The Ring (2002)

The Ring (2002)

The Ring - Das Grauen schläft nie
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  3. 115 Minuten

Filmkritik: Ring, ringer, tot.

Hast du sie schon gesehen, diese todbringende Videokassette? Ich auch nicht, aber ein Kollege. Wenige Augenblicke später hat das Telefon geläutet... "Sieben Tage". Und wirklich, in sieben Tagen ist er gestorben!!! Krass, nicht? Pass bloss auf!

Der Blick in die Röhre
Der Blick in die Röhre © Studio / Produzent

Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) soll die mysteriösen Tode von vier Jugendlichen aufklären. Man sagt, sie hätten eine Videkassette geguckt, die den Tod bringt. Was erst ganz nach einer urbanen Legende tönt, nimmt plötzlich Gestallt an, als Rachel in den Besitz des Videos kommt.

Jetzt bewiesen: Fernsehkonsum schadet der Gesundheit!
Jetzt bewiesen: Fernsehkonsum schadet der Gesundheit! © Studio / Produzent

Klar, die Neugierde ist grösser als die Angst, das Tape muss geguckt werden! Doch auf dem Video sind nur surreale Bilder und Filmausschnitte zu sehen... *Ring* *Ring* "Sieben Tage"... Nun doch ein bisschen eingeschüchtert gibt sie das Video ihrem alten Kollegen Noah (Martin Henderson). Dieser, technikgläubiger hobbymässige Filmcutter ist ebenso skeptisch und schaut sich das Video an.

Doch die Indizien mehren sich und bekanntlich ist an jedem Gerücht ein Körnchen Wahrheit - doch die Wahrheit welche sich hier stückchenweise offenbart, ist bei weitem grösser...

Irgendwie kam mir die Story so bekannt vor, und nach reifer Überlegung - es sind nun doch schon einige Wochen nach Sichtung des Filmes vergangen - bin ich endlich endlich zum Schluss gekommen: Es kann sich nur um ... Urban Legends (1998) handeln. Schon damals waren urbane Mythen das zentrale Thema, und nun ists halt das "tödliche Videokasette"-Märchen. Bei weiterer Recherche stellte sich dann allerdings heraus: The Ring ist ein Aufguss des ebenfalls 1998 erschienen japanischen Horrorstreifens Ringu. Doch wen interessiert dies überhaupt... genau, drum:

Während die Story recht unplausibel (okay, gehört sich wohl so) daherkommt, ist zumindest die Atmosphäre, das Stylistische erstklassig. In teils schrecklich-schönen Bildern wird man Schritt für Schritt näher an die vermeintliche Lösung geführt, um schlussendlich am Ende überrascht zu werden. Obwohl an den schauspielerischen Leistungen nichts auszusetzen ist - Naomi Watts spielt wie schon in Mulholland Drive überzeugend -, weiss ich nicht warum man unbedingt einen vorlauten, frühreifen The Sixth Sense-Jungen in der Handlung haben musste. Naju.

Besondere Erwähnung verdient das Tape an sich und dessen Inhalt. Wirr, wirr, wirr, und doch anders als erwartet. Es fragt sich ob der Ersteller dieses Videos wirklich fähig gewesen wäre, ein solches Werk, das gut und gerne als moderne Videokunst verkauft werden könnte, zu produzieren. Faszinierend, aber leider nicht wirklich erschreckend. Und genau in diesem Punkt habe ich Probleme mit The Ring. Von einem Horrorfilm erwarte ich mindestens eine leichte Gänsehaut mit kleinen Schweissausbrüchen. Gerne werde ich auch erschreckt und überrascht, doch dazu reicht ein ordinäres Videotape leider nicht...

