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American Wedding (2003)

American Pie: Jetzt wird geheiratet

American Wedding (2003) American Pie: Jetzt wird geheiratet

Oder: Torte statt Worte

Mist, daraus wird wohl nichts...

Mist, daraus wird wohl nichts...

Die schusseligen Helden aus American Pie sind zurück! Diesmal trauen sich zwei von ihnen sogar - vor dem Traualtar, versteht sich. Michelle (Alyson Hannigan) nimmt Jims (Jason Biggs) Hochzeitsantrag dankend an und die Organisation des Festes - oder besser - des Chaos kann beginnen!

Jim möchte unter allen Umständen verhindern, dass Obermacho Stifler (Sean William Scott) sich bei den Vorbereitungen beteiligt, doch dies scheint unmöglich zu sein. Vor allem weil Stifler sich vorgenommen hat, Michelles Schwester und Brautjungfer Cadence (January Jones) zu erobern. Aber auch Finch (Eddie Kaye Thomas) hat es auf die schöne Cadence abgesehen. Wer hat wohl die besseren Karten?

Michelle und Jim tanzen

Michelle und Jim tanzen

Dann sind da auch noch Michelles Eltern, welche noch nicht ganz davon überzeugt sind, dass Jim die richtige Wahl für ihre Tochter ist. Und auch Jims Oma ist von seiner Hochzeit nicht gerade überzeugt. Schliesslich will sie, dass Jim eine Jüdin heiratet... All dies und noch viel mehr könnte der Hochzeit also noch im Wege stehen. Wird das Paar alle Hürden überspringen können, und sich das Jawort geben können?


Film-Rating

Das dritte und wahrscheinlich letzte Kapitel der American Pie Saga enthält die gewohnten Zutaten: Sexgags, liebenswürdige Figuren und viel Herz. Mit der ersteren Zutat kann ich persönlich nichts anfangen. Dies sollte beim Lesen der Kritik vielleicht berücksichtigt werden. So finde ich auch viele der Gags eher unwitzig und doch wirken sie durch ihren Kontext nicht aufgesetzt. Die Gags resultieren aus peinlichen Situationen und so gibt es viel Schadendreude.

Der Film ist Sketch-ähnlich aufgebaut und teilweise ziehen sich die Szenen in die Länge. Andere jedoch sind wirklich unglaublich witzig, dazu zählt für mich vor allem die Jungesellenparty, die an einen Bühnenschwank oder eine Verwechslungskomödie im Theater erinnert. Ein wenig nervend ist die dauernde Benutzung von Pop- und Rocksongs, die eindeutig dazu da sind, den Soundtrack zu verkaufen: Zwar gefallen mir die Songs an sich nicht schlecht, die werden aber keineswegs nur dazu eingesetzt, die Handlung anzutreiben.

Die Schauspieler fühlen sich wohl in ihren Rollen und vor allem Jason Biggs konnte mich mit seiner Preformance überzeugen. Die Figur von Jims Vater (Eugene Levy) hat etwas von ihrem Reiz verloren und wirkt eher aufgesetzt. Und dann ist da noch Sean William Scott's Stifler. Eigentlich ist der schräge Prollmeister die Hauptfigur des Filmes. Dies wird gewissen Leuten gefallen, anderen eher auf die Nerven gehen. Ich gehöre zur zweiten Gruppe. Ist die Karikatur des Machos lustig? Ja. Ist sie es nach 90 Minuten immer noch? Nein. Scott's Darstellung des Antihelden schwankt zwischen witzig und übertrieben. Zu oft driftet er ins Kasperlispielen ab und wirkt so in gewissen Szenen unglaubwürdig.

Was American Wedding wirklich ausmacht ist jedoch das Herz. Trotz all den Unanständigkeiten sind die (meisten) Figuren lebensnah, charmant und liebenswert. Auch steckt dann doch eine ziemlich brave Moral dahinter und romantische Momente kommen auch nicht zu kurz. Für American Pie-Fans ist American Wedding gewiss ein würdiges Sequel. Für die anderen halt Geschmacksache.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

11.08.2003 / ma

Community:

Bewertung: 3.8 (109 Bewertungen)

 

 

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