Ali G Indahouse (2002)

Ali G Indahouse (2002)

Ali G in da House
  1. , ,
  2. 85 Minuten

Filmkritik: He iz da man!

"many thanks to all my voters and supporters, the world is mine!"
"many thanks to all my voters and supporters, the world is mine!" © Studio / Produzent

Ali G. (Sacha Baron Cohen) lebt in Staines und ist der Anführer seiner Gang "West Staines Massive". Die Tatsache, dass er weiss ist, hindert ihn nicht daran, sich selber "Brother" zu nennen und den Lebensstil der schwarzen US-Rapper anzunehmen. Markenklamotten (natürlich immer eine Nummer zu gross), eine lose Zunge und ein Protz-Auto, mit dem er die Frauen aufzureissen versucht.

Unter der harten Schale steckt aber überraschenderweise ein weicher Kern. Denn als das naheliegende Freizeitcenter für Kinder abgerissen werden soll, steigt Ali G. auf die Barrikaden. Seine Auftritte machen die Politiker (u.a. Charles Dance) auf ihn aufmerksam und so wird er in eine Kampagne gesteckt um einen Wechsel der Regierung zu bewirken. Doch Ali G. wäre nicht Ali G., wenn er sich sogar im biederen Parlament zu helfen wüsste. So fängt das Chaos an und die englische Politik wird den Tag verfluchen, an dem Ali G. das erste Mal einen Regierungssaal betreten hat...

Ali G. Bekannt und gefürchtet durch seine Auftritte im TV, an diversen MTV-Events und natürlich aus dem Madonna-Video Music. In England bereits ein Star mit eigener Show, versucht er nun den Sprung auf die grosse Leinwand. Satte 5 Mio. Pfund standen dem Team hier zu Verfügung, um aus einem TV-Star ein Kinostar zu machen. In England ist der Sprung geglück. Dort spielte der Film innerhalb kürzester Zeit beeindruckende 10 Mio. Pfund ein, was den Film zumindest im Heimatland zu einem Renner machte...

Doch meist ist es ein grosses Risiko, eine TV-Figur auf die grosse Leinwand zu packen und in einen Spielfilm zu zwängen. Sind Kurzauftritten oder Sketches noch lustig, kann unter Umständen in Spielfilmlänge nervig werden. Was bei Bully's Schuh des Manitu oder Rowan Atkinson's Mr. Bean gelang, misslingt Ali G. hier grösstenteils. Der ganze Film ist eine One-man-Show von Ali G. Seine Witze, die ohne Zweifel in den TV-Shows zum Lachen anregen, sind hier viel zu harmlos. "Masse statt Klasse", lautet das Problem des Filmes. Von zehn Witzen zieht knapp einer. Und nur wenn Ali tief unter die Gürtellinie greift, kommt sowas wie Stimmung auf. Im Grossen und Ganzen war ich enttäuscht, da ich Ali G. "brutaler" und "heftiger" kenne. Schade, weniger (und dafür bessere) Witze wären hier angebrachter gewesen. So bleibt eigentlich gar nichts in Erinnerung, weil der Film ein typischer "Fast-Food-Movie" ist. Und wer den Fehler macht, den Streifen in deutscher Synchronisation zu sehen, der wird sich doppelt ärgern, für so einen Quatsch Geld ausgegeben zu haben.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 21

Ghost_Dog

ali g funktioniert als tv show hervorragend, gerade auch mit den gästen. das ist urkomisch.

beim film ziehn aber nur n paar vereinzelte jokes, wie z.b. seine frauenfantasien am anfang... der rest ist überaus dümmlich. wie die subkultur, die er verarscht. westcoast, ey! 😴

Decius

Ja, er ist Geschmackssache. Ich mag seine Fernsehshow und schlimmer (oder besser) als ein Ottofilm ist der Film auch nicht. Man sieht die Gags schon meilenweit kommen, aber dadurch gibt es eine "Vorfreude", was auch nicht schlecht ist

charlize

Zitat Chemic (20040512191433)

Ali G ist extrem Geschmacksache. Ich mag den Kerl.

Ja, ist wohl extrem Geschmackssache - und ich mag den Kerl nicht.
Ist wohl einfach irgenwie nicht mein Ding. (Zum Glück habe ich keinen Kino-Eintritt bezahlt)

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