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Shaolin Soccer - Siu lam juk kau (2001)

Shaolin Kickers

Shaolin Soccer - Siu lam juk kau (2001) Shaolin Kickers

Oder: Fussball ist unser Leben...

So spielt man in China Fussball.

So spielt man in China Fussball.

Shanghai 1983: Fussballstar Golden Leg holt zum entscheidenden Elfmeter aus, und misst (macht Beckham ja auch). Das Ende einer glorreichen Karriere, denn die wütenden Fans brechen dem Verfehler zur Strafe die Beine. Krass.

Golden Leg (Man Tat Ng), heute nur Fung genannt, verdient sich sein Geld als Unterhund von Hung (Yin Tse), seinem ehemaligen Mannschaftskollegen, welcher nun das berüchtigte "Team Evil" trainiert. Laufen kann Fung nur noch mit Mühe. Sein Traum: Die eigene Mannschaft zu trainieren. Doch soweit wird es mit Hung als Chef nie kommen.

Auf den Ball spielen, bitte.

Auf den Ball spielen, bitte.

Da trifft Fung auf Sing (Stephen Chow), einem Bettler der sich mit dem Sammeln von leeren Flaschen durchbringt. Sing beherrscht als ehemaliger Shaolin Mönch eine seltene Kunst: Die Stahlbein Technik. D.h. er hat ein verdammt hartes Bein. Fung sieht in ihm den perfekten Stürmer. Doch für ne Mannschaft braucht's mehr. Gut das Sing 5 Brüder hat, die ihrerseits ebenfalls alle über sehr spezielle Fähigkeiten verfügen (Stahlkopf Technik, Federgewicht Technik usw.).

Schon bald wird trainiert und die ersten Erfolge lassen auch nicht lange auf sich warten. Im ersten grossen Turnier lassen sie den gegnerischen Mannschaften kaum eine Chance. Doch im Final treffen sie auf Hung's "Team Evil" und die nehmen amerikanisches Doping (!). Echt ne Krise. Hilfe bringt Mui (Vicki Zhao), Sing's liebste Brötchenbäckerin und heimliche Verehrerin. Und die beherrscht ein ganz besonderes Kung Fu...


Film-Rating

Wenn man dem Pressebericht glauben darf, dann folgt im Hongkong-Kino der Name Stephen Chow gleich nach Chackie Chan. Er sei der grösste Komödienstar und der ultimative Nachfolger des inzwischen in den USA recht erfolgreichen, wirbligen Chan.

Hier macht er seine Sache dann schon mal ganz gut. Denn kampftechnisch wird hier wirklich Unterhaltung der höchsten und lustigsten Art geliefert. Hier wird die Herstellung eines Küchleins zur Kampfkunst erhoben und auf dem Fussballfeld geht granatenmässig die Post ab. Die Spielszenen sind dann auch der unbestrittene Höhepunkt des Filmes. Sie fliegen, sie ballern auf's Tor, sie wehren lässig die Schüsse ab, sie schrauben sich meterhoch zum Kopfball in die Höhe und skoren locker vom Mittelkreis. Glaubwürdig? Egal. Hauptsache, Fun pur.

Das war's dann aber auch schon mit der Witzigkeit. Denn alles was ausserhalb und neben dem Fussballplatz passiert, ist schlicht und ergreifend langweilig. Und das diese Szenen auch noch den grössten Teil des Filmes in Anspruch nehmen, ärgert gleich doppelt. Denn wenn schon ein Film Shaolin Soccer heisst, dann erwarte ich Action, Spass und fussballerische Kunststücke und nicht *blabla* und *schmusibusi*, bis dann endlich mal nach 50 Minuten die Action losgeht. Hätten sie doch nur mehr Fussball gespielt, als darüber geplaudert. Der Film hätte ein Heidenspass werden können.

Fazit: Shaolin Soccer hat seine lustigen Momente. Allerdings auf die ganze Dauer des Filmes betrachtet, sind diese Highlights halt einfach zu spärlich gesät. Die Geschichte könnte man in zwei Sätzen erzählen, denn viel gibt's da nicht. Die Action auf dem Feld ist lustig, unterhaltsam, abgefahren und cool. Aber gegen Ende hat man dann auch das gesehen und ich war nicht traurig, als der Abspann über die Leinwand lief. Also wieder mal viel erwartet und zu wenig bekommen.

Dass der Film noch geschnitten (oder "ver"-schnitten) ist, bremst den Spass ebenfalls. Denn zwischendurch sind die Szenen echt grauenhaft verschnippelt worden....


OutNow.CH:

Bewertung: 2.0

 

26.02.2004 / muri

Community:

Bewertung: 3.6 (51 Bewertungen)

 

 

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21 Kommentare