We Were Soldiers (2002)

We Were Soldiers (2002)

Wir waren Helden
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  3. 138 Minuten

DVD-Review: Packendes Kriegsdrama mit Nachhalt

Aktueller denn je...
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14. November 1965, La Drang Tal, Vietnam. Trotz Bedenken von Colonel Moore (Mel Gibson) werden er und seine rund 400 Männer ins Krisengebiet von Vietnam geschickt. Die zahlenmässige Übermacht der vietnamesischen Soldaten übertrifft alle Befürchtungen und lässt die Hölle über Moore's Truppe einbrechen. Während die Familienangehörigen mit immer neuen Schreckensmeldungen konfrontiert werden, versuchen die Soldaten bis zuletzt das eigene und das Leben ihrer Kameraden zu schützen. Gleichgültig, ob voller Heldenmut oder Todesangst?

Es ist so eine Sache mit dem Vietnamkomplex der US-Amerikaner. Einerseits führt die Vergangenheitsbewältigung zu kritischen Filmen (Apocalypse Now, Platoon, Born on the 4th of July) andererseits fragt sich die restliche Kinowelt, ob die Thematik nicht doch langsam abgegrast ist und noch eine psychische und in diesem Fall auch sehr physische Auseinandersetzung mit dem Thema nötig ist. Regisseur Randall Wallace, der das Drehbuch zu Braveheart schrieb, freilich sieht das anders, sonst hätte der den Film wohl kaum gemacht.

We Were Soldiers ist aber kein Antikriegsfilm und von politischen Äusserungen hält er sich ebenfalls fern. Viel wichtiger ist Wallace die Geschehnisse der ersten, für die Amis fast hoffnungslosen, Schlacht des Vietnamkriegs möglichst authentisch und ohne grosse Beschönigungen zu zeigen, basierend auf dem Roman von Hal Moore, dem Kommandanten der in die Kämpfe verwickelten Einheit. Das gelingt ihm absolut, denn die Kampfszenen lösen auch beim Zuschauer Verzweiflung und bisweilen Angst aus; man erspürt ein wenig die Situation der beteiligten Soldaten, ebenso wie die Trostlosigkeit zuhause.

Der Film ist aufwendig und detailgetreu umgesetzt, eindringlich in Szene gebracht von Kameramann Dean Semler. Dass die amerikanische Militärführung ihrerseits die gewonnene Schlacht zum Anlass nahm, einfach hochzurechnen und so und so viele tausend Mann nach Vietnam zu schicken, unter dem Motto "wenn wir sie da mit einem Verhältnis von 1:5 besiegt haben, dann?", wird im Film nicht deutlich (eine der Deleted Scenes hingegen spricht diesen verhängnisvollen Fakt an). Das interessante an der Angegelegenheit ist sicher, dass Wallace einen Schauplatz und ein Geschehnis bekannt macht, von dem nicht viele zuvor gewusst haben.

Die DVD kommt im Doppelpack, wovon DVD 1 den Film enthält (nach Wunsch inkl. Kommentar) und DVD 2 mit einigen Extras ausgestattet wurde. Das Making Of gehört dabei in die bessere Kategorie, auch die Deleted Scenes sind teilweise sehenswert. Was fehlt, ist dokumentarisches Hintergrundmaterial zur Schlacht und wie es überhaupt dazu kam.

/ pb

Kommentare Total: 33

Johnny Firpo

Oh mein Gott!!!! So einen erschütternd harten Kriegsfilm habe ich wirklich noch nie gesehen. Man kann auch eigentlich gar nicht sagen, dass der jetzt "Gut" oder "Schlecht" ist, denn es ist halt ein reiner Kriegsfilm und meiner Meinung nach gibt es halt keinen guten Kriegsfilm, denn wer findet schon Kriege gut. Es gibt höchstens erschütternde und ergreifende Kriegsfilme die uns die Absurdität des Krieges zeigen. Zu diesen Filmen zählen "Der Soldat James Ryan", "Flags of our Fathers"... und "Wir waren Helden". Denn ich war erschüttert nach dem Abspann und ich muss zugeben, dass ich an einigen Stellen wirklich die Tränen in den Augen hatte. Mel Gibson verkörpert die Rolle des Colonel Moore wirklich mit viel Intensivität, Klasse und Gefühl und er wird einem auch sofort sympahtisch. Und ich finde auch nicht, dass der Film jetzt so viel überzogenden Patriotismus hatte. Aber wie gesagt, das war halt ein reiner Kriegsfilme und die sehr heftigen und harten Szenen lassen einen doch sehr schockiert zurück und ich musste mir nach dem Film erstmal eine andere Komödie von Heinz Erhardt anschauen um ein wenig anzuschalten. Ein Film, wo man nicht sagen kann, dass er Gut war. Aber auch ein Film, wo man nicht sagen kann, dass er schlecht war. Es war halt ein reiner Kriegsfilm der das Grauen der abscheulichsten Erfindung aller Zeiten zeigt. Sollte mich jemand fragen, wie ich "Wir waren Helden" fande, werde ich vielleicht antworten : "Wie ein Kriegfilm"!!!

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Wirklich ein sehr starker Kriegsfilm. Die Schlachtszenen sind brutal und realistisch. Die Sinnlosigkeit des Krieges wird hier auch gut aufgezeigt.Auch die Spannung ist immer vorhanden. Von den Schauspieler her, kann ich nicht viel sagen. Sie machen ihre Arbeit ganz gut.

Was als einziges Abzug gab, war der Patriotismus. Der hier eigentlich ganz gross aufgezeigt wird. Und mit der Zeit ein bisschen auf die Nerven gehen kann.

Fazit: Intensiver, Spannender und Spektakulärer Kriegsfilm mit Patriotismus. Gibt aber bessere Kriegsfilme (z.B Soldat James Ryan, Der Schmale Grat😉).

S-E-A-L

Ziemlich harter Kriegsfilm. Wahrscheinlich aber auch realitätsnah.
Mir persölich aber manchmal einwenig zu patriotisch.

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