Cube Zero (2004)

Cube Zero (2004)

  1. , ,
  2. 97 Minuten

DVD-Review: Würfelspiele der perversen Art

Es war einmal ein Mensch
Es war einmal ein Mensch © Studio / Produzent

Stell dir vor, du wachst auf in einem dunklen Raum. Du hast keine Ahnung mehr, wer du bist, was du getan hast und wo du dich gerade befindest. An deinem Overall ist ein Namensschild festgenäht, dass wahrscheinlich deinen Namen trägt. Du trägst ebenfalls schwere, schwarze Schuhe und in diesem Raum hat es 6 Ausgänge. An jeder Seite einen, sowie oben und unten. Du versuchst, einen Ausgang zu wählen und musst feststellen, dass im nächsten Raum eine tödliche Falle auf dich wartet. Willkommen im Cube.

Dieses mal werden wir Zeuge, wie eine Frau in diese Situation gerät. Sie hat keine Erinnerung mehr an ihre Vergangenheit und trifft bei ihrem Weg durch diesen Würfel auf 4 weitere Gleichgesinnte, wovon der erste bald unsäglich brutal das Zeitliche segnet.

Kannst du Geometrie?
Kannst du Geometrie? © Studio / Produzent

In einem Überwachungsbüro sitzt in der Zwischenzeit Eric (Zachary Bennett), dessen Aufgabe es ist, die Vorgänge im Würfel zu überwachen. Die Befehle kommen per Aufzug, das verschliessbare Telefon klingelt nur in Notfällen und zu viele Fragen sind nicht erwünscht. Sein Kollege Dodd (David Huband) arbeitet genau nach diesen Vorschriften. Er stellt keine Fragen, führt Befehle aus und denkt bloss nicht zuviel über das nach, was er tagtäglich zu sehen bekommt.

Matrix junior
Matrix junior © Studio / Produzent

Doch diese Frau, die da im Würfel ist, hat es dem jungen Eric angetan. Normalerweise sind solche Testpersonen Schwerverbrecher, die auf ihre Todesstrafe warten. Ebenso haben sie ein rosa Papier unterschrieben, welches zeigt, dass sie sich bereit erklären, in den Würfel zu steigen. Bei dieser Cassandra (Stephanie Moore) ist dies nicht der Fall. Ein bürokratischer Fehler?

Eric fasst einen folgenschweren Entschluss. Er, der den Würfel in- und auswendig kennt, geht rein, um die Frau zu retten, die er nur vom Bildschirm kennt und von der er meint, sie sei unschuldig in diese Lage gekommen. Dass so ein Entschluss und Erics Handeln natürlich nicht unbeobachtet bleibt, ist klar. Die Oberen kommen runter. Die Fallen werden brutaler, die Ausgänge geschlossen. Und die Säuberung, in der alles innerhalb des Würfel sofort zu Staub verfällt, beginnt in 10 Minuten.....

1997 kam ein kleiner, feiner und ebenso interessanter Film ins Kino, in dem Leute sich in einem Würfel fanden und durch ausgeklügelte Fallen hindurch um ihr Leben kämpfen mussten. Cube war genial und wurde diverse Male ausgezeichnet, sowie ein nicht zu verachtender Erfolg an den Kinokassen. Dass dann 2002 die Fortsetzung Cube 2: Hypercube, war die logische Folgerung. Auch wenn dieser nicht ganz an das Original heranreichte. Nun ist es also Zeit, zum dritten Mal in den Würfel zu gehen und den tödlichen Fallen auszuweichen. Doch nicht nur das. Nein. Dieses Mal bekommt man sogar einen Blick "hinter die Kulissen" des Projektes.

Natürlich sind die menschlichen Laborratten weiterhin der spannende Teil der Geschichte. Was passiert im nächsten Raum? Wie werden die Menschen dort vernichtet? Oder ist er gar "sauber"? Diese und weitere Fragen werden auch in diesem dritten Teil gestellt, gezeigt und schlussendlich beantwortet. Dass man in der Zwischenzeit durch Filme wie Final Destination 2 durchaus aussergewöhnliche Todesszenen zu sehen bekam, liessen die Macher des Filmes wohl extra kreativ werden. Was genau sie sich ausgedacht haben und wie brutal und blutig die einzelnen Kammern sind, sollte sich jeder interessierte Fan selber ansehen. Aber zeitweise ist es schon etwas heftig, was einem hier geboten wird.

Heftig ist auch das Stichwort um die Storyline ausserhalb des Würfels zu beschreiben. Denn während man im Innern körperlich beschädigt wird, geht es ausserhalb um Moral, Ethik oder stures befolgen von Befehlen. Was sind das für Menschen, die zuschauen, wie andere Personen getötet werden, ohne auf zu begehren? Was ist besser: Mund zu und leben oder das Gegenteil? Diese Frage darf man sich stellen, wenn die beiden Aufpasser ihre Dialoge führen und einer von ihnen sich schlussendlich gegen die Gesellschaft stellt. Oder es wenigstens versucht.

Ein weiterer positiver Aspekt sind die mit unbekannten Schauspieler, denen man ihrer Rollen durchaus abnimmt. Ausser vielleicht dem etwas freakigen Krawattenträger, der dann natürlich mit seinen Assistenten auftaucht, als der Techniker dem System eins auswischen will. Ansonsten hab ich durchaus Charaktere gesehen, die zwar mehrheitlich (leider) an der Oberfläche bleiben, aber dennoch glaubwürdig rüberkommen.

Fazit: Von den bisherigen 3 Teilen dieser Reihe, ist Cube Zero der Blutigste. Schöne Splattereffekte und diverse "Wäh"-Momente machen vor allem die Handlungen IM Würfel interessant. Der Schwachpunkt des Filmes ist leider die Geschichte ausserhalb. Obwohl man versucht, einen Blick hinter die Kulissen dieser geheimnisvollen Organisation zu werfen, bleibt doch vieles unklar und viele Fragen unbeantwortet. Aber das gehört ja wohl zur Strategie der Macher dieser Filme. Denn der Kreis schliesst sich weiterhin und Futter für Fortsetzungen ist wieder einmal gegeben. Mir hats trotzdem gut gefallen und ich kann eigentlich jedem empfehlen, mal alle drei Teile anzuschauen. Der Erste ist weiterhin der Beste, aber die Fortsetzungen können durchaus ebenfalls bestehen.

Die DVD hingegen hat mich enttäuscht. Ausser einem Trailer zum Film und Texttafeln zu den Schauspielern gibt es nichts abzurufen. Und dass man es nicht mal geschafft hat, eine Version mit Untertitel auf die DVD zu packen, nervt grad nochmals. Das es so was heute überhaupt noch gibt... *kopfschüttel*...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website

Kommentare Total: 14

Murikov

Auf jeden Fall besser als der wirre Hypercube. Die Idee, die wieder zurück auf Cube's Wurzeln zurückgreift, kann grösstenteils durchaus überzeugen. Wieder mehr Fallen, mehr Splatter und ohne Paralleluniversum-Schnickschnack.

Übel hingegen sind gewisse schauspielerische Leistungen und die mauen Effekte. Über das Ending lässt sich auch streiten - war meiner Meinung nach auf jeden Fall ein interessanter Plot Twist.

pb

oh mein gott, was für ein dämmlicher film. grausamst hölzerne schauspieler müssen irgendwelches knistern erzeugen, das gar nie da ist. und fürs drehbuch gibts die goldene ohrfeige. himmelnochmal...

CodyMaverick

Schlecht, Schlechter, Cube Zero. Dieser Film hat schon fast Vin Diesel-Niveau.

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen