Flightplan (2005)

Flightplan (2005)

Flightplan - Ohne jede Spur
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  2. 98 Minuten

DVD-Review: Wenn das Fundbüro versagt!

Ich muss aber jetzt auf die Toilette!
Ich muss aber jetzt auf die Toilette! © Studio / Produzent

Der Mann von Flugzeugkonstrukteurin Kyle Pratt (Jodie Foster) verstarb vor kurzem. Vom Dach geschubst oder gesprungen ist die grosse Frage. Man weiss es nicht so genau. Jedenfalls muss sein Leichnam nach Amerika rückgeführt werden. Zusammen mit ihrer Tochter Julia (Marlene Lawston) begleitet Kyle den Sarg auf einem Linienflug in einer E-474 der Aalto-Air. Julia ist sieben Jahre alt und leicht traumatisiert von den Ereignissen. Sie macht sich Sorgen, ob es im neuen Zuhause auch Toast zum Frühstück geben würde. Mama Kyle beruhigt liebevoll und da das Flugzeug nicht vollbesetzt ist, können Kyle und Julia zwei Sitzreihen für sich alleine schnappen, um sich hinzulegen.

Als Kyle mitten über dem Atlantik wieder aufwacht, ist ihre Tochter nicht mehr da. Nur Julias Teddy, ohne den sie nirgends hingeht, hält einsam die Stellung auf ihrem Sitz. Niemand hat das Mädchen weggehen sehen und die Besatzung seltsamerweise keinen Passagier auf dem Platz, auf dem sie vor kurzem noch selig geschlafen hat. Oder etwa doch nicht?

Jodie Foster in Die Hard-Pose? Die gemeine Presse feierte sich in Vergleichsklügeleien. Zwar ist seit Aliens die Actionheldin verbunden mit Muttergefühlen eingeführter Kinobestandteil, leicht haben es die Damen aber dennoch nicht. Gut, Flightplan ist sicher mehr Thriller den Action, aber auch dieses Genre ist nicht einfach im Sologang zu tragen. Jodie Foster macht ihre Sache, man ist es gewohnt, wie immer routiniert, aber wie in Panic Room hat sie als besorgte Mutter mit Tick doch sehr zu kämpfen -im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch hier ist die Story nicht durchgehend atemberaubend (was sie sein sollte, denn darauf konzentriert sie sich) und der Hitchcock-getünchte "Verschwindibus" Film hätte durchaus von mehr klaustrophobischer Atmosphäre profitiert als von 70er Jahre Flugzeugwundercharme (ui, wir haben soooo viele Passagiere in unserem riesigen, topmodernen Flugzeug, das von aussen aussieht wie eine angerostete Blechbüchse). Ja, sicher, die Wendungen sind gelungen und dankenswerterweise ist der Film auch nicht überlang. Aber das Finale zieht sich fast so klebrig wie ein Flug über den Atlantik und nach gut 2/3 hat die Geschichte ihr Pulver leider verschossen.

So bleibt ein gutgemachter, ordentlich gespielter Film mit etwas zu sehr Moralpredigt am Schluss und einigen der üblichen Klischees (bebrillte Therapeutin, der kriminell aussehende Nahostvertreter und die "üblichen Verdächtigen"...).

Die DVD: Bildmässig ist die Disc überzeugend. Kontrast und Schärfe sind ausgeglichen, hie und da sind einige Nachzieher (bei den hellen Beleuchtungskörpern) festzustellen. Klanglich werden vor allem Flugzeuggeräusche und Durchsagen in ein atmosphärisches Surroundverhältnis gestellt, das klingt bei geeignetem Equipment toll und bringt viel Räumlichkeit mit sich. Das Bonusmaterial ist üblich: Ein ausführliches Making Of in mehreren Teilen von der Vor- bis zur Nachproduktion und näheres zur Konstruktion des Flugzeugs selber.

/ pb

Kommentare Total: 38

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Tja der Film konnte mich in keinster Weise umhauen. Flightplan hat keine Überraschungsmomente. Dadurch war auch die Story extrem vorhersehbar und bietet keine richtige Spannung. Dazu hat es viele klischeen und unterhält nur mässig. Ich drücke hier mal ein Auge zu und gebe ihm drei Sterne.

V8 Power

Eine starke Jodie Foster... und ein nervendes Kind. Doch nach dem Verlust des Vaters/Ehemanns kann man es doch ein wenig nachvollziehen. Wäre es aber nicht per Zufall (wie in sooo vielen Filmen) eine Mitkonstrukteurin des Fliegers gewesen, würde der Film nicht funktionieren. Mich packte mehr die "ist das Kind nun da oder ist das Psycho" Schema als das wirkliche Verschwinden. Ich fand's OK und kann die negativen Punkte hier nicht wirklich nachvollziehen.

daw

Guter Thriller auf dem man einige Male auf die falsche Fährte gelockt wird. Ich fand den Film ganz ok für einen Sonntag-Abend Film 😉 Der Schluss, meiner Meinung nach, ist nicht so gut gelungen wie die ersten 3/4 des Films.

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Trailer Englisch, 02:29