The Antman (2002)

The Antman (2002)

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  2. 94 Minuten

Filmkritik: Nicht von Marvel!

Fesselspiele
Fesselspiele © Studio / Produzent

Don José de Alvarez (Götz Otto) ist der Held von Mexiko City, seitdem er die Stadt vor einem bösen Monster befreit hat. Um sich zu erholen und endlich Ruhe zu finden, reist der Mann mit seiner Bella Bonita (Yasmina Filali) zurück in sein kleines Heimatdorf Campo del Sol. Dort will er sich niederlassen, seine Freundin beglücken und das Leben geniessen.

Krabblerjäger
Krabblerjäger © Studio / Produzent

Doch der Frieden ist nur von kurzer Dauer, denn ausgerechnet Don Josés Bruder, der sich nun Loco Satano (Lars Rudolph) nennt, hat sich in der Nachbarschaft eingenistet und tüftelt an einem alten Ritual herum, das ihm nicht nur die Herrschaft über Ameisen verleihen soll, sondern aus dem schlussendlich auch ein richtiger Ameisenmann erschaffen wird. Um dieses Vorhaben zu stoppen, muss unser Held nochmals seine Kanone auspacken und ins Gefecht ziehen. Dumm nur, dass Loco Satano bereits die schöne Bella Bonita geholt hat und sie als Opfer fürs Ritual brauchen will...

Antrage ist natürlich für Trashfans einen Blick wert, muss jedoch mit Vorsicht genossen werden. Die einzelnen Sequenzen mit den Ameisen sind sehenswert, andere Momente bringen langweilige und langgezogene Dialoge mit sich, auf die man hätte verzichten können. Mehr gestrafft und mit einem grösseren Auge für monstermässige Aktionen hätten dem Film gut getan. So bleibt's leider bloss beim Versuch, einen etwas anderen Film zu produzieren.

2002 wurde in Deutschland eine Filmreihe produziert, die sich dem Trashfilm widmete und relativ billig gestaltet werden konnte. Ein Projekt dieser Reihe lief unter dem Namen Antrage an diversen Filmfestivals recht erfolgreich. Mit bekannten Namen wie Götz Otto, Elisabeth Volkmann oder Yasmina Filali konnte dazu noch eine Schauspielerriege verpflichtet werden, die dem Ganzen etwas Starpower verleihen konnte. Herausgekommen ist eine etwas schräge Sache, die leider viel Leerlauf bietet und nur zwischendurch aufzeigt, was eigentlich möglich gewesen wäre.

Dass man sich in Antrage selber nicht besonders ernst nimmt, wird bereits in den ersten Filmminuten klar, wenn eine Off-Stimme mit spanischem Akzent über die Geschehnisse berichtet. Dazu wird der Held gross gefeiert und die danach folgenden Sex-Szenen sind auch nicht von schlechten Eltern. Wenn es dann aber in Richtung Story geht, müssen leider Abstriche gemacht werden. So interessant die Verwendung von Ameisen in solchen Filmen auch ist, mit den kleinen Krabblern hätte man auch deutlich mehr anfangen können, als sie nur über die Gesichter diverser Figuren laufen zu lassen.

Darstellerisch setzt man ganz auf die Optik. Mit Götz Otto (Tomorrow Never Dies) und Yasmina Filali (Half Past Dead) hat man zwei attraktive Darsteller engagiert, die sich in ihren Rollen wohlfühlen. Reines Overacting betreibt dagegen Lars Rudolph (Neues vom Wixxer), der als Bösewicht massloss übertreibt und das zur allgemeinen Unterhaltung richtig gut macht. La grande Dame Elisabeth Volkmann kommt in ihrer letzten Filmrolle leider nicht so richtig zur Geltung.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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