Bring It on Again (2004)

Bring It on Again (2004)

Girls United Again
  1. ,
  2. 90 Minuten

DVD-Review: Bomb Diggity

Wenigstens eine hat ein Einsehen
Wenigstens eine hat ein Einsehen © Studio / Produzent

Whittier und Monica sind an ihrem Traum-College gelandet. Es hat die beste Cheeleader-Truppe des Landes und diese wird vom Dekan bis zum geht nicht mehr gefördert. Leider erweist sich die Chefin der Truppe als gefühlskalte Bitch, die den beiden Neuen einen anderen Lebenswandel aufzwingen will. So muss Whittier, obwohl ihr schon der Chefposten unter die Nase gerieben wurde, die Truppe wohl oder übel verlassen. Ein Leben ohne Cheerleading ist aber unvorstellbar für sie. Für die Nationalen Meisterschaften wird deshalb schwupps Konkurrenz zur traditionsreichen Elite des Landes auf die Beine gestellt. Den Ballettänzern und dem Musicalchor wurde nämlich die Schulsubventionen gekürzt. Sie haben deshalb gerade nichts besseres zu tun...

Die Cheerleader sind wieder "the dancers who have gone retarded", wie eh und je Alles was für Bring It On noch galt, ist im Sequel komplett verloren gegangen. Wo ist der Charme in dieser Geschichte? Wer hat den Dialogwitz geklaut? Es muss doch hübschere Darstellerinnen mit ein bisschen Cheerleading Skills geben in Kalifornien? Das sollte doch auch für eine Direct-To-DVD-Produktion nicht so schwierig sein?

Nur das Skelett ist noch dasselbe wie bei Teil 1. Es beginnt mit einem Trauma und endet mit den Bloopers. Alles was dazwischen kommt, ist Urschlamm aus dem seichtesten Teenietümpel. The Stepford Cheerleaders mit einer Hauptdarstellerin mit dem Charme eines Tischbeines - und dessen Taille. Dass sie aussieht wie ein Reese Witherspoon-Klon, hilft ihr auch nicht weiter, passt aber zum Credo der Macher: "Copy/Paste". Eben diese wollen uns übrigens weiss machen, dass zwischen den Präsidentschaften von Ronald Reagan, Dwight D. Eisenhower, Franklin D. Roosevelt und - natürlich - auch George W. Bush und deren Pompom-Schwingen am College ein Zusammenhang besteht.

Von der Plotentwicklung wird alles viel zu flott hergeleitet. Steht der Jüngling gerade noch unterm Fenster geht es nach einem kurzen Zwischenstopp zum Planschen im Pool gleich in den siebten Himmel. Der einzige Vorteil: So hat der Spuck schon nach 80 Minuten ein Ende. Der Hauptstrang läuft auf den 100mal gesehenen "Bitches vs. Normalos" Endkampf hinaus. Und ratet mal wer gewinnt! Sogar die Tanzszenen sind gefühllos, während auf der Tonspur die Beatbox Amok läuft. Erbärmlich.

Ebenso billig ist die Aufmachung der DVD. Die Amerikaner hatten wenigstens noch Bonusmaterial drauf. Ich glaube aber nicht, dass wir viel verpasst haben dabei. Bild und Ton an sich sind ok. Entfernt an "Positiv" erinnert bei diesem Fall von Geldgier eines Filmstudios wirklich nur der Name der Haupfigur: Whittier.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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