Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)

Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)

Fluch der Karibik
  1. , ,
  2. 143 Minuten

DVD-Review: Ejo Captain Jack!

Eine Seefahrt die ist lustig, eine...
Eine Seefahrt die ist lustig, eine...

Gold, einen ganzen Haufen Gold! Eine Truhe voller Goldstücke ist das Verderben der Crew um Kapitän Barbosa (Geoffrey Rush): Der Schatz des Entdeckers Cortes ist verflucht! Jeder, der in dieser Truhe wühlt und voller Gier ein Goldstück nimmt, trifft den schrecklichen Fluch. Um dieses Unheil rückgängig zu machen, muss jede einzelne Dublone wieder gefunden und in der Truhe verstaut werden...

Nach dem Gesichtspeeling
Nach dem Gesichtspeeling

Und ausgerechnet die letzte dieser Duplonen baumelt um den Hals der Gouverneurstochter Elisabeth (Keira Knightley). Sie hat als Kind ebendieses Goldstück einem angespühlten Jungen namens William Turner (Orlando Bloom) abgenommen und wird nun von der blutrünstigen Piratenhorde der Black Pearl gefangen genommen.

"Wo sind denn nun die Orks?"
"Wo sind denn nun die Orks?"

William, inzwischen zum Floret-schwingenden Schmied aufgestiegen, nimmt die Verfolgung auf. Doch alleine ist er machtlos. Also schnappt er sich den legendären Piraten Jack Sparrow (Johnny Depp), ehemals selber Kapitän der Black Pearl und die beiden machen sich auf die Verfolgung - unwissend, dass der Fluch der Black Pearl gruseliger ist als angenommen. Und ebenfalls unwissend, dass Jack Sparrow eigentlich etwas ganz anderes vor hat...

Das anamorph abgetastete Bild im 2.35:1 Format saust knapp an der Höchstwertung vorbei. Der Transfer ist sehr farbenprächtig in Szenen bei Tage und bietet gute Kontraste in der dunklen Schatzkammer der Piraten. Wenn nur der Rauschfilter nicht wäre. Tonspuren gibt es deren drei. Gross unterscheiden sich die die deutsche Dolby 5.1- und die dts-Spur nicht von der englischen. Grobe Bassattacken bei den Seeschlachten können die Enttäuschung über den etwas spärlichen Einsatz der hinteren Lautsprecher nicht wettmachen. Allen sei aber die englische Tonfassung ans Herz gelegt. Trotz des zugegebenermassen schwierig zu verstehenden Piratenenglisch lallt Depp auf Englisch einfach noch ein bisschen beschwipster.

Gleich drei Audiokommentare lassen sich auf der DVD anhören. Gore Verbinski und ein heiserer Johnny Depp haben den ihrigen zusammen aufgenommen. "Guck was sich auf der Leinwand tut, und sprich laut darüber!" scheint das Motto der beiden gewesen zu sein. Wenig erhellendes wird geboten, ausser vielleicht ganz am Ende, wenn Captain Jack am phallusartigen Steuerknüppel fummelt. Disney CEO Eisner war gemäss Verbinski "äussert besorgt". Pirates of the Caribbean ist übrigens der erste Disneyfilm, der ein PG-13 verleiht bekam.

Um ein vielfaches interessanter ist der zweite Kommentar der Autoren Stuart Beattie, Ted Elliott und Terry Rossio und Jay Wolpert. Sie erzählen mehr aus dem Nähkästchen. Der Kommentar strotzt vor Trivia: die Anleihen bei Bugs Bunny, das Schoggipulver auf Orlando Bloom und die Micky Maus Ohren, die die Rauchschwaden einmal bilden. Parallelen zu älteren Piratenfilmen werden gezogen. Es sollte ja kein Film über richtige Piraten werden, sondern ein richtiger Piratenfilm. Wer bis zum Schluss ausharrt, bekommt die ganze Vorgeschichte zum Film aus erster Hand geliefert.

Die restlichen Kommentare sind nicht auf der ganzen Länge des Films zu hören. Ein vielbeschäftigter Produzent wie Jerry Bruckheimer hat natürlich keine Zeit für einen kompletten Audiokommentar. Er beschränkt sich deshalb auf kurze Ansagen zu Schlüsselstellen; kühl, professionell, businessorientiert. Dieser Mann versteht sein Handwerk, Filme so zu produzieren, dass der homo americanus nicht anders kann, als am Freitag Abend sich für seine Werke zu entscheiden und sie nur so teuer werden zu lassen, dass sie auch noch einen Gewinn abwerfen. Seine Volksnähe dauert nicht länger als 10 Minuten.

