Ray (2004)

In Florida in den 30-er Jahren. In einem Armenviertel lebt eine Mutter mit ihren zwei Söhnen und versucht diese mit harter Arbeit über die Runden zu bringen. Ebenso trichtert sie ihren zwei Jungs immer wieder ein, auf eigenen Füssen zu stehen und sich durch niemanden beeinflussen zu lassen. Und wie wenn das Leben dieser Familie zu dieser Zeit nicht schon genug hart gewesen wäre, schlägt das Schicksal grauenhaft zu. Der kleinere Bruder ertrinkt in der Waschtonne und der Ältere wird mit 6 Jahren blind.

Mit dem Verlust seiner Sehkraft, wird der kleine Ray Robinson auf seine anderen Sinne aufmerksam. Die Ohren sind ab diesem Zeitpunkt seine Augen und er beginnt sich für das Klavierspiel zu interessieren. Im Teenageralter wagt sich Ray aus der bekannten Umgebung ins grosse Unbekannte. Er reist nach Seattle, um in der dortigen Jazz-Szene Fuss zu fassen. Begabt wie kaum ein Zweiter, wird Ray (Jamie Foxx) unter Vertrag genommen und sein Aufstieg zum gefeierten Weltstar nimmt seinen Lauf. Zwischen Jazz, Country, Gospel und R'n'B entwickelt Ray Robinson, der sich jetzt Ray Charles (sein zweiter Vorname) nennt, seinen eigenen Stil und die Erfolge werden immer grösser.

Doch mit grossem Erfolg, kamen auch grosse Probleme. Während er in Bea (Kerry Washington) eine Frau zuhause hat, die ihm zwei Söhne auf die Welt bringt, ist Ray Charles auf Tour ein Frauenheld, der sich in Sexgeschichten und Drogen flüchtet. Anfänglich noch ein schüchterner Mitläufer, entwickelt sich der schwarze Musiker zum Junkie, der ohne Heroin nicht mehr leben kann und mit dessen Konsum seine ganze Karriere gefährdet. Dazu kommen, wie angesprochen, seine Frauengeschichten, die schlussendlich mit einem Todesfall enden, für den sich Ray Charles selber die Schuld gibt.

Währenddessen sieht sich Ray auch weiteren Problemen gegenüber. Rassentrennung und seine Vermixung von Gospel mit anderen Stilrichtungen, welche als "Teufelsmusik" betitelt wird, sind nur ein paar davon. Denn so strahlend und erfolgreich Ray Charles auf der Bühne war, so zerrüttet, schwach und beeinflussbar war er als Mensch hinter den Kulissen.

Sein Drogenkonsum macht sich bemerkbar. Er ist nervös, kratzt sich überall und kommt nicht von diesem Teufelszeug weg. Aber er muss sich entscheiden. Musik oder Drogen. Und die Entscheidung muss schnell getroffen werden, denn sonst ist es zu spät. [muri/OutNow]

Regie
Darsteller
, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Genre
, ,
Laufzeit
152 Minuten
Produktion
2004
Kinostart
, , - Verleiher: Universal
Links
IMDb, TMDb
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Kommentare Total: 44

Le-Chiffre

Zitat El Chupanebrey (2007-04-05 17:50:32)

Jamie Foxx ist die ideale Besetzung für Ray Charles. Gratulation (Ray Charles hat ja selbst noch mitbestimmt). Auch ansonsten ist der Film super und Foxx' Oscar mehr als verdient.

Du brinst es auf den Punkt. Jamie Foxx spielt Ray Charles brilliant. Habe den Film etwas lange gefunden.

mr.wolf

Ein genialer film. Er hat alles was man von einer Biographie erwartet. Obwohl man ja der wahren Story folgen muss war mir nicht eine sekunde langweilig.
Jamie Foxx hat super gespielt er sieht im film genau wie Ray charles aus und die Bewegungen von Ray hat er perfekt nachgeahmt.

El Chupanebrey

Jamie Foxx ist die ideale Besetzung für Ray Charles. Gratulation (Ray Charles hat ja selbst noch mitbestimmt). Auch ansonsten ist der Film super und Foxx' Oscar mehr als verdient.

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