The Gathering (2003)

The Gathering (2003)

  1. , ,
  2. 92 Minuten

DVD-Review: Schau'mer mal....

*pützel*
*pützel* © Studio / Produzent

Bei einem Volksfest auf der "Isle of Men" in England stürzen zwei Jugendliche in ein Erdloch. Der Mann wird beim Aufprall aufgespiesst und stirbt sofort. Die Frau kann noch 5 Tage im Loch verharren, stirbt dann aber im lokalen Krankenhaus. Durch diesen Unfall werden Polizei, Restauratoren und der auf kirchliche Archäologie spezialisierte Simon Kirman (Stephen Dillane) auf das aufmerksam, was in dem Loch verborgen ist. Nämlich eine Nachbildung der Kreuzigung Jesu Christu, in der er von den Gläubigern abgewandt ist und an dessen Kopfende ein Relief eine Gruppe Zuschauer zeigt, die der Kreuzigung beiwohnten. Simon und die Kirche stehen vor einem Rätsel.

Zur gleichen Zeit fährt Simons Frau Marion (Kerry Fox) die junge Touristin Cassie Grant (Christina Ricci) auf einer Landstrasse über den Haufen. Diese übersteht den Unfall seltsamerweise praktisch unverletzt, kann sich aber an nichts mehr erinnern. Zur Pflege nimmt Marion die junge Frau zu sich nach Hause, wo sie auf die beiden Kinder Michael und Emma treffen. Kurz danach scheint Cassie Stimmen zu hören und sieht blutüberströmte Menschen auf offener Strasse. Was ist los mit ihr? Selbst der Arzt schiebt alles auf den Schock des Unfalls ab.

the usual suspects?
the usual suspects? © Studio / Produzent

Nachdem Cassie herausfindet, dass auch Michael diese Stimmen hört, fängt sie an zu recherchieren. Mit Hilfe des sympathischen Dan (Ioan Gruffud) kommt sie einem Rätsel auf die Spur, dass so unglaublich, wie unmöglich zu sein scheint. Denn diese Personen, die sie im Dörfchen gesehen hat, scheinen bei jeder grösseren Katastrophe im Lauf der Menschheit immer wieder aufzutauchen. Sie sind auf alten Bildern, in Büchern, in Zeitungsausschnitten oder in Zeichnungen zu sehen. Es sind die Zuschauer, die dazu verdammt wurden, an jeder menschlichen Tragödie dabeisein zu müssen und zu gaffen. Und wenn diese Behauptungen war sind, dann steht unmittelbar eine solche Tragödie bevor.

Cassie ist fest entschlossen das Rätsel zu lösen und das Geheimnis ihres Seins zu lüften....

Biblischer Grusel ist angesagt. Das Thema ist gegeben, die Auswirkungen und die Verwicklungen der einzelnen Personen sind herauszufinden und das Ende spielt bei diesem Film eine nicht unwichtige Rolle. Und genau auf dieses Ende wird minutiös hingearbeitet. Was anfangs schräg, unklar, verwirrend und unlogisch erscheint, macht alles Sinn, wenn man nach Sichtung des Filmes den TV ausschaltet und mal kurz den Film Revue passieren lässt. Dass natürlich ein Film, dessen Hauptspannung von der Lösung des Rätsels am Ende abhängt, sich auf dünnem Eis bewegt ist klar. Was wenn das Ende kacke ist? Was wenn die Leute es nicht schnallen, was da abläuft? Was bei The Sixth Sense hervorragend geklappt hat, war bei anderen Projekten ein grosses Ärgernis. Hier, und das kann ich ohne schlechtes Gewissen sagen, geht die Rechnung auf und man darf schlussendlich staunen und begreifen, was man jetzt in den letzten 90 Minuten gesehen hat. Zwar ist die Auflösung nicht so weltbewegend wie beim Film mit Bruce Willis und wer den Kopf beisammen hat, wird schon bald auf die richtige Spur kommen, aber dennoch. Hat mich überrascht und ist plausibel. Kann man geben.

Christina Ricci trägt diesen Film. Sie, die als Teil der Addams Family ihren filmischen Start hatte und danach hauptsächlich in kleineren Filmen überzeugen konnte. Sie, die allerdings auch in Sleepy Hollow dabei war und erst dieses Jahr mit Monster eine beeindruckende Performance abgeliefert hatte. The Gathering war ein kleiner Film, der nie den Sprung in die Schweizer Kinos schaffte und auch sonst keine grossen Stücke riss, obwohl er an diversen Fantasy- und Gruselfestivals durchaus überzeugen konnte. An ihrer Seite spielen eher unbekanntere Personen mit, von denen allerdings einige dieses Jahr im Blockbuster King Arthur wieder auftauchen werden.

Fazit: Eine solid gruslige Grundstimmung, ein sehr interessantes Thema und überzeugende Schauspieler, machen aus The Gathering eine Art Geheimtip für Fans des Genres. Zwar nicht durchgehend überzeugend, aber trotzdem einen Blick wert, wird hier ein Film präsentiert, dessen Grundlagen mir bis jetzt unbekannt waren und über den ich gerne mehr erfahren hätte. Gab es in den Geschichtsbüchern wirklich solche Fälle? Wenn ja, wie erklärt man sich diese? Leider bietet der Film keine Antwort auf diese Fragen, aber einen Anstupf, um vielleicht mal den Weg in die örtliche Bibliothek unter die Füsse zu nehmen und selber in alten, vermoderten Büchern zu schmöckern...

Die DVD hat nicht viel zu bieten. Der obligate Trailer und eine Show von verschiedenen Filmen, die vom gleichen Verleiher vertrieben werden. Dazu ein paar Interviews, die zwar nicht uninteressant sind, aber einem eigentlich keine allzugrossen Neuigkeiten zu bieten haben. Geschichtliche Hintergründe oder die Beantwortung oben gestellter Fragen hätten aus einer harmlosen DVD-Ausstattung ein interessantes und lehrreichens Päckli machen können. So ists halt standard. Und nicht mal guter....

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website

Kommentare Total: 8

db

The Gathering - was guckst du?

So nachdem ich letzthin Christina Ricci in der absoluten Gurke Cursed gesehen haben, wusste ich, dass sie die Fähigkeit hat, auch in einem Horrorfilm gute Leistungen zu zeigen, aber wird The Gathering auch so ein brunz sein? Nein ganz und gar nicht, aber eine Perle ist er auch nicht.

Nach einem überraschenden Anfang ist man innert sehr kurzer Zeit in der vermeintlich recht simpel konstruierten Story drin und man stellt sich auf Routine ein. Doch nach und nach zeigt The Gathering, dass er durchaus noch eine Story bietet, die es in sich hat und man schon dabei bleiben muss, um alle Aspekte einzufangen. Dennoch bleibt der Streifen recht zweischneidig, während das Konzept mit dem Zuschauer, der verborgenen Kirche und Co recht überzeugt, fällt der zweite Teil der Story mit dem "schrecklicken" Geheimnis des Dorfes und der daraus resultierenden Rache eher lasch aus.

Den Streifen als Horrorfilm zu klassifizieren ist ebenfalls unpassend, denn über die ganze Spiellänge kam nicht wirklich Horrorfeeling auf und trotz einiger Visionen und zwei drei überraschenden BU-Momenten, bleibt er eher ein linearer mythischer Grusler, der eine gute Atmosphäre aufbaut aber nicht wirklich mitreisst.

Fazit: Ein linearer und solide produzierter Grusler, ohne viele Überraschungen mit erstaunlicher Storytiefe auf der einen Seite und völliger Routine auf der anderen Seite. Er überzeugt jedoch mit guten Schauspieler und passender Atmosphäre.

Ghost_Dog

Zitat muri (2004-06-18 13:35:00)

Christina Ricci trägt diesen Film.

absolut. sie begeistert mich immer wieder. leider kriegt man sie nur all zu selten zu sehen.

das thema des filmes hat mich sofort gepackt, auch die umsetzung ist gut, wenn man auch als aufmerksamer betrachter bald erahnen wird, was sache ist. es wäre wirklich sehr interessant zu wissen, ob der film auf historische grundlagen zurückgreift oder obs 100% fiction ist!

natalie

Dieser Film ist wohl die reinste Schande! Total keine Ideen, einfach total leer, ...

- STORY
- DIE GANZE HANDLUNG
- DIE EFFEKTE
- ZU EINTOENIG
- VISIONEN REGEN AUF
- EINEN DUEMMEREN ANFANG FINDET MAN WOHL KAUM!!!===== lol

Hoechstens 0 von 6 möglichen Sternen

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen