Snow Dogs (2002)

Snow Dogs (2002)

Snowdogs - Acht Helden auf vier Pfoten
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  3. 99 Minuten

Filmkritik: Cold Snow and Hot Dogs

"Und wie lässt man die an?"
"Und wie lässt man die an?" © Studio / Produzent

Ted (Cuba Gooding jr.) lebt in Miami und ist Zahnarzt. Er lebt wie im Paradies, die Sonne scheint immer und das Leben könnte kaum besser sein. Doch dann wird ihm mitgeteilt, dass er seit 30 Jahren am falschen Ort lebt. Denn seine "Eltern" sind nicht seine richtigen Eltern. Jawohl, er wurde adoptiert! Seine richtige, inzwischen verstorbene, Mutter und sein Vater "Thunder Jack" (James Coburn) leben in Alaska! Natürlich macht sich Ted nun auf die Suche vom heissen Miami in den kalten Norden. Doch was wurde ihm von seiner Mutter hinterlassen? Geld? Land? Nein, es sind Schlittenhunde. Ein Gespann der Tiere ist das wertvollste, das er erhält. Und auf dem Weg in seine eigene Vergangenheit lernt Ted sogar noch die Liebe seines Lebens kennen. Aber das freche Hundegespann Mack, Scooper, Diesel, Nana, Yodel, Sniff, Nana und Demon machen dem verwöhnten Zahnarzt das Leben nicht gerade leicht...

Mit einem Budget von 33 Mio Dollar versucht hier der "Kinderfilm-erfahrene" Regisseur Brian Levant, eine luftig, leichte Komödie zu drehen, die in den verschneiten Gegenden Alaskas angesiedelt ist. Die Rechnung ging an den amerikanischen Kinokassen auf, der Film spielte in 5 Monaten über 80 Mio Dollar ein. Natürlich kann man von einer solchen Disney-Kinder/Familienkomödie keine schauspielerischen Glanzlichter erwarten, aber mit Cuba Gooding jr. und James Coburn stehen immerhin 2 Oscargewinner im Team der Darsteller.

Wenn Disney einen "Realfilm" produziert, kann man sich eigentlich immer auf lustige, unterhaltsame und politisch korrekte Unterhaltung freuen. Bei diesem Film ist es genau so. Die Geschichte ist eigentlich schon fast "klassisch Disney": Ein Mensch wird aus seiner gewohnten Umgebung gerissen, stellt sich am neuen Ort dümmer als dumm an, findet trotzdem Freunde, vollbringt eine gute Tat und am Ende haben sich alle lieb. Dazwischen gibt es ein paar mehr oder weniger lustige Szenen (vorzugsweise mit Tieren..) und natürlich darf der moralische Zeigefinger auch nicht fehlen.

Und wieder: Genau das passiert hier. Klar, die Hunde sind niedlich und lustig. Klar, der sonnenverwöhnte Zahnarzt aus Miami verliebt sich über Nacht in das eisige Dorf in Alaska. Klar, rutscht Ted auf jedem Stückchen Eis aus und schlittert jeden schneebedeckten Abhang herunter. Irgendwie hat mich dieser Film ansatzweise an Cool Runnings (remember?) erinnert. Aber Snow Dogs erreicht zu keiner Sekunde dessen Unterhaltungswert. Darstellerisch sind allesamt gut, auch wenn Cuba Gooding jr. hier zeitweise übertrieben agiert, dass es einem schon fast auf die Nerven gehen kann. James Coburn gibt den alten, grummeligen und anfangs unsympathischen Alaskaner (gibt's die Bezeichnung überhaupt?), aber Grosses kann man auch von ihm nicht erwarten.

Die eigentlichen Helden sind natürlich die Schlittenhunde, denen mit Computertechnik der eine oder andere Gesichtsausdruck auf die haarigen Schnauzen projektiert wurde. Ach ja, Fans von "Stargate" und "Star Trek" sei der Auftritt von Teal'c (als Zahnarzt mit lockigem Haar) und Lt. Uhura (die einzige Frau auf dem originalen Raumschiff Enterprise) zu empfehlen. Klein, aber witzig...

Fazit: Sterile, cleane und unterhaltsame 100 Minuten, die keinem weh tun und vor allem die kleinen Schneemänner begeistern kann. Für meinen Geschmack wird es allerdings Zeit, dass sich Disney auch in den Realverfilmungen ein bisschen weiter aus dem Fenster lehnt und eindeutig frecher wird. War mir irgendwie zu brav, der Film...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Trailer Deutsch, 00:56