Keira Knightley und Jack Davenport, der Norrington spielt, blödeln für die restliche Zeit auf der Tonspur. Weltbewegende Themen wie Keiras Lockenpracht, das Gefühl als Frau unter 250.000 Männern am Set und ein Kussszene mit Orlando Bloom, wenn Teeniemädchen in Sichtweite sind, werden besprochen. Keiras quitschfidelen Kommentare sind sicher nicht jedermanns Geschmacks. Ich fand es reizend. Davenport, der Mann aus Coupling, ist grossartig. Die Serie läuft übrigens zur Zeit jeden Dienstag abend auf auf BBC Prime in der Wiederholung.

Auf Disk 2 geht's weiter mit dem Epos auf See ein 38-minütiges Making-of mit Standardstatements. Von der Locationsuche bis zur Weltpremiere im Disneyland lassen sich die einzelnen Teile einzeln anwählen oder bequem am Stück anschauen. Sehr ausführlich bis auf die Tricktechnik, die mit der 6 minütigen Mondschein Serenade in einer eigenen Doku abgehandelt wird.

Ein Blick auf das Set erlauben auch die unkommentierten 20 Minuten von den Dreharbeiten in L.A. Ein lahmer Lückenfüller wie die die drei Videotagebücher. Am interessantesten ist noch das vom Piraten Pintel alias Lee Arenberg. Die Darsteller hatten auch mal frei und genossen die Zeit in der Karibik. Wer kann von seinen Ferienvideos schon behaupten, dass Kamerakind Jonny Depp mitgewirkt hat? Produzent Bruckheimer machte in der Zwischenzeit Fotos vom Set. Er scheint dies gern zu tun und kommentiert sie für uns während dem vierminütigen Fototagebuch des Produzenten. Vollends überflüssig und nur für Fans des Panamakanals interessant: Das Tagebuch der Lady Washington - die Intercepter im Film - auf ihrer Reise von Los Angeles nach St. Vincent.

Weiter geht's Unter Deck wo uns David Cordingly erwartet, seines Zeichens Piratenexperte mit profunden Kentnissen der Materie. Er lässt uns im passenden Ambiente davon teilhaben. Zu sage und schreibe 24 Stichworten, die von der Symbolik bis zu den Waffen der Piraten reichen, gibt es kurze Clips, die mit Bildmaterial aus anderen Piratenfilmen aus dem Hause Disney angereichert sind. Wer immer schon mal den Unterschied zwischen einem Korsaren, dem Bukanier und einem gemeinen Seeräuber wissen wollte, ist hier richtig. Wer viel Zeit hat, kann sich als blinder Passgier interaktiv im Bauch eines Schiffes auf die Suche nach den Infohäppchen machen. Ein schneller DVD Player oder Compi ist dafür empfehlenswert. Alles am einem Stück erzählt eine arme Seele, die dabei entdeckt wurde. Man merkts, dieser Teil ist für die piratenbegeisterten Kinder im Haushalt. Umso gemeiner, dass die durchaus interessanten Erkenntnisse nur in Englisch mit Untertiteln angeboten werden.

19 zusätzliche Szenen (Highlight: Depp und die Mayonnaise), ein Gag-Reel und eine Bildergalerie komplettieren das Ganze. Die Conceptual Arts Bilder sind noch geil und es gibt tatsächlich noch Bilder, die in der OutNow.CH Gallerie zum Film noch nicht auftauchten. Natürlich nicht in der von uns gewohnten Grösse und Qualität.

Wer sucht, der findet auch noch vier Ostereier. Rockstar Keith Richards bedankt sich in einem davon für Depps Hommage.

War das alles? Nein. Wie eingangs erklärt wurde der Film von einer Disneyland-Attraktion inspiriert. Disney wäre nicht Disney, wenn sie die DVD nicht auch für schamlose Marketingaktionen benutzen würden. Piraten in den Freizeitparks - schlechter übersetzen kann man einen Titel wohl nicht mehr - ist übelstes Promomaterial aus den 60ern, in dem Walt Disney altväterlich einem begeisterten Fräulein den Bau und die Konzeption der Geisterbahn erklärt. Man wird nicht verschont vom Endprodukt, der kompletten Fahrt an den johlenden Piraten vorbei. Die Augsburger Puppenkiste ist ein Actionspektakel im Vergleich.

Auf beiden Disks ist auch DVD-ROM Material für den PC abgespeichert. Damit es auch jeder merkt, gibt es einen kleinen Trailer als Appetitanreger, der auch auf dem DVD Player läuft und einen mit grossem Trara auffordert, die DVD in den PC zu schieben. Ich bin kein grosser Fan von DVDs in Computerlaufwerken. Der Bildschirm ist einfach zu klein für das richtige Kinofeeling und die Ohren wackeln nicht bei den als Löcher im Gehäuse getarnten Lautsprechern. Für OutNow.CH ist mir aber nichts zu verwegen.

