Leider handelt es sich dabei nicht gerade um ein Juwel der Fernsehunterhaltung, sondern schlicht um eine extrem lächerliche Liebesschnulze, die allenfalls noch kleine Mädchen zu Tränen rühren mag, wie ihm seine Ex-Freundin Martine (Audrey Tatou) offen gesteht.

Nicht viel besser stehts um sein Liebesleben: mit seinen dreissig Jahren hat er die Frau fürs Leben noch immer nicht gefunden und muss seinen Grossvater, der nun endlich die Fiancée sehen will, ein ums andere Mal vertrösten. Ebendieser Grossvater fordert Xavier auf, doch endlich aufhören Schund zu schreiben und stattdessen zur Abwechslung etwas wichtiges zu Papier zu bringen: Einen Roman.

Doch noch ist es nicht soweit, denn Xavier muss sich den Stoff für sein Buch erst mal zusammenleben. Sein Weg zum Glück führt über zahlreiche Frauen, von Paris nach London, St. Petersburg und Moskau. Dabei macht er so einiges falsch, ist gemein, egoistisch, aber zuweilen auch Prinz und Retter in Not. [mazemaster/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
, ,
Laufzeit
125 Minuten
Produktion
, 2005
Kinostart
, , - Verleiher: Frenetic
Links
IMDb, TMDb
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Kommentare Total: 2

rm

Ich fand schon das Original ziemlich öde. Dementsprechend war die Vorfreude auf den zweiten Teil eher gering. Das einzig gute - die vielen wunderschönen Frauen - wurden beibehalten. Kelly Reilly wurde mit dem Alter sogar noch heisser und es gibt ein paar neue mehr, von denen eigentlich nur eine nicht sehr ansehlich ist - gerade die spielt aber ein internationales Topmodel. Natürlich schläft der Held auch mit ihr. Denn die Männerfantasie, dass auch die langweiligste Socke promiskuitiv durch die Betten hüpft geht in Les Poupées Russes munter weiter. Die Schönheiten, mit denen das nicht (mehr) geht, bleiben trotzdem in seiner Nähe. Xavier teilt im Film einmal mit der Ex (Audrey Tautou) dann mit der Lesbe (Cécile de France) die Wohnung.

Die EU-Geschichte aus dem ersten Teil wird osterweitert. Es kommt zur Wiedervereinigung in St. Petersburg, Russland. Dort hat William, der zugezogene Bruder der Engländerin aus dem ersten Teil, sich in eine Ballerina verknallt. Die Hochzeit steht kurz bevor und so treffen sich die WG-Gspänli aus Barcelona alle wieder. Der Deutsche und die Italienerin haben wenig neues zu sagen, der Film konzentriert sich vor allem auf Xavier, Wendy, Isabelle und William. Es geht los, als Xavier gerade den Fussgängerstreifen betritt, und dann wird das Bild eingefroren. Er will uns nämlich was erzählen (den ganzen Film) und das dauert so lange (ca. 100 Minuten), dass man, wenn man endlich wieder bei der Szene an der Strasse angelangt ist, schon lange vergessen hat, wo man ursprünglich war.

Xavier hat zwar seinen Traum aus Teil 1, Schreiberling zu werden, erfüllt, schreibt aber nur, was er am Besten kann: Plots für langweilige Telenovelas. (Oder Ghostwriting für Topmodels) In seiner Freizeit hüpft er wie ein Bienchen von Blümchen zu Blümchen oder fährt mit dem Zug immer in den gleichen Tunnel. (Vielleicht sogar als Witz des Regisseurs gedacht - dann aber bei Hitchock abgeschaut) Das und nicht viel mehr ist dann die Handlung. Bis Xavier endlich begreift, dass die Suche nach der Traumfrau fürs Leben nicht mit Babuschkas auseinander nehmen zu vergleichen ist (Tu sais, die Puppen aus dem Titel), braucht der Film dann ganze zwei Stunden. Ein bisschen viel für ein simples Geschichten um einen entscheidungsunwilligen Franzosen. Denn dieses Thema hat Clara et Moi eindeutig kurzweiliger und liebevoller behandelt.

mazemaster

Filmkritik: L'auberge espagnole 2

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