/ Thomas Hägi [th]

Kommentare Total: 204

db

Nachdem ich alle originale gesehen habe, muss ich sagen, dass sie das Remake ganz gut hingekriegt haben. Besonders haben sie es geschaft, aus der teilweise sehr verworren erzählten Story einen gelungenen und interessanten Film zu kreieren, welcher viel besser verständlich ist und eine viel düstere Atmosphäre hinkriegt als im original. Den Sohn hätte aber weniger gewichtet werden sollen, doch wenigstens hat er eine Aufgabe, während er im Original nur emotionales Beigemüse war. Allerdings kommt Sadako alias Samara zu wenig zum Zug und hätte lieber von Anfang an als das gesichtslose Wesen gezeigt werden sollen, anstatt dem Mädchen.

Zu mehr als vier Sternen reicht es jedoch nicht, dazu ist er doch zu langfädig und zuwenig intensiv.

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So habe nach langem hin und her endlich Zeit gefunden den Streifen zu sehen. Und ich muss sagen, das der Film mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Dies lag vorallem an der sehr hohen Erwartung. Ich habe mich auf einen Schocker eingestellt, der mir den Schlaf rauben wird. Aber von dieser Überzeugung blieb nach dem Film nichts übrig.

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Leider hat Samara zu wenig Spielraum und kann erst am Schluss zeigen was Sie kann.

Aber nur weil ich ein bisschen enttäuscht war muss das nicht gerade heissen, dass der Film schwach war. Die depressive Atmospähre und die verwirrende Story sind schlichtweg genial. Ich gebe dem Film eine 4,5 runde es ab, weil ich einfach auf mehr Schockmomente gehofft habe.

db

The Ring - Mädchen und ihre Geheimnisse

The Ring, ein Remake von einem Film aus dem Osten, aufgekocht und kräftig umgerührt um auch den Amerikaner zugänglich zu machen. Wenn man in den eigenen Blibliotheken keine Filme mehr findet, muss man eben in den Osten gehen um Filme zu Remaken.

Es geht Primär um ein Videotape, das irgendwie in den Umlauf kam und seine Tödliche Reise durch die Videorekorder der Amerikaner begann. Man sieht ein Alptraumhaftes Filmchen und dann leutet das Telefon mit einer Stimme die einem sagt, dass nach 7 Tagen, eine Woche vergangen ist. Äh, dass man nach 7 Tagen stirbt. Diesem Video kommt auch die Reporterin Rachel auf die Spur und als dann ihr Sohn per Zufall das Tape auch anschaut, kommt noch der Zeitdruck hinzu, denn sie hat nicht mehr lange Zeit um ihn zu retten.

Schauspielerisch überzeugt Naomi Watts, und man nimmt ihr die Furcht auch ab. Der allwissende klugscheisser Sohnemann, ging mir allerdings recht schnell auf den Keks. Hätte man auch anders casten können. Die anderen Nebenschauspieler sind ganz ok, hinterlassen aber keinen sonderlich bleibenden Eindruck.

Visuell wurde der Film im Stil von Gothika gehalten. Düstere Atmosphäre mit sehr kalten Bilder. Diese sind ausgezeichnet in Szene gesetzt und sind ähnlich Bildgewaltig wie die von Road to Perdition. Spannungstechnisch bleibt er aber weit hinter Gothika zurück. Da fehlen einfach ein paar Schockmomente. Ja klar er hat Spannung, und beim ersten Mal schaun, konnte ich kaum den Blick von der Mattscheibe wenden. Aber beim zweiten Mal kennt man die teilweise etwas zu berechenbaren Schockmomente und lässt sich nicht mehr gross beeindrucken.

Fazit: Ein Grusler mit mit hoher Qualität in sachen Bilder und Story, allerdings auch mit hohem Verschleiss. Sicher sehenswert, hatte aber schon etwas mehr Erwartet von dem als intensiv angepriesenen Film.

So jetzt habe ich noch 7 Tage Zeit, und geniesse hab heute mein Leben.

Schaut ihn euch an aber voooorsicht, es könnte Folgen haben. 😉

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