Um an die Schätze ranzukommen, muss erstmal die zusätzliche Software von InterActual installiert werden. Ein Browser/DVD-Player/GUI Ding das - wie könnte es anders sein - nur unter Windows läuft. Mac User schauen sowieso in die Röhre. Auch als nicht PC Novize schaffte ich es dennoch nie, den Film mit dieser unsäglichen Software zum laufen zu bringen. Nach mehreren Minuten des Pröbelns erstrahlte wenigstens das Menu auf dem Bildschirm. Auf Disk 1 aber immer nur in holländischer Sprache. Den Storyboardkijker hatte ich bald auf dem Kieker, denn wenn der sonstige DVD-Video Inhalt nicht angezeigt werden kann, laufen weder Script Analyzer noch Storyboardgucker, da beide Funktion darauf basieren, dass man Texte oder Bilder aus der Pre-Production mit dem fertigen Film vergleichen sollte.

Mässig lustig ist die Spielerei Mondschein steht Dir. Man kann sein eigenes Passfoto modifizieren, als wäre man selber mit dem Fluch der Karibik belegt.

Der restliche Inhalt steht ganz im Zeichen der Geisterbahn im Disneyland. Eine Bildergalerie und eine virtuelle Tour durch The Pirates of the Carribean sind interessant für alle, die noch nie das Vergnügen hatten, das Ganze im Original zu sehen. Schade, dass Tote erzählen keine Märchen in dieser unwirtlichen Gegend der DVD versteckt wurde. Unter diesem nichts sagenden Titel kommen die Erbauer der so genannten Audioanimatronics während 15 Minuten zu Wort. Heute rüstige Senioren, die im Disney-Jargon "Imagineer" genannt wurden, erzählen Geschichten zum Bau der Attraktion. Die Bilder dazu kommen einem bekannt vor - sie müssen im selben muffigen Archiv gelagert worden sein, wie die zu Piraten in den Freizeitparks. Zum Glück ist das Filmchen im Quicktime-Format gespeichert. So können es sich auch alle anschauen. Englischkenntnisse vorausgesetzt - Untertitel gibt es hier nämlich nicht.

Die DVD zu Pirates ist ihr Geld wert. Die Masse an Zusatzmaterial ist umfassend, aber nicht immer zwingend notwendig. Ein bisschen für jeden etwas, nicht immer benutzerfreundlich aufbereitet. Die Audiokommentare sind toll. Bild und Ton kommen in die Nähe des Herausragenden. Fans, und von denen gibt's viele, kaufen sich den Film sowieso. Allen anderen ist er hiermit auch empfohlen.

/ rm

Kommentare Total: 140

countrycrazy_25

Zitat db (2005-12-25 20:48:07)

Secret Window (2004) .... Mort Rainey (hat mir den rest gegen son Müll)
# Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003) .... Jack Sparrow
# Chocolat (2000) .... Roux
# The Ninth Gate (1999) .... Dean Corso
# Arizona Dream (1993) .... Axel Blackmar
# Freddy's Dead: The Final Nightmare (1991) (as Oprah Noodlemantra) ....
# Platoon (1986) .... Pvt. Gator Lerner
# A Nightmare On Elm Street (1984) .... Glen Lantz

und wahrscheinlich noch andere die ich nicht mehr durch die titel erkenne...

Er mag ja kreativ sein, und wirklich auch etwas mit schägen Rollen riskieren zu wollen, (was auch gut ist) aber mir ist er als Person einfach nicht symphatisch...

Sorry dass ich mich einmische. Ich bin erst nach POTC zum Fan geworden. Der Grund ist eben genau, weil er sich nicht einordnen lässt. Er spielt den schrägen, schönen sexy Piraten, den vom Leben gezeichneten Barbier, dem man die Familie weggenommen hat (Sweeney Todd), den romantisch-sinnlichen Latino (Don Juan de Marco), den Wissenschaftlichen kühlen Typ (Sleepy Hollow, the Ninth Gate)den schizophrenen Schriftsteller (Secret Window), den verletzten Sonderling (Edward Scissorhands)....

Und in allen überzeugt er mit seiner Darstellung. Deswegen ist er mein all-time favorite!

Ich habe alle Filme mit ihm gesehen und besitze alle als DVD und ich schaue sie mir wieder und wieder an!😊😏

kosova

er ist cool

Veedieb

Man kann wirklich sagen, dass ohne Depp die ganze "Pirates of the Caribeen" Trylogie den Bach runter gehen würde... Teil 1 übertrifft die anderen beiden bei weitem, was aber auch nicht besonders schwierig ist, da Teil 2 und 3 wirklich nur noch gesucht sind um Geld zu verdienen, weil Teil 1 so ein Erfolg war. Jedenfalls hätte man es bei einem Teil bleiben lassen sollen. So hätte man sich viel Kritik erspart und die Leute würden reden: "ja Fluch der Karibik war so toll und so..." und nicht wie jetzt..: "Jaa also sag ma so, dass Teil 1 nicht schlecht waar abe die andren beiden sind wirklich miis!

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Trailer Englisch, 00:49