Spirited Away - Sen to Chihiro no kamikakushi (2001)

Unheimlich ist es in diesem seltsamen Wald, durch den Chihiro mit ihren Eltern rast. Ein mystischer Hauch scheint durch die Blätter zu streichen und die bemoosten Steinfiguren wirken, als würden sie den Audi mit seinen Insassen beobachten. Chihiro wäre es lieber, wenn ihr Vater etwas langsamer fahren oder noch besser: gleich umkehren würde.

Die kleine Chihiro ist sauer: Als ob es des Übels nicht schon genug wäre, dass sie mit ihren Eltern umziehen muss - weg von ihrem alten Zuhause und ihren Freunden! Dass sie sich nun auch noch in diesen komischen Wald verfahren haben, findet sie überhaupt nicht lustig.

Die Fahrt endet abrupt: Die Strasse hört plötzlich auf und in der Mitte des Weges steht ein tempelähnliches Haus. Der dunkle Tunnel, der durch das Haus hindurch führt, wirkt auf Chihiro mehr als beängstigend. In ihren Eltern hingegen scheint der Entdeckergeist geweckt und sie machen sich auf den Weg, den Tunnel zu erkunden. Chihiro folgt ihnen nur widerwillig.

Der Durchgang führt die drei in eine seltsam leblose Stadt - ein ehemaliger Vergnügungspark, wie Chihiros Vater vermutet. Aus einer der Buden allerdings entschwebt verführerischer Duft: Essen! Die Eltern sind begeistert und machen sich ohne Bedenken über die Köstlichkeiten her.

Chihiro hingegen ist das alles nicht geheuer und sie ist bitterböse auf ihre Eltern, die einfach nicht zurück zum Auto wollen. Aus lauter Frust geht sie los, um die unheimliche Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Und dann geht alles sehr schnell. Dunkle Wolken ziehen auf, Lichter gehen an und ein geheimnisvoller Junge erscheint, der Chihiro warnen will - doch es ist schon zu spät! Ihre Eltern wurden in Schweine verwandelt und Chihiro ist gefangen in der Zauberwelt der mächtigen Hexe Yubaba.

Chihiro tritt in den Dienst der Hexe um ihre Eltern befreien zu können. Dabei trifft sie nicht nur auf allerlei seltsame Gestalten, sonder sie sieht auch den geheimnisvollen Jungen wieder. Kann er ihr helfen, ihre Eltern zurückzuverwandeln? Wird Chihiro es schaffen?

Yubaba, die Hexe, ist wachsam... [rs/OutNow]

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
125 Minuten
Produktion
2001
Kinostart
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Links
IMDb, TMDb
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Kommentare Total: 28

Murikov

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10/10

yan

Spirited Away braucht eine Viertelstunde bis er wirklich warm gelaufen ist, doch dann verzaubert er den Zuschauer mit purer Zeichentrick-Magie. Ein unglaublich schöner, vielschichtiger und abwechslungsreicher Film mit traumhaften Figuren, welche allesamt mit einer Liebe zum Detail gezeichnet wurden, dass es eine Freude ist. Nie wurde eine Traumwelt schöner und realistischer dargestellt. Ein wunderschönes, "tränenanregendes" Ende setzen dem ganze die Krone auf. Trotz dem etwas harzigen Einstiegs bleibt hier nichts anderes als die Höchstnote. Grossartig, verzaubernd, atemberaubend, herzzerreissend.

jon

Eine grosse Stärke dieses an Stärken sicherlich nicht armen Filmes ist auf jeden Fall, dass die Figurenzeichnung gegenüber dem altbekannten (deswegen aber nicht unbedingt minderwertigen) Disney-Schema eine wunderschöne Abwechslung bietet. Erkennt man bei Disney die Bösewichte auf den ersten Blick, so ist in der Welt von Hayao Miyazaki nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Viele Charaktere wirken auf Chihiro (und somit auf den Zuschauer, der sie aus ihren Augen sieht) im ersten Moment unheimlich und furchteinflössend, doch sobald sie in Kontakt treten mit dem unschuldigen, vorurteilsfreien Wesen des Kindes schmilzt ihre bedrohliche Aura dahin und viele entwickeln sich sogar unerwartet zu herzerwärmenden Sympathieträgern des Filmes. Mehr noch, die Unschuld Chihiros scheint oft die Fähigkeit zu haben, vermeintlich böse Charaktere zu "heilen", deren negative Eigenschaften sich im Nachhinein oft nur als Produkt äusserer Einflüsse herausstellt - wie etwa das Ohngesicht, das erst im Angesicht der Gier der Leute im Badehaus zum menschenfressenden Monster mutiert, im Grunde jedoch nur ein einsamer Geist ist.

Einfach einer von vielen Gründen, warum man diesen Film praktisch lieben muss. 😊

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