Whale Rider (2002)

Whale Rider (2002)

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  3. 101 Minuten

DVD-Review: Es wal ein mal ein Mädchen....

Nase geputzt?
Nase geputzt?

11 Jahre ist es nun her. Bei der Geburt von Pai (Keisha Castle-Hughes) starben ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder. Seit dem versucht das junge Mädchen ihr Leben zu leben und mit den Anforderungen ihres strengen Grossvaters Koro (Rawiri Paratene) zurecht zu kommen. Dieser war nämlich überhaupt nicht glücklich, das Pai leben durfte, während ihr Bruder verstarb. Denn der Stamm der Whangara, die an der Ostküste Neuseelands leben, hat eine starke Tradition. Seit der Gründungsvater des Stammes, damals vor vielen, vielen Jahren, auf dem Buckel eines Walfisch's diese Küste entdeckt und besiedelt hat, werden von jeder Familie die erstgeborenen Söhne als dessen ultimativen Nachfolger gehandelt. Und natürlich wird auch derjenige Bub, der sich würdig erweist, zum Häuptling des Stammes gemacht.

Grossvater Koro sammelt nun also die jungen, zukünftigen Häuptlinge um sich und will ihnen die traditionellen Werte, Kampftechniken und Ansichten näher bringen. In der Hoffnung, dass einer von diesen Jungen den Platz des Häuptlings einnehmen kann.

Jööö, wie härzig...
Jööö, wie härzig...

Pai, die an dem Unterricht nicht teilnehmen darf (weil sie ja ein Mädchen ist), versucht trotzdem, das eine oder andere zu erhaschen, in dem sie sich regelmässig versteckt und so dem Unterricht zu folgen versucht. Allerdings hilft ihr das nicht viel, denn Grossvater Koro erwischt die Kleine jedes Mal. Und auch die Privatstunden bei Pai's Onkel bringen sie nicht wirklich weiter.

Um die Annerkennung des Grossvaters kämpfend und anstrengend versuchend ihren Platz als Nachfolger des Gründers zu beweisen, scheint Pai's Lage aussichtslos. Bis eines morgens eine Horde Walfische an Land geschwemmt wird. Pai's grosse Chance scheint gekommen zu sein.....

Eine Oscarnomination für Keisha Castle-Hughes, diverse Filmpreise auf der ganzen Welt und ein staunendes Publikum. Das sind die Hinterlassenschaften von Whale Rider. Endlich ist dieser Film nun auf DVD erhältlich und Schlagworte wie "Brilliant", "Grossartig" oder "Eine Kinoperle" springen dem Käufer schon von der DVD-Hülle in's Auge.

Den Film hab ich als sehr gelungen empfunden. Auch wenn es anfangs etwas dauert, bis man die herrliche Landschaft Neuseelands näher betrachten kann und die Geschichte Fahrt aufnimmt. Anfänglich geht es vor allem um Tradition, Tragik und den Versuch eines kleinen Mädchens, sich mit den strengen Regeln ihres Stammes abzufinden.

Je länger der Film jedoch läuft, desto mehr wird man in den Bann der Geschichte gezogen. Wundervolle Schauspieler, schöne Landschaftsaufnahmen und man wird "gwundrig". Schafft es die kleine Pai den Grossvater zu überzeugen, dass sie auch eine Chance auf den Häuptlingsplatz verdient? Und je länger je mehr wird man verzaubert von der Geschichte. Auch wenn es schlussendlich das Ende etwas gar weit hergeholt ist und man dem Film den Vorwurf von Kitsch durchaus machen könnte, so habe ich mich sehr gut unterhalten und bin der festen Ansicht, dass man von diesem Team und den Schauspielern noch einiges hören wird.

Die DVD bietet 36 Minuten Extras, welche sich aus diversen Interviews, einem Making-of, einem Bericht über den Film und diversen Trailern und Kinotipps zusammensetzen. Die Interviews sind sehr interessant und auch der Blick hinter die Kulissen vermag zu fesseln. Die Slideshow müsste nicht unbedingt sein, sowie auch die Trailer für (zum Teil ältere) Filme, die dem Zuschauer klar machen sollen, was noch von der Filmgesellschaft vertrieben wird.

/ muri

Kommentare Total: 16

VesperLynd89

Ein wunderbarer Familienfilm mit wunderschönen Landschafts- und Tieraufnahmen. Der Cast ist von der ersten Minute glaubwürdig und überzeugend. Keisha Castle-Hughes ist nicht nur optisch (Lockenkopf und soooo grosse Augen 😉) ein Hingucker, sondern zieht auch mit ihrem Schauspiel den Zuschauer direkt in ihren Bann. Leider beschränkt sich der Film hauptsächlich auf die Beziehung zwischen Grossvater und Enkelin und nur wenige Rituale und Gesänge werden ausreichend erklärt. Daher gibt's ein paar Abzüge.

Alles in allem ist es aber ein wunderschöner Film, der allen Eltern (und auch allen anderen) nur wärmstens zu empfehlen sind.

db

ganz schöner Streifen, der ausnahmsweise eine noch existierende Kultur zum Thema hat und diese mit sehr schönen Bildern und passenden Schauspieler porträtiert. Obwohl viele Traditionen nur gezeigt werden und kaum darauf eingegangen wird, ist das ganze, auch wegen dem grossartigen Soundtrack ein Filmgenuss.

fearing is believing

Der Film war echt gut und rührend. Die kleine Schauspielerin hätte den Oscar verdient!Sie spielt grandios und glaubwürdig und die Szenen im Film sind gut gemacht. Die Story ist auch wieder mal etwas neues und der Film ist einfach klasse😉

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