Taxi (2004)

Taxi (2004)

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  3. 97 Minuten

DVD-Review: Pimp a Movie Flop

*wwwrrrau*
*wwwrrrau*

Belle (what a name for Queen Latifah) hats endlich geschafft. Ihre Tage als Velokurier in New York sind gezählt, die Zulassung fürs eigene Taxi steht kurz bevor und die Kollegen bereiten ihr einen schönen und herzlichen Abschied. Das Taxi ist nun ihre Einnahmequelle und das hats in sich. Frei nach MTV ("Pimp my Ride") ist die Karre aufgemotzt und fliegt so eher durch die Strassen beim Big Apple, anstatt anständig rum zu kurven. Und da ist noch dieser Cop, der sie für irgendwelche Fahrten buchen will....

Detective Andy Washburn (SNL-Komiker Jimmy Fallon) hats mal wieder verbockt. Er war kurz davor, einen grossen Deal auffliegen zu lassen, doch scheiterte an seinem Unvermögen, ein Auto zu fahren. Dürfen würde ers schon, nur können tut ers nicht. Das Autofahren. Von seiner Chefin (Jennifer Esposito) diszipliniert und vor der ganzen Einheit lächerlich gemacht, kriegt er per Zufall mit, dass ein Banküberfall statt findet. So schnappt er sich halt das erstbeste Taxi, das er kriegen kann....

Was machen die bloss mit uns...
Was machen die bloss mit uns...

Die Bankräuberinnen, allesamt langbeinig, wohlgeformt und natürlich brasilianische Models (angeführt von Gisele Bündchen) entkommen und bringen den Cop und die Taxifahrerin in noch grössere Probleme, als diese sichs vorstellen können. Während die Polizei mit dem FBI im Nacken noch weitgehend im Dunkeln tappt, hat unser ungleiches Team eine heissere Spur, der nun nachgegangen wird.

Im aufgemotzten Taxi beginnen nun Verfolgungsfahrten durch New York, angereichert mit dummen Sprüchen und der Vorstellung seiner Mami (Ann-Margret) und ihres, zur Zeit noch sehr verständnisvollen, Lovers. Doch bis die schönen Räuberinnen endgültig gefasst werden können, brauchts noch einiges....

Nachdem in Frankreich die Filmserie um das Taxi unseres Vertrauens bereits mit Taxi 2 und Taxi 3 vorgelegt hat, wurden natürlich auch die hellen Köpfe in Hollywood auf das Potenzial eines tiefergelegten Fahrzeugs in der Grossstadt aufmerksam. Schwupps wurden lustige Menschen verpflichtet, ihnen ein multifunktionales Gefährt zur Verfügung gestellt und ab durfte die Post gehen. Im Amerika schaffte man damit immerhin knapp 40 Millionen Dollar Einspiel. Bei uns Schweizern kam der Film gar nie in die Kinos...

Wer in letzter Zeit des öfteren mal bei MTV reinguckt, wird dort Pimp my Ride natürlich kennen. Im Sog dieser In-Show und dem weltweiten Boom des "aufmotzens", darf natürlich ein dazugehöriger Kinofilm nicht fehlen. Nur leider verpuffen die Gadgets des Zaubertaxis relativ schnell und von den viel erwarteten Verfolgungsjagden hat man ebenso schnell genug. Die Geschichte ist nichts sagend, leidlich witzig und Spannung sucht man vergebens. Wenn wenigstens das Taxi auf den Spuren vom K.I.T.T. oder wenigstens dem Gadgetto-Mobil gewandelt wäre.... Aber nein, nicht mal das darf man sich ansehen.

Als Hauptdarstellerin wurde die unsägliche Queen Latifah (immerhin Oscarnominiert für Chicago und grauenvoll in Bringing down the House) gecastet. Doch schon bei ihrem ersten Auftritt im Film schüttelts den Gucker erstmal so richtig durch. Da fährt ein durchtrainierter Biker über Stock und Stein, zeigt schöne Tricks und radelt in die Kurierfirma. Er nimmt den Helm ab und siehe da, auf einmal hat er einen Bauch, ist eine "sie" geworden und stellt sich als Queen Latifah heraus. *eeehm*, für wie blöd hält man den Zuschauer eigentlich? Ihr Partner Jimmy Fallon könnte man aus Band of Brothers kennen. Berühmtheit erlangte er als Hampelmann in Saturday Night Live, einer Show, aus der schon viele grosse Komiker hervorgegangen sind. Fallon ist keiner davon...

Fazit: New York Taxi ist mühsam, langweilig, schon 1000 Mal gesehen und so vorhersehbar wie die untenstehende Sternlibewertung meinerseits. Dass die brasilianischen Models heiss sind, rettet dem Film ein halbes Pünktchen. Wären es deutsche Models gewesen, ich wäre in Tränen ausgebrochen. Kurz gesagt, der Film ist gaga und lohnt sich nicht. Da bleibt man besser bei den französischen Originalen, auch wenn diese US-Version (scheinbar) nur lose auf denen basiert.

Die DVD hat dagegen erstaunlich witziges zu bieten. Vor allem die Features, in denen Jimmy Fallon mal seinem Mundwerk freien Lauf lassen kann, zeigen, dass er es vielleicht (und nur vielleicht) wirklich mal noch zu was bringen kann. Gemeint sind hier natürlich die Studiotour und das Special von Comedy Central, die wirklich zum grinsen sind. Ansonsten dürfen wir das übliche Making-of erwarten, ein etwas genauerer Blick hinter die Kulissen, ein Musikclip zu den attraktiven Brasilianerinnen, ein paar wenige unveröffentlichte Szenen und ein Blick hinter die Kulissen von Rebound, dem neuesten Oscarwürdigen Werk mit Martin Lawrence aus Bad Boys. Hab ich den Audiokommentar des Regisseurs schon erwähnt? Ach, soeben? Okay, dann kann man das auch abhaken....

/ muri

Kommentare Total: 7

Victorymon

Zitat Markus (2006-06-02 21:00:02)

Die Tussi fährt mit 120 Sachen (oder wieviel auch immer) in NY herum...Rrrrighttttt 😴😴

was denn? noch nie in nem New Yorker Taxi gesessen? Ich 3x... und hab 2x danach gekotzt (no joke)

dieser Film dagegen lief grade auf Premiere... oder Sky... als Top-Comedy des Tages.
Und ich muss sagen: *würg*
Selten hab ich mich so sehr auf Taxi gefreut. Also auf die echte Fassung.
Absolute Zeitverschwendung, dieser Streifen

o0chFIREFIGHTERch0o

Billige Nachmache, vom Originalem Taxifilm !!

()=()

Wenn nichts schlaues im TV lauft kann man getrost diese typische durchschnittskost reinziehen. Der Film enthält viele platte Witze und eine extrem langweilige Handlung. Das einzige in was der Streifen Punkten kann sind die Models😛.

1,5

[Editiert von ()=() am 2008-11-02 21:31:41]

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