Drumline (2002)

Drumline (2002)

Drumline - Halbzeit ist Spielzeit
  1. , ,
  2. 118 Minuten

DVD-Review: Fasnacht in den USA?

"Häää?"
"Häää?"

Devon (Nick Cannon) kommt aus Harlem und hat soeben das College abgeschlossen. Dank seines grossen musikalischen Talents als Drummer kriegt er auch gleich noch ein Stipendium in Musik für die A&T University in Atlanta. Unter der Leitung von Dr. Lee (Orlando Jones) spielt er dort in der Marschmusikband. Sein grosses Ziel ist es in die Drumline aufgenommen zu werden. Da sind nur die Besten der besten Trommler, denn von Ihnen hängt meist die Entscheidung an den Wettbewerben gegen die anderen Schulen ab. An Talent fehlt es dem Jungen als letztes, doch charakterlich sind noch grössere Brocken an Erziehungsmassnahmen notwendig.

Der Film nett, aber damit hat es sich auch schon. Irgendwann hat jeder Zuschauer begriffen, dass der Junge die Trommel so ziemlich im Griff hat, aber dass er als Mensch ein charakterloses Kollegenschwein ist. Die ewigen Machtspielchen zwischen den beiden Besten und das kitschige Zusammenfinden und die Möchtegern-Lovestory .... Neee, irgendwie kanns das ja wohl nicht sein oder?

Interessant fand ich noch, dass es da in den Staaten scheinbar so krasse Battles gibt zwischen den einzelnen Musik-Universitäten. Da treten Riesenformationen in Footballstadien gegeneinander an und es geht dabei um viel Stolz und Ehre. Spielen tun sie noch recht gut und mich hat es ab und zu ziemlich stark an die Guggen der Innerschweizer Fasnacht erinnert. Vor allem in den Momenten, in denen die so richtig eingeheizt haben.

Alles in allem gesehen ist der Film stinklangweilig und trotz anfänglicher Begeisterung für das gekonnte Trommeln der Hauptdarsteller hat man irgendwann einfach mal genug davon gehört. Auch die DVD hat kaum etwas an Zusatzmaterial zu bieten.

/ pj