8 Mile (2002)

8 Mile (2002)

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  3. 110 Minuten

Filmkritik: *piip* *piip* *piip* Movie!

All-täglicher Kampf?
All-täglicher Kampf? © Studio / Produzent

Detroit, USA. Zwischen dem "schwarzen" und dem "weissen" Teil der Stadt gibt es eine Grenze, die sogenannte "8 Mile". Dort lebt der weisse Junge Jimmy Smith (Eminem). Zusammen mit seiner schlampigen Mutter (Kim Basinger) bewohnt er einen kleinen, dreckigen Wohnwagen. Als Ausweg aus seiner Misere schreibt Jimmy Rapsongs und performt diese dann auch regelmässig in den lokalen Clubs. Mit ebensolcher Regelmässigkeit versagen ihm aber auf der Bühne die Nerven. Aus diesem Grund (und natürlich wegen seiner Hautfarbe) gilt er in der von Schwarzen dominierten Szene als Aussenseiter und Looser. Doch Jimmy gibt nicht auf. Er will den Durchbruch schaffen und aus seinem Elend rauskommen. Ein Kampf um Annerkennung, Respekt und die Liebe einer Mutter beginnt...

Die Tatsache, dass Hitparadenstürmer auch die Kinosäle unsicher machen, ist kein Geheimnis mehr. Die einen fallen durch (Britney Spears, Mariah Carey), andere spielen sowieso nur Nebenrollen (Dr. Dre, Ja Rule) und wiederum andere haben erstaunlichen Erfolg an den Kinokassen (Jennifer Lopez). Nun, dieses Mal war die Reihe am momtan angesagtesten Hip-Hopper, den die Szene zu bieten hat: Eminem.

Die Geschichte von 8 Mile ist basiert auf Eminems eigener Lebensgeschichte: In kümmerlichen Verhältnissen aufgewachsen, von seiner Mutter enttäuscht und durch Rapmusik an die Spitze der Welt. Ein an sich einfaches Rezept, dass hier mit einem Budget von 41 Mio Dollar verfilmt wurde -- Erfolgreich, wie es sich herausstellt. Hört sich bekannt an? Ist es auch. Ähnliche Geschichten von täglichen Existenzskampf wurde schon mehrmals erzählt und haut einem auch hier nicht aus dem Kinosessel. Sicherlich ist es interessant, die Verhältnisse der Hauptfiguren zu sehen. Wie leben die Menschen, die jeden Tag aufs neue um Ihre Existenz zittern müssen. Wie verhält sich vor allem der Jugendliche, dessen Zukunft eher düster aussieht. Gangs, Schlägereien und abendlich eine Häuser-Verbrennung sind die Folgen dieser Unsicherheit.

Schauspielerisch macht Eminem seine Sache gut. Die Rolle wurde ihm total auf den Leib geschneidert und er agiert erstaunlich überzeugend. Allerdings stellt dieser Charakter wohl einzige Rolle dar, in der er wirklich brillieren kann. An seiner Seite spielen gestandene Filmstars wie Kim Basinger (eher schwach als schlampige Mutter), Mekhi Phifer (überzeugend als Mentor des aufsteigenden Rappers) und Brittany Murphy (hübsch anzusehen, aber nicht wirklich überzeugend als Rabbits "Muse").

Fazit: Bedingt interessanter Hip-Hop-Film für Zuschauer, die sonst nicht auf diese Musikrichtung stehen. Eine einfache Geschichte, ein allerdings sehr, sehr guter Soundtrack, der einem immer wieder zum mitwippen anregt und ein Finale, dass so ziemlich jedem Freestyler die Tränen in die Augen schiessen lässt. Denn diese Wortschlacht, die einem am Schluss präsentiert wird, packt jeden im Saal und lässt die Zuschauer einfach nicht mehr los. Hätte der Film mehr solche Szenen gehabt, wäre er auch sicherlich unterhaltsamer geworden. Dennoch ist 8 Mile für jeden Hip-Hopper ein absolutes Muss und für Fans des blonden Megastars sowieso.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 31

Veedieb

Zitat *Julie-Cooper* (2006-03-05 12:54:51)

Das ist ein Film denn man nicht mehr schauen muss, wenn man Eminem nicht mag... Seine Schauspieler Leistung da sind wir doch alle froh, dass das der einzige Film von ihm ist...

P.S. die "Rap karriere"wenn man das überhaupt so nennen kann sollte er auch aufhören😠

Ich glaube eher, dass du denn Film nicht richtig kapiert hast.

...

es geht mehr um die Situation der diese Leute aus einfach Verhältnissen ausgesetzt sind und weniger ob Eminem gute Musik macht oder nicht...

... du darfst den Film nicht nach deinem Musikgeschmack beurteilen sonst meldest du dich wohl besser bei einer Musikbewertungs Site an und nicht bei outnow...

Zudem, finde ich den Film sehr gut gelungen weil er ein sehr realistisches Bild liefert. Da ist mir doch die Musik egal...

...

P.S. Schau mal nach für was der Film einen Oscar bekommen hat...

budget5

Starker Film, obwohl ich selbst lieber Nirvana und Rock höre. Die Story berührt einem sehr und die ganze Musik zwischendurch lockert wieder ein wenig auf. Gelungenes Drama mit einem Grossartigem EMINEM.

[Editiert von budget5 am 2007-08-03 13:43:22]

tallman44

Diesen Film finde ich sehr langweilig. Für
Hip-Hopper und Rapper aber nicht schlecht geeignet.
Der Film entspricht dafür umsomehr der Wahrheit
über das Leben an der 8 Mile in Detroit( Habe selbst mal in
Motown gelebt.)

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