Garfield (2004)

Garfield (2004)

Garfield: Der Film
  1. ,
  2. 80 Minuten

Filmkritik: I'm not fat. Only Big-boned

Eine der berühmtesten, ach, die berühmteste Katze der Welt schafft es auch noch. Nachdem in den letzten Jahren viele, zu viele, Comic-Charaktere mehr oder weniger gut auf die Leinwand gebracht wurden, durfte natürlich auf Garfield nicht hinten an stehen. Seit Jahren begeistert Garfield-Zeichner Jim Davis mit seinen Comicstrips Millionen von Lesern in fast so vielen Zeitungen rund um den Globus. Nun also sein erster Leinwandauftritt. Um was geht's denn da?

La vita è bella
La vita è bella © Studio / Produzent

Garfield (Stimme von Bill Murray) lebt bei seinem Herrchen Jon (Breckin Meyer) wie die Made im Speck. Das gutmütige, trottelige und sich fast der Katze unterwerfende Herrchen füttert sein Büsi am liebsten mit Lasagne und lässt auch sonst so einiges über sich ergehen. Das alles soll sich allerdings ändern, als Jon ein neues Haustierchen anschafft; Odie, den Hund.

Natürlich hat er den Hund nicht einfach so zu sich genommen. Er möchte seiner Angebeteten, Tierärztin Liz (Jennifer Love Hewitt), imponieren. Dass das Aufeinanderprallen von Hund und Katz zum Problem werden kann, ist voraus zu sehen. Denn Garfield sieht sein Paradies vom Eindringling Odie bedroht. Dieser gutmütige, beschränkte und liebenswerte Hund wird zum Star im Haus und das kann der Kater natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

wanna piece o'this?
wanna piece o'this? © Studio / Produzent

Garfield sieht seine Mühen, dem Hund das Leben zur Hölle zu machen, von Erfolg gekrönt, als er diesen eines Abends aus dem Haus sperrt und Odie verschwindet. Doch statt wiederkehrendes Luxusleben hat Garfield jetzt einen grossen Haufen Probleme. Denn nicht nur, dass Jon und Liz gemeinsam nach dem Hündchen suchen. Nein, auch Garfields Gewissen macht ihm einen Strich durch die Rechung. So macht sich unser Lieblingskatze auf, um Odie aus den Fängen eines TV-Moderatoren zu befreien, der mit den Tanzkünsten von Odie das grosse Geld machen will

Nachdem ich den Trailer nun doch ein paar Mal gesehen habe, konnte ich mir in etwa vorstellen, wie der schlussendliche Film aussehen würde. Eine mässig animierte Katze mit frechem Mundwerk, ein NICHT animierter Hund (warum wurde unser aller Liebling Odie eigentlich nicht auch vertricktechnischt?) und eine Geschichte, die wohl keinen vom Sessel reissen würde.

Entgegen meinen Erwartungen habe ich mich aber trotz allem erstaunlich gut amüsiert. Klar, die Animation von Garfield lässt zu wünschen übrig und es bleibt weiterhin die Frage warum Odie nicht auch animiert ist. Aber coole Sprüche und freche Moves (oder auch umgekehrt) hat der rundliche Kater allemal drauf. Die Stimme von Bill Murray passt meiner Ansicht nach hervorragend und verleiht dem lasagnevertilgenden Vielfrass die nötige Arroganz und Überheblichkeit. Wer ebenfalls überraschend herzig und süss daherkam, war Odie. Obwohl gegenüber dem Comic nicht mehr wieder zu erkennen, hat er eine ziemlich schnukelige Art und kommt echt sympathisch rüber, wenn man dieses Attribut auf ein Tier beziehen darf.

Die mitspielenden Menschen allerdings... Uiuiui... Breckin Meyer nimmt man die uns allen bekannte Figur des Besitzers Jon eigentlich so gut wie nicht ab. Gefordert wird er auch nicht und er soll doch bitte weiterhin seine Direct-to-DVD-Filme drehen. Auch Jennifer Love Hewitt ist halt einfach schön anzuschauen, aber die Geschichte mit ihrer Figur und Jon ist, wieder gegenüber dem klassischen Comic, halt einfach blöd und unnütz. Aber irgendwie musste man da wohl den Film füllen und animierte Kater während knapp 90 Minuten durchs Bild zu jagen, ist wohl auch eine Frage des Budgets.

Fazit: Es gibt tatsächlich Szenen, wo ich laut lachen musste. Da zeigt sich der bitterböse Humor eines Jim Davis, der seinen Kater herrlich agieren lässt. Dann gibt es wiederum andere Momente, die halt einfach nicht mehr aufhören wollen. Ich meine, einen Kater singen zu sehen ist ja schon glatt, aber irgendwann sollte auch das wieder mal vorüber sein. Und überhaupt. Wo blieben Garfields Erzfeinde, die Spinnen? Wo die anderen Comicfiguren, die einem zum lachen bringen? Naja, so ist aus Garfield ein Film geworden, den niemanden irgendwie fordert, aber doch ab und zu unterhaltsam daherkommt. Und auf die Frage, ob der Film gut oder schlecht war, kann ich eigentlich nur antworten: "Garfield ist Garfield" Und für die Tatsache, dass er Montage hasst, kriegt er grad noch mal einen Sympathiepunkt....

*miau*

/ tam

Kommentare Total: 29

El Chupanebrey

Sehr lustiger Film. Nicht perfekt, aber ein netter Film zur Erholung von all den grossen Blockbustern. Sicher besser als der zweite Film, den ich (zum Glück?) nicht gesehen habe.

Nyle

ich bin mit garfield comics aufgewachsen und der film war wirklich herrlich inszeniert! Sehr schön gemacht. Nur Garfield hätte ein bisschen mehr zynischer sein können. Meine favorisierte Szene: Garfield und Odie am Tanzen! Mir ist vor Lachen ne Träne runtergekullert!

nussknacker

Hiess es nicht "Once again my life is been saved by the miracle of LASAGNE!"?!

Für war der Film solala. Gelegentlich recht öde, vor allem in der ersten Hälfte, gelegentlich recht amüsant.

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