Assault on Precinct 13 (2005)

Assault on Precinct 13 (2005)

Das Ende - Assault on Precinct 13
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  3. 109 Minuten

DVD-Review: Polizisten im Dauerdruck

Neo? Wer ist Neo?
Neo? Wer ist Neo? © Studio / Produzent

Ein abgehalfteter, ehemaliger Undercover-Cop leitet ein kleines, baufälliges Polzeiquartier, etwas ausserhalb der Grossstadt, das kurz vor seiner Schliessung steht. Neujahr will man noch zusammen feiern. Zeitgleich ist ein Gefangenentransport unterwegs, der aber wgeen extremen Schneefalls es dann doch vorzieht, die Fahrt auszusetzen. Man fährt also zum nächsten Polizeiposten um die Gefangenen in die Zellen zu schmeissen und das ist ausgerechnet das alte Gebäude unseres Helden.

Dummerweise hat man ausgerechnet den meistgesuchten, endlich geschnappten Polizistenmörder dabei - ein verhängnisvoller Gast! Als das Polizeiquartier, abgeschnitten von der Aussenwelt, von überlegen ausgerüsteten Männern angegriffen wird, müssen die verbliebenen Cops nicht nur um ihr sondern auch um das Leben der Insassen kämpfen.

Remakes von John Carpenter-Filmen sind derzeit in. Fast zeitgleich mit The Fog wurde auch einer der ganz frühen Carpenter Filme, Assault on Precinct 13 neu auf Film gebannt. Die Frage: wieso eigentlich, lassen wir jetzt mal aussen vor.

Diese neue Version geht zwar von der gleichen Ausgangslage aus: Ein kleines Polizeirevier wird angegriffen, die verbliebenen Knastinsassen müssen sich mit den Cops zusammentun um zu überleben. Sonst wurde allerdings viel geändert. Während Carpenter eine Gang einfach mal so drauflosballern liess, hat man in der Neuverfilmung politisch korrekt einem Haufen korrupter Cops die Stürmung des eigenen Reviers auferlegt. Diese neue Voraussetzung, schnell aufgeklärt und eigentlich auch recht bald angedeutet, bringt eigentlich so gut wie nichts. Da gibt es interessantere Filme über die Korruption bei den Beamten der US-Polizei (Dark Blue und Training Day), die vertiefter in die Problematik eingehen. Bei Assault on Precinct 13 ist das einfach ein Aufhänger für einen technologisch überlegenen Gegner.

Jean-François Richets Version hat keine Chance im Vergleich zum Original (und bei Remakes muss ein Vergleich einfach gestattet sein). Während John Carpenter aus einer dünnen Story das möglichste herausholt und einen atmosphärisch dichten, spannenden und teils unheimlichen Film (auch dank der unvergesslichen Musikuntermalung) geschaffen hat, versucht die Neuversion verzweifelt eine tolle und ernsthafte Geschichte und möglichst vielfältige Charaktere zu portieren und verfehlt das Vorhaben auf der ganzen Linie. Die Besetzungscouch wurde denn auch für diesen Zweck ganz anders aufgefüllt als der no name Film von Carpenter und mit Stars wie Ethan Hawke versehen, doch der bleibt in seiner Hauptrolle als guter Bulle mit Psychomacken total blass. Brian Dennehy wieder einmal in einer präsenteren Rolle zu sehen, ist zwar schön, aber selbst ein einst gestandener Mime wie er, oder aktuelle Bekanntheiten wie Gabriel Byrne oder Laurence Fishburn können wenig zum Film beitragen. Undankbar für einen Schauspieler.

Fazit: wer kann, sollte sich für das Original entscheiden, wer Lust hat, soll die beiden vergleichen, wer was Neues, Frisches, Zünftiges sehen will, sollte hier nicht zu viel erwarten. Geboten wird zwar solide Action und gutes Filmhandwerk, umwerfend ist das ganze aber bei weitem nicht.

Extras: Die Sonderseite der DVD ist eher mager. Die entfallenen Szenen sind erklärungslos aneinandergereiht und die diversen Making Of Featurettes bestes PR-Material ohne wirklichen Tiefgang. Ein Vorgänger/Neuverfilmungs-Vergleich wäre interessant gewesen. Das Bild des Transfers ist sehr soft und etwas konturlos, die dunklen Szenen bzw. Farben, von denen massig enthalten sind, verlieren sich beinahe ineinander. Der Ton ist recht gut und unterstreicht die diversen Schusssequenzen nachhaltig. Nicht so ganz klar ist mir die DTS Spur, bei der ich wenig Unterschied zur DD 5.1 feststellte.

/ pb

Kommentare Total: 8

daw

Gute Unterhaltung mit ganz passablen Leistungen der Schauspielern. Nicht gerade ein wirklicher Top-Film, aber ein paar gute Ansätze sind schon dabei. Gesehen auf'm Zune-Kanal via Xbox. Qualität ist ebenfalls ganz Ok.

3.5

Le-Chiffre

Man hat auch hier alles schon auf irgendeine Weise schon mal gesehen. Spannungsaufbau ist nicht vorhanden, da man schon weiss was passiert...

Pluspunkt sind wirklich die Schiessereien.

()=()

Der Film schafft es nie in irgendeinem Bereich über das mittelmass heraus. Das ganze ist zu klischeehaft, zu voraussehbar und zu langweilig. Die Schiessereien waren Ok.

[Editiert von ()=() am 2009-04-01 10:23:45]

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