Calendar Girls (2003)

Kalender Girls

Calendar Girls (2003) Kalender Girls

Oder: Playboykalender mady in Britain

Ready, steady, *knipps*

Ready, steady, *knipps*

Alle Jahre wieder... plant im kleinen nordbritischen Dörfchen Knapley die lokale Zweigstelle des Women Institutes (WI) den Jahreskalender. Doch nach Jahren idyllischer Kalenderfotos haben die beiden Freundinnen Annie (Julie Walters) und Chris (Helen Mirren) eine ganz besondere Idee. Zum Gedenken von Annies erst kürzlich an Leukämie verstorbenen Mannes John (John Alderton) möchten sie mit dem Erlös des diesjährigen Kalender dem lokalen Krankenhaus ein neues Ledersofa fürs Besucherzimmer kaufen. Doch so ein Sofa kostet eine Menge Geld, das sicher nicht mit einem Blumen-Kalender eingeholt werden kann.

Die Originale

Die Originale

Ganz gemäss dem Motto "Sex sells" möchte Chris im Kalender anstelle der üblichen Naturbilder Nacktfotos der Frauen Knapleys bei ganz alltäglichen Tätigkeiten. Die beiden Initiantinnen stossen aber erst auf Widerstand: Nacktfotos von Frauen im reifem Alter? Nein Danke! Doch bald können sie ihre Freundinnen überzeugen, und wider Erwarten wird scheint das Unternehmen zu einem riesigen Erfolg zu werden. Doch mit dem Erfolg kommen nur weitere Probleme, die die Frauenfreundschaften und Familien stark belasten...


DVD-Rating

Englische Komödien machen immer gute Laune. Und wenn sie dann gespickt sind mit sympathischen und charmanten älteren Damen, dann ist eigentlich gute Unterhaltung garantiert. Und zusätzlich noch ein Thema, dass zwar einen ernsten Hintergrund hat, aber schlussendlich doch recht lustig und fröhlich rüberkommt.

Auf einer wahren Geschichte basierend (die echten Kalender Girls sind auch im Film zu entdecken...) kommt dieser Film sehr sympathisch und komisch daher. Die älteren Frauen versprühen schönen Witz und sind halt einfach nett. Halt so, wie man es sich in einem englischen Dörfchen vorstellt. Die Geschichte nimmt dann ihren Lauf und ich war wirklich überrascht, dass ich praktisch nie gelangweilt wurde oder sonst irgendwie abgelenkt. Erst als die Probleme der Gruppe Form annehmen, verliert der Film seine Unbeschwertheit und wird zum etwas mühsameren Konfliktfilm. Zwar verständlich und gut erklärt, aber trotzdem schaurig voraussehbar.

Schauspielerisch waren für mich alle Figuren relatives Neuland. Ich hatte zwar schon die eine oder andere Person irgendwo gesehen, aber so richtig Starpower vermisst man hier. Und das ist auch gut so. So ist jede Figur gleichberechtigt, keine schwingt oben aus, kein Name weswegen man den Film sowieso schauen muss. Der Star ist die Gruppe, die Geschichte, die Figuren. Und die überzeugen. Wie gesagt, gegen Ende geht dem Film ein bisschen die Luft aus. Trotzdem hab ich mich herrlich amüsiert und wurde überraschend gut unterhalten.

Die DVD zeigt die Geschichte dieses vielbeachteten Kalenders auf. Die Gruppe von Frauen, die inzwischen weltweiten Bekanntheitsgrad haben, wird hier näher beleuchtet. Die "echten" Frauen kommen zu Wort. Ihre erstmalige Abneigung gegen einen Film dieser Art ist Thema von Die Entstehung des Kalenders, wo auch beleuchtet wird, wies den Frauen heute so geht, was sie machen und wie der Kalender eigentlich grundsätzlich zu Stande kam. Hinter The naked Truth versteckt sich ein normales Making-of, dass dem Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen machen lässt. Dazu gibt es ein paar zusätzliche Szenen, wobei vor allem diejenige mit Anthrax am komischsten ist. Eigentlich hätte man noch viel mehr draufpacken könne. Vielleicht sogar eine Slideshow mit dem Kalender itself, aber solche Sachen sucht man vergebens.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.0

 

27.08.2004 / muri

Community:

Bewertung: 4.3 (31 Bewertungen)

 

